Bahnhof Amstetten

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Dieser Artikel behandelt den Bahnhof der österreichischen Stadt Amstetten; zum Bahnhof der deutschen Gemeinde Amstetten siehe Bahnhof Amstetten (Württemberg).
Amstetten
Bahnhof Amstetten.JPG
Eingangsbereich des Bahnhof Amstetten
Daten
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 6
Abkürzung Ams
IBNR 8100012
Eröffnung 15. Dezember 1858
Lage
Stadt Amstetten
Bundesland Niederösterreich
Staat Österreich
Koordinaten 48° 7′ 18″ N, 14° 52′ 41″ O48.12166666666714.878055555556Koordinaten: 48° 7′ 18″ N, 14° 52′ 41″ O
Eisenbahnstrecken
Liste der Bahnhöfe in Österreich
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Der Bahnhof Amstetten ist ein Bahnknotenpunkt in Niederösterreich. In Amstetten endet eine Nebenstrecke der Rudolfsbahn nach Kleinreifling, die über Waidhofen an der Ybbs verkehrt, außerdem liegt der Bahnhof an der Westbahn. Der Bahnhof wird von Nah- und Fernverkehrszügen befahren.

Geschichte[Bearbeiten]

Heizhaus Amstetten

Der Bahnhof wurde mit der damaligen Kaiserin-Elisabeth-Bahn am 15. Dezember 1858 eröffnet, am 1. Juni 1860 wurde die Bahn dann bis Salzburg verlängert und am 12. Juni 1860 wurde die Strecke bis nach München eröffnet. Der Bahnhof lag damals noch im Gemeindegebiet Preinsbach, 1883 wurde Preinsbach von Amstetten eingemeindet, sodass sich der Bahnhof dann im Gemeindegebiet von Amstetten befand. [1] Am 12. November 1872 wurde auch die Kronprinz Rudolf-Bahn sowie deren Nebenstrecke eröffnet – Amstetten wurde zu einem Verkehrsknotenpunkt. Dadurch, dass die zwei Bahnen eigenständige Gesellschaften waren, musste die Kronprinz Rudolf-Bahn ein eigenes Gleis in Amstetten verlegen, da die Kaiserin Elisabeth-Bahn nicht erlaubte, ihre Gleise zu nutzen[2]. Nach dem Anschluss der Kronprinz Rudolf-Bahn an die Kaiserin Elisabeth-Bahn wurden das Bahnhofsgebäude sowie die Gleisanlagen erweitert.

1892 tauchten Pläne einer Bahnstrecke von Amstetten nach Grein auf. Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha auf Greinburg war bereit, den Brückenbau zu finanzieren. Doch die Strecke wurde von dem Stadtrat Grein abgelehnt.

Wasserturm Amstetten

1908/1909 wurde ein 18 Meter hoher Wasserturm mit zwei Wasserbehältern gebaut, mit je 40.000 Liter Inhalt [3]. 1913 wurden die Bahnsteige überdacht.

Im Zweiten Weltkrieg wurden der Bahnhof sowie die Gleisanlagen schwer beschädigt. Im April 1945 begann der provisorische Wiederaufbau, es wurde ein Gleis wieder aufgebaut, die Fahrkarten wurden im Hotel Hofmann verkauft [4]. Im Juni 1951 wurde die Teilstrecke der Westbahn Linz–Amstetten elektrifiziert, im Dezember 1952 die ganze Westbahn und 1967/68 auch die Rudolfsbahn.

1972/73 wurde der Bahnhof zum ersten Mal umgebaut, aber es fand kein Neubau statt. 1976 wurde der Busbahnhof westlich des Bahnhofes gebaut. 1987 wurde auch die erste Unterführung eröffnet. Mit dem NAT, dem Neuen Austro Takt der ÖBB, wurde ab dem 2. Juni 1991 der Bahnhof zum Intercity-Bahnhof.

Der heutige Bahnhof wurde im Zuge der in den 1990er Jahren begonnenen Corporate-Design-Initiative der Bahn modernisiert, 1989 hatte das Architekturbüro Zechner & Zechner den Wettbewerb um den Bau des Amstettener Bahnhofes gewonnen[5]. Mit dem Umbau bekam der Bahnhof 1992 eine neue Überdachung, wofür es 1996 eine internationale Architekten-Auszeichnung, den Brunel Award gab. 2008 wurde eine große Park & Ride-Anlage eröffnet.

Bahnhofshalle[Bearbeiten]

Die Bahnhofshalle innen

In der Bahnhofshalle gibt es zwei Fahrkartenschalter sowie einen Fahrkartenautomaten. In der Halle befinden sich des Weiteren ein Reisebüro, ein Warteraum, eine Trafik sowie ein Imbissladen und zwei Telefone. Ein Restaurant sowie ein öffentliches WC befinden sich am Bahnsteig 1 zwischen Halle und Abgang zur östlichen Unterführung. Am Gebäude angeschlossen ist auch die Postfiliale Graben. Am Bahnsteig 1 neben dem Eingang in die Halle befinden sich einige Schließfächer. Park&Ride-Anlagen befinden sich auf beiden Seiten des Bahnhofes.

Am Bahnhofsvorplatz halten die Postbusse und der Amstettener Stadtbus.

Bahnsteige[Bearbeiten]

Blick auf Bahnsteig 1 mit dem Bahnhofsgebäude

Die Bahnsteige sind durch zwei Unterführungen, im Westen und im Osten des Bahnhofes, zu erreichen, in denen jeweils ein Fahrkartenautomat aufgestellt ist. Jeder Bahnsteig ist überdacht und von beiden Unterführungen erreichbar. Die östliche Unterführung ist mit Aufzügen ausgestattet.

Von den sechs Bahnsteigen ist Bahnsteig 1 ein Hausbahnsteig, 2/3 und 4/5 sind Mittelbahnsteige und Bahnsteig 11 ist ein Kopfbahnsteig, der gegenüber von Bahnsteig 4 an der westlichen Seite des Bahnhofes liegt.

Die üblichen Richtungen der Züge nach Bahnsteig sind die folgenden:

Bahnsteig Belegung
1 Regionalzüge alle Richtungen
2 IC / EC Richtung Salzburg
3 IC / EC Richtung Wien
4 A: Rudolfsbahn B: Regionalexpress Richtung Wien
5 und 11 Rudolfsbahn

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Amstetten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.mostropolis.at/de/newsdetail_Amstetten_150_Jahre_Bahnhof_Amstetten__FotoDokumentation_128_5220.html
  2. http://www.amstetten.at/fileadmin/Kultur/Eisenbahnausstellung/3.%20Der%20Bahnknotenpunkt%20Amstetten%20entsteht/3.6.%20Probleme%20zw.%20Kaiserin-Elisabeth-Bahn%20u.%20Kronprinz-Rudolf-Bahn.PDF
  3. http://www.amstetten.at/fileadmin/Kultur/Eisenbahnausstellung/4.%20Neue%20Bahnlinien%20stehen%20zur%20Diskussion/4.11.%20Bauplan%20Wasserturm%20-%201903.PDF
  4. http://www.amstetten.at/fileadmin/Kultur/Eisenbahnausstellung/9.%20Zerst%F6rung%20und%20Wiederaufbau%20des%20Bahnhofes/9.7.%20Wiederaufbau%201945.PDF
  5. http://www.architektur-noe.at/be/detailansicht.php?architekturobjekt_id=96