Bad Rippoldsau-Schapbach
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Freudenstadt | |
| Höhe: | 410 m ü. NN | |
| Fläche: | 73,14 km² | |
| Einwohner: |
2.234 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 31 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 77776 | |
| Vorwahlen: | 07440, 07839 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FDS; bis 1973: WOL | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 37 075 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Rathausplatz 1 77776 Bad Rippoldsau-Schapbach |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Bernhard Waidele (CDU) | |
| Lage der Gemeinde im Landkreis Freudenstadt | ||
Bad Rippoldsau-Schapbach ist das höchstgelegene Mineral- und Moorbad des Schwarzwaldes und eine Gemeinde im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
[Bearbeiten] Geographische Lage
Die Gemeinde liegt in 370 bis 950 Meter Höhe im Wolftal 15 km südwestlich von Freudenstadt am Südabhang des Kniebis.
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach besteht aus den beiden ehemaligen Gemeinden Bad Rippoldsau und Schapbach mit insgesamt 35 Dörfern, Zinken, Höfen und Häusern.
Zur ehemaligen Gemeinde Bad Rippoldsau gehören die Zinken Absbach (Apsbach), Burgbach, Dollenbach, Holzwald, Klösterle, Reichenbach, Vor Seebach und Wolf, die Siedlung Althaus und die Häuser An der Talstraße, Beim Bad, Bergle, Gaisbach, Grafenbach, Kastelbach, Schwabach, Tös, Vor Burgbach und Vor Dollenbach. Zur ehemaligen Gemeinde Schapbach gehören das Dorf Schapbach, die Zinken Glaswald, Hirschbach, Holdersbach, Salzbrunnen, Seebach, Sulz und Wildschapbach, die Gemeindeteile Obertal und Untertal und die Häuser Bäch, Kupferberg, Löchle, Schwarzenbruch, Settig, Steig und Vor Seebach.
Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Schapbach liegt die Wüstung Schmiedsberg sowie das Schlössle, Platz einer 1428 erwähnten Burg.[2]
[Bearbeiten] Geschichte
Rippoldsau wurde erstmals 1179 urkundlich erwähnt. Die erste Erwähnung von Schapbach erfolgte 1220. Beide Gemeinden gehörten zum Besitz derer von Fürstenberg, die es 1803 im Rahmen der Mediatisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses an das Großherzogtum Baden abtreten mussten. In Baden kamen Rippoldsau und Schapbach zum Bezirksamt Wolfach, aus dem 1939 der Landkreis Wolfach entstand. Als einzige Gemeinden dieses Landkreises kamen sie 1973 zum Landkreis Freudenstadt. Am 1. Juli 1974 erfolgte die Vereinigung der Gemeinden Bad Rippoldsau und Schapbach zur Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach.
[Bearbeiten] Religionen
In Rippoldsau wurde 1537 von Graf Wilhelm von Fürstenberg die Reformation eingeführt, aber bereits 1549 wieder zurückgenommen, sodass der Ort und vor allem das dort befindliche Priorat wieder römisch-katholisch wurden.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
- 1961: Bad Rippoldsau: 1.228; Schapbach: 1.402
- 2005: 2.349
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2009 |
Sitze 2009 |
% 2004 |
Sitze 2004 |
% 1999 |
Sitze 1999 |
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| FWV | Freie Wählervereinigung | 58,3 | 7 | 43,9 | 5 | 41,7 | 5 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 41,7 | 5 | 56,1 | 7 | 46,4 | 6 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | — | — | — | — | 11,9 | 1 |
| Gesamt | 100 | 12 | 100 | 12 | 100 | 12 | |
| Wahlbeteiligung | 65,1 % | 69,3 % | |||||
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
- La Tranche sur Mer, Frankreich
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- Peterstaler Mineralquellen
- Schwarzwaldklinik Bad Rippoldsau Trägergesellschaft (seit 16. April 2011 bis auf Weiteres geschlossen)
[Bearbeiten] Freizeit- und Sportanlagen
- Das Mineral- Thermalbad 32 °C in Bad Rippldsau (seit 16. April 2011 bis auf Weiteres geschlossen)
- Freibad in Schapbach
- Beachvolleyballplätze in beiden Ortsteilen
- Minigolfanlagen in beiden Ortsteilen
- Kunstrasenfußballplatz
- Tennisplätze (Sand)
- Leichtathletikanlage in Schapbach
- Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
- Die Wallfahrtskirche Mater Dolorosa in Bad Rippoldsaue wurde 1829 von dem Weinbrenner-Schüler Christoph Arnold errichtet. Sie gilt hinter den beiden Karlsruher Gotteshäusern Friedrich Weinbrenners als drittschönste Kirche des klassizistischen Weinbrenner-Stiles in Baden. Beachtlich ist vor allem ihre Ausführung als Doppel-Turm-Anlage, eine Rarität im Weinbrenner-Klassizismus (insgesamt nur drei Ausführungen). Monumental ist auch der den Eingang freigebende Triumphbogen. Den Reiz dieses Kleinods vollendet das Zusammenspiel mit der Enge des Tales und der Kontrast der strengen Formensprache der Architektur mit der Weichheit der umgebenden Natur. Über dem Hauptaltar der Kirche befindet sich das Wallfahrtsbild, eine Skulptur der schmerzhaften Gottesmutter. Hauptwallfahrtstag ist der Schmerzensfreitag vor dem Palmsonntag.
