Badaun

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Badaun
बदायूँ
Badaun (Indien)
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Staat: Indien
Bundesstaat: Uttar Pradesh
Distrikt: Badaun
Lage: 28° 3′ N, 79° 7′ O28.0579.116666666667Koordinaten: 28° 3′ N, 79° 7′ O
Einwohner: 490.000

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Badaun, auch Badayun (Hindi: बदायूँ, Urdu: بدایوں; Badāyūṃ̣ [ˈbʌˈd̪aːjũː]), ist eine Stadt im nördlichen-zentralen Bereich des Bundesstaates Uttar Pradesh in Indien. Die Stadt ist der Verwaltungssitz des Distrikts Badaun.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Legende nach wurde Badaun im Jahr 905 gegründet. Eine Inschrift, die in das 12. Jahrhundert datiert wird, enthält eine Liste von zwölf Königen, die aus der Stadt regierten. Das erste gesicherte historische Ereignis ist die Eroberung der Stadt durch Qutb-ud-Din Aibak 1196. Badaun wurde danach eine wichtige Festung im nördlichen Grenzgebiet des Sultanats von Delhi. Die Stadt wurde 1571/72 durch ein Feuer zerstört und 100 Jahre später begann ihre Bedeutung zu schwinden, da der Verwaltungssitz nach Bareilly verlegt wurde. 1838 wurde die Stadt Verwaltungssitz eines britischen Distrikts.[1]

Von besonderer kunsthistorischer Bedeutung ist die Große Moschee von Badaun, die von Iltutmish (reg. 1211–1236), einem Sultan der Sklavendynastie, gegründet wurde. Iltutmish war Gouverneur der Stadt, bevor er zum Sultan aufstieg. Die heutige Form der Moschee geht auf den Umbau durch Muhammad bin Tughluq im Jahr 1326 zurück. Der Grundplan der Anlage bildet ein auswinkliges Viereck von 60 × 85 Metern mit einem 30 × 53 Meter großen rechteckigen Innenhof, in dessen Zentrum sich ein quadratisches Wasserbecken befindet und der vom Haupteingang im Osten zugänglich ist. Der Hof folgt dem klassischen persischen Vier-Iwan-Plan. Die einseitig offenen hohen Hallen (iwan) und die beidseitig offenen, zum Hof führenden Durchgänge (pischtaq) hinter den Portalen sind direkt aus der seldschukischen Baukunst übernommen. Die Architektur der Moschee hat wenig Gemeinsamkeiten mit den übrigen Moschee in Indien des 13. und 14. Jahrhunderts. Noch vor der um 1343 erbauten Freitagsmoschee von Jahanpanah bei Delhi besitzt die Moschee von Badaun den ältesten erhaltenen Vier-Iwan-Plan in Indien. Der quadratische zentrale Gebetsraum im Westen ist von einer Kuppel überwölbt und wird auf beiden Seiten von Pfeilerhallen flankiert.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Badaun hat 490.000 Einwohner (2001), die zu 58 % Hindus und zu 41 % Muslime sind.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Encyclopaedia Britanica 1911 Eintrag "Badaun"
  2. Finbarr Barry Flood: Persianate Trends in Sultanate Architecture: The Great Mosque of Bada’un. In: Bernard O’Kane (Hrsg.): The Iconography of Islamic Art. Studies in Honour of Robert Hillenbrand. Edinburgh University Press, Edinburgh 2005, S. 159–195