Bad Wörishofen
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Unterallgäu | |
| Höhe: | 603-670 m ü. NN | |
| Fläche: | 57,8 km² | |
| Einwohner: | 14 034 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 243 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86825 | |
| Vorwahl: | 08247 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MN | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 78 116 | |
| Stadtgliederung: | 12 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Bgm.-Ledermann-Straße 1 86825 Bad Wörishofen |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Klaus Holetschek (CSU) | |
| Lage der Stadt Bad Wörishofen im Landkreis Unterallgäu | ||
Bad Wörishofen ist ein bekannter Kneippkurort und die zweitgrößte Stadt im schwäbischen Landkreis Unterallgäu, die Stadt ist eine von 13 sogenannten leistungsfähigen kreisangehörigen Gemeinden in Bayern. Sebastian Kneipp wirkte in Bad Wörishofen als Pfarrer und verbreitete von hier aus seine Erkenntnis von der heilenden Kraft des Wassers, der Grundlage der Kneipp-Kur.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Lage
Bad Wörishofen liegt in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben, etwa 80 km westlich von München und 35 km östlich von Memmingen am Wörthbach, einem Nebenflüsschen der Mindel.
[Bearbeiten] Ausdehnung des Stadtgebietes
Zur Stadt Bad Wörishofen gehören die Orte Bad Wörishofen, Dorschhausen, Frankenhofen, Hartenthal, Kirchdorf, Oberes Hart, Obergammenried, Schlingen, Schöneschach, Stockheim, Unteres Hart und Untergammenried.
[Bearbeiten] Geschichte
- 1067 wurde Wörishofen als Herrschaft „Werenshova" erstmals urkundlich erwähnt.
- Von 1719-1721 wurde das Kloster Wörishofen unter Leitung von Dominikus Zimmermann erbaut.
- Um 1889 begann der Kurbetrieb unter der Leitung von Pfarrer Sebastian Kneipp als Pfarrherr von St. Justina.
- 1920 erhielt Wörishofen das Prädikat „Bad“ verliehen.
- Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 gehörte Bad Wörishofen zur Amerikanischen Besatzungszone. Die amerikanische Militärverwaltung richtete ein DP-Lager ein zur Unterbringung so genannter Displaced Persons (DP). Die meisten von ihnen stammten aus Litauen. Das Lager wurde von der UNRRA betreut und hatte sein eigenes von der UNRRA herausgegebenes Zahlungsmittel.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Bad Wörishofen ist das östliche Ende der Schwäbischen Bäderstraße.
- Der Freizeitpark Allgäu Skyline Park bei Kirchdorf.
- Die Therme Bad Wörishofen
- Es gibt zahlreiche Bauwerke, die in der Geschichte Pfarrer Kneipps eine wichtige Rolle spielen, etwa das Kloster oder sein erstes Kurhaus Sebastianeum. Im Sebastianeum ist heute noch sein Sprechzimmer zu besichtigen, wie es damals war.
