Bahnhof Atami

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Bahnhof Atami
AtamiStationShinkansenPlatform.JPG
Shinkansen-Bahnsteig des Bahnhofs Atami
Daten
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 8
Reisende 9.657/Tag (JR Higashi-Nihon 2007)[1]

4.929/Tag (JR Tōkai 2006)

Abkürzung アタ (A-Ta)
Eröffnung 25. März 1925
Lage
Stadt Atami
Präfektur Tokio
Staat Japan
Koordinaten 35° 6′ 11,6″ N, 139° 4′ 39,9″ O35.103216666667139.07776111111Koordinaten: 35° 6′ 11,6″ N, 139° 4′ 39,9″ O
Eisenbahnstrecken

JR Tōkai und JR Higashi-Nihon:

Liste der Bahnhöfe in Japan

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Der Bahnhof Atami (jap. 熱海駅, Atami-eki) befindet sich in Atami in der Präfektur Shizuoka. Als Haltepunkt der Tōkaidō-Shinkansen und Anschlussstelle der Itō-Linie, der einzigen Bahnverbindung in den Süden der Izu-Halbinsel, an die Tōkaidō-Hauptlinie ist er ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt. Er wird gemeinsam von der JR Higashi-Nihon (JR East) und der JR Tōkai (JR Central) betrieben.

Geschichte[Bearbeiten]

Die von Menschenkraft angetriebene Zusō Jinsha Tetsudō (豆相人車鉄道) war die erste Schienenverbindung nach Atami.

Die Stadt Atami war zwar seit Jahrhunderten für ihre heißen Quellen (Onsen) berühmt, lag aber nicht an der historischen Straße Tōkaidō, die die wichtigste Verkehrsverbindung an der Ostküste darstellte; und als 1889 die spätere Tōkaidō-Hauptlinie zwischen Tōkyō und Nagoya fertiggestellt wurde, entfernte sie sich entlang der heutigen Gotemba-Linie noch weiter von der Pazifikküste als die Straße, um die steilen Berge an der Küste um Atami zu umgehen. 1895 wurde eine handbetriebene Linie nach Hayakawa eröffnet, von wo aus eine Pferdebahn nach Kōzu an der Tōkaidō-Hauptlinie führte. Ab 1907 wurden Dampflokomotiven auf der Linie eingesetzt, die nun Atami Tetsudō („Atami-Eisenbahn“) hieß. Nach dem Großen Kantō-Erdbeben 1923 musste der Betrieb wieder eingestellt werden, und die Strecke wurde ein Jahr später aufgegeben.

1925 stellte das Eisenbahnministerium dann die Atami-Linie von Atami nach Yugawara fertig, von wo aus sie weiter nach Kōzu führte. Der Bahnhof Atami wurde am 25. März 1925 eröffnet. Ab 1934 ermöglichte die Fertigstellung des lange geplanten Tanna-Tunnels von Atami nach Westen durchgehenden Verkehr bis Numazu. Atami wurde dadurch zum Durchgangsbahnhof und die bisherige Atami-Linie Teil der Tōkaidō-Hauptlinie. Ein Jahr später, 1935 eröffnete die abzweigende Itō-Linie von Atami zunächst bis Ajiro, ab 1938 bis Itō.

Mit dem Bau der Tōkaidō-Shinkansen 1964 wurde Atami an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen. 1966 stellte die Staatsbahn den Güterverkehr ein. Bei der Aufteilung und Privatisierung der Staatsbahn 1987 wurde die Tōkaidō-Hauptlinie in Atami zwischen der JR Higashi-Nihon und der JR Tōkai geteilt, die Tōkaidō-Shinkansen ging ganz an die JR Tōkai, die Itō-Linie an die JR Higashi-Nihon. Die beiden Gesellschaften teilen sich seither den Bahnhof.

Linien und benachbarte Bahnhöfe[Bearbeiten]

Der Bahnhof Atami wird vom Hikari und dem Kodama der Tōkaidō-Shinkansen angefahren. Im seit März 2009 gültigen 9-2-2-Fahrplan (9-2-2ダイヤ: 9 Nozomi, 2 Hikari und 2 Kodama) sind das in jede Richtung maximal vier Züge pro Stunde. Auf der Tokaidō-Hauptlinie wird Atami von einigen Sonder-Schnellzügen der Shōnan-Shinjuku-Linie angefahren, daneben halten hier der Tōkaidō-Schnellzug Acty, die Expresszüge Superview Odoriko und Moonlight Nagara sowie der Nachtzug Sunrise Seto/Izumo. Bis zur Einstellung des Betriebs im Jahr 2009 hielt auch der Nachtzug Fuji/Hayabusa in Atami, der Tōkyō durchgehend mit Kyūshū verband. Im Linienverkehr wird Atami mit folgenden Nachbarbahnhöfen verbunden:

Linien
Odawara Fern Tōkaidō-Shinkansen
JR Tōkai
Mishima
Yugawara Regional Tōkaidō-Hauptlinie
JR Tōkai und JR Higashi-Nihon
Kannami
Beginn Itō-Linie Itō-Linie
JR Higashi-Nihon
Kinomiya

Nutzung[Bearbeiten]

Im Jahr 2007 nutzten im Schnitt täglich 9.657 Personen die Tōkaidō-Hauptlinie[1] und im Jahr 2006 4.929 Personen den Tōkaidō-Shinkansen an diesem Bahnhof.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Atami Station – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b JR Higashi-Nihon: durchschