Bahnhöfe in Coburg

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Als Coburger Bahnhöfe gibt es zwei Personenbahnhöfe, zwei Haltepunkte und einen Güterbahnhof.

Bahnstrecken nach Coburg

Bahnhof Coburg[Bearbeiten]

Der Bahnhof Coburg ist die wichtigste Station für die Stadt Coburg und das Umland. Hier beginnen die Bahnstrecken nach Bad Rodach, nach Sonneberg, nach Lichtenfels und Nürnberg sowie nach Kulmbach. Nach 2016 ist auch ein täglicher Halt eines ICEs, der von der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt ausgefädelt wird, vorgesehen. Der Bahnhof hat fünf Gleise, ein Service-Center und mehrere Geschäfte im Empfangsgebäude. Am Bahnhof halten alle Buslinien des Omnibusverkehr Franken und auch die Coburger Stadtbuslinien (SÜC). Im Herbst 2007 war am Bahnhof Baubeginn des Zentralen Omnibusbahnhofes (ZOB) mit zwölf Halteplätzen sowie drei Warteplätzen. Fertigstellung war für Ende 2008 vorgesehen, hatte sich aber bis Ende August 2009 verzögert. Der ZOB soll die drei Nahverkehrsprodukte Bahn, Stadtbus und Regionalbus miteinander verknüpfen und so den Nahverkehr in Coburg attraktiver machen.

Bahnhof Creidlitz[Bearbeiten]

Bahnhof Creidlitz Gleisplanschema
Bahnhof Creidlitz mit Streckengleis nach Lichtenfels
Haltepunkt Coburg-Nord

Der Bahnhof Creidlitz liegt am südlichen Ende Coburgs an der Werrabahn bei Kilometer 134,77 zwischen dem Bahnhof Coburg und der Haltestelle Grub am Forst. Der Bahnhof ist trotz seines „Bahnhofstitels“ und zweier Bahnsteige heute eher unbedeutend, da hier nur die Regionalbahnen nach Coburg sowie in Gegenrichtung nach Lichtenfels halten. Die Züge nach Lichtenfels fahren vom östlichen Hausbahnsteig 1 und nach Coburg vom Bahnsteig 2, einem Inselbahnsteig ohne Unterführung, ab. Das Bahnhofsgebäude aus rotem Ziegelmauerwerk wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Aufgrund seines Alters zählt es zu den bedeutsamen Bahnhofsgebäuden im Coburger Land und steht unter Denkmalschutz[1]. Im Zuge des Baus der Itzgrundbahn nach Rossach folgte im Jahr 1900 die Errichtung des Keilbahnhofs mit zwei Bahnsteigen, der 1911 mit dem Bau des zweiten Streckengleises nach Coburg noch einmal um ein Bahnsteig erweitert wurde. Auf der östlichen Seite verlaufen die zwei Gleise der Werrabahn, auf der westlichen das Gleis der Itzgrundbahn, sowie parallel dazu, ein zweites Gleis für den Güterschuppen. 1950 wurde der Bahnhof einschließlich des Abzweiges nach Rossach elektrifiziert. Im Jahr 2004 erfolgte die Stilllegung der Strecke nach Rossach. Da der Streckenabschnitt Richtung Lichtenfels eingleisig ist, finden in dem Bahnhof öfters Zugkreuzungen statt. Der Bahnhof hat auch im Jahre 2012 noch Formsignale und manuell bediente Bahnschranken. Neben dem Bahnhof liegt die gleichnamige Bushaltestelle Creidlitz/Bahnhof, die von einer Linie des Stadtbusses sowie von mehreren Bussen des OVF bedient wird. Im Rahmen des Ausbaus der Bahnstrecke zum Anschluss des Coburger Bahnhofs an die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt wird das Bahnhofsgebäude abgerissen und ein neuer Haltepunkt etwas weiter nördlich errichtet.

Haltepunkt Coburg-Nord[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Coburg-Nord liegt zwischen dem Bahnhof Coburg und dem Haltepunkt Dörfles-Esbach bei Streckenkilometer 1,3 der Bahnstrecke Coburg–Sonneberg. Er wurde auf der Trasse der stillgelegten Strecke nach Eisfeld errichtet und zusammen mit der Station Rödental-Mitte am 11. Dezember 2005 in Betrieb genommen. Der Bahnsteig ist 140 m lang und befindet sich direkt hinter dem Coburger Finanzamt an der Rodacher Straße.

Haltestelle Coburg-Neuses[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Coburg-Neuses liegt zwischen dem Bahnhof Coburg und dem Haltepunkt Wiesenfeld bei Streckenkilometer 1,99. Der Haltepunkt war früher Bahnhof wurde aber dann zum Haltepunkt abgestuft. Hier halten Züge der agilis Verkehrsgesellschaft, welche die Strecke Coburg–Bad Rodach bedient, die im Stundentakt verkehren. Der Haltepunkt hat zwei Gleise, das durchgehende Hauptgleis am Bahnsteig sowie das Nebengleis mit einem Abzweig ins Müllheizkraftwerk. Die Station hat eine eher geringe Bedeutung, da nach Neuses auch sehr gute Busverbindungen existieren. Das Bahnhofsgebäude ist seit 1999 Vereinsheim der Eisenbahnfreunde Steinachtalbahn-Coburg e.V.

Haltestelle Coburg-Beiersdorf[Bearbeiten]

Vor längerer Zeit gab es auch noch einen Haltepunkt in Beiersdorf, der an der Bahnlinie nach Bad Rodach lag. Dieser wurde allerdings aufgrund zu geringer Passagierzahlen und einer ausreichenden Busverbindung in den Stadtteil geschlossen. Mit der Erschließung des Goldberges als Naherholungsgebiet ist ein neuer Haltepunkt auf Höhe Beiersdorf in Planung.

Güterbahnhof[Bearbeiten]

Der Güterbahnhof liegt südlich des Personenbahnhof Coburgs bei Streckenkilometer 131,8 der Werrabahn.

Siehe auch: Güterbahnhof Coburg

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Bleiweis, Stefan Goldschmidt und Bernd Schmitt: Eisenbahn im Coburger Land. Verlag Eisenbahnfreunde Steinachtalbahn-Coburg, Coburg 1996, ISBN 3-9802748-4-5
  • Steffen Dietsch, Stefan Goldschmidt, Hans Löhner: Die Werrabahn. Verlag Eisenbahnfreunde Steinachtalbahn-Coburg, Coburg 2008, ISBN 978-3-9810681-3-9

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Morsbach, Otto Titz: Stadt Coburg. Ensembles-Baudenkmäler-Archäologische Denkmäler. Denkmäler in Bayern. Band IV.48. Karl M. Lipp Verlag, München 2006, ISBN 3-87490-590-X, Seite 442