[Bearbeiten] Sportanlagen
Die klimatisch begünstigte Lage in 620 bis 700 m Seehöhe sowie der Nordrand des hügeligen Allgäus schuf für Bad Wörishofen ideale Voraussetzungen für den Freizeit- und Sportbetrieb. Dazu kommt, dass der Ort für ein Heilbad einen ungewöhnlich offenen und legeren Charakter aufweist: Kurgarten, Promenade, Kurpark und gepflegte verkehrsberuhigte Bereiche gehen nahtlos über in eine anmutige Landschaft, die von weiten Wiesen und rauschenden Hochwäldern abgewechselt wird. Bei den meisten Besuchern ist das Wandern und vor allem das Radfahren sehr beliebt. Auch sonst bietet Bad Wörishofen eine umfangreiche sportliche Palette:
- 22 Tennisplätze
- Ein tropisches Thermalbad
- Ein Hallen-Eisstadion
- Zwei 18-Loch-Golfplätze
- Mehrere professionell nutzbare Fußballfelder
- Zahlreiche öffentliche Sportanlagen, von Basketball bis Eisstockschießen
- Modellflugplatz mit Asphaltpiste im Ortsteil Frankenhofen
[Bearbeiten] Schulen
- Pfarrer-Kneipp-Volksschule (Grundschule und Hauptschule) – mit Mittlere-Reife-Klassen 7 und 8 und offener Ganztagesschule
- Wirtschaftsschule Bad Wörishofen
- Fachoberschule für Wirtschaft, Verwaltung & Rechtspflege Bad Wörishofen
- Kneipp-Schule
- Hotelfachschule Bad Wörishofen
[Bearbeiten] Gedenkstätten
Auf einem jüdischen Grabfeld innerhalb des Städtischen Friedhofs befindet sich ein Massengrab, in dem 34 KZ-Häftlinge begraben sind, die im Frühjahr 1945 nach ihrer Haft im KZ-Außenlager Türkheim im Hospital von Wörishofen an den Folgen der Haft gestorben sind. Ein Gedenkstein erinnert an dieses Geschehen.[1]
[Bearbeiten] Verkehrsanbindung
Bad Wörishofen verfügt über folgende Anbindungen an den Nah- und Fernverkehr:
- Mit der Bahn: Bad Wörishofen ist über die Bahnstrecke Türkheim–Bad Wörishofen an die Bahnstrecke Buchloe–Memmingen angebunden. Es bestehen Direktverbindungen zum ICE-Halt Augsburg Hauptbahnhof sowie nach Buchloe, von wo aus direkter Anschluss nach München und Zürich besteht.
- Mit dem Auto: Autobahn A96 München - Lindau, Ausfahrt Bad Wörishofen
- Mit dem Flugzeug: Die Stadt verfügt über einen Sport- und einen Segelflugplatz, die nächsten Verkehrsflughäfen sind der Allgäu-Airport in Memmingen in etwa 40 km Entfernung sowie der Flughafen München (90 km).
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Sebastian Kneipp (1821–1897), Pfarrer und Hydrotherapeut (Kneipp-Kur)
- Franz „Bulle“ Roth (* 1946), Fußballer
- Ulla Salzgeber (* 1958), Dressurreiterin
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Rainer Werner Fassbinder (1945–1982), Filmregisseur
[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen
- In Bad Wörishofen hat nach dem Zweiten Weltkrieg die Confiserie Schwermer ihre neuen Betriebsstätten aufgebaut – sie stellt nach altem Rezept das Königsberger Marzipan her.
[Bearbeiten] Literatur
- Unser Landkreis Unterallgäu – Im Herzen „Bayerisch-Schwabens“, 1991 ISBN 3-87052-958-X
- Geschichte der Alten Mühle in Kirchdorf: Bad Wörishofen ISBN 3-9808449-1-9
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 118
[Bearbeiten] Weblinks
Amberg | Apfeltrach | Babenhausen | Bad Grönenbach | Bad Wörishofen | Benningen | Böhen | Boos | Breitenbrunn | Buxheim | Dirlewang | Egg a.d.Günz | Eppishausen | Erkheim | Ettringen | Fellheim | Hawangen | Heimertingen | Holzgünz | Kammlach | Kettershausen | Kirchhaslach | Kirchheim i.Schw. | Kronburg | Lachen | Lauben | Lautrach | Legau | Markt Rettenbach | Markt Wald | Memmingerberg | Mindelheim | Niederrieden | Oberrieden | Oberschönegg | Ottobeuren | Pfaffenhausen | Pleß | Rammingen | Salgen | Sontheim | Stetten | Trunkelsberg | Türkheim | Tussenhausen | Ungerhausen | Unteregg | Westerheim | Wiedergeltingen | Winterrieden | Wolfertschwenden | Woringen