- Katholische Pfarrkirche St. Cyriak in Schapbach: Gotische, mehrfach erweiterte Kirche mit Doppelturmfassade im Westen.
[Bearbeiten] Naturdenkmäler
[Bearbeiten] Wanderwege
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Georg Gaisser (1595–1655), Prior in St. Nikolaus und Herr im Klosterbad Rippoldsau während des 30-jährigen Krieges
- Christian Haldenwang (1770–1831), Künstler und Kupferstecher, bestattet in Bad Rippoldsau
- Christoph Arnold (1779–1844), Architekt, Erbauer der Rippoldsauer katholischen Kirche
- Joseph Victor von Scheffel (1826–1887), Schriftsteller, Dichter von Die Entstehung von Rippoldsau oder die Geschichte von Bruder Rippold und Die Schweden in Rippoldsau
- Heinrich Hansjakob (1837–1916), Schriftsteller, Autor zahlreicher Erzählungen über das Wolftal
- Otto Goeringer (1853–1920), Hotelier und Betreiber des Kurbads
- Rainer Maria Rilke (1875–1926), Lyriker, Kurgast in Bad Rippoldsau
- Anna Schmid (1928–2010), langjährige Leiterin des Rippoldsauer Altenwerkes, Trägerin des Bundesverdienstordens
[Bearbeiten] Literatur
- Ulrich Geiger: Vom Rippoldsauer Sauerbrunnen. Faksimiledruck des Textes von 1591. Hrsg. Sabine Schmid-Geiges. Freiburg 1991.
- Adolf Schmid: Kloster und Pfarrei Bad Rippoldsau – eine heimatgeschichtliche Studie. Hrsg.: Kath. Pfarramt Bad Rippoldsau. 1965.
- Adolf Schmid: Bad Rippoldsau – 800 Jahre Heimatgeschichte. Hrsg.: Gemeinde Bad Rippoldsau. 1966.
- Adolf Schmid: Bad Rippoldsau – Geschichte eines Schwarzwälder Kurtales. Selbstverlag der Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach, 1979.
- Adolf Schmid: Rilke in Rippoldsau: 1909 und 1913 – Sympathische Seiten im Gästebuch des verlässlichen Kurtales. Selbstverlag, Freiburg 1984.
- Sabine und Adolf Schmid: Bad Rippoldsau in alten Ansichten. Europäische Bibliothek, Zaltbommel Niederlande 1987.
- Adolf Schmid: Wie einstmals …? – J. V. von Scheffel in Rippoldsau. Selbstverlag, Freiburg 1988.
- Adolf Schmid: Schapbach im Wolftal – Chronik einer Schwarzwaldgemeinde. Hrsg.: Gemeindeverwaltung Bad Rippoldsau-Schapbach. 1989.
- Adolf Schmid: Hansjakob und das Wolftal – Ein Lesebuch. Selbstverlag, Freiburg 1992.
- Adolf Schmid: Reformen ja, aber Revolution? Das obere Wolftal 1848/49. In: Die Ortenau. Jahrgang 1999, S. 341ff.
- Adolf Schmid: Das Projekt Wolftalbahn – Ein verhinderter Fortschritt zu Beginn unseres Jahrhunderts? In: Die Ortenau. Jahrgang 1983, S. 175ff.
- Adolf Schmid: Lehrerbildung im Kurbad – 1941–1947: Turbulente Jahre in Bad Rippoldsau. In: Die Ortenau. Jahrgang 1997, S. 559ff.
- Adolf Schmid: Der Kniebis und seine katholische Kirche St. Josef. Schillinger, Freiburg 1999.
- Ralf Bernd Herden: Bad Rippoldsau-Schapbach Die Modellgemeinde im Naturpark Schwarzwald. In: Badische Heimat. 2002, S. 121ff.
[Bearbeiten] Weblinks
- Das Wolfach-Tal mit Bad Rippoldau-Schapbach auf einer privaten Webseite
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 629–631
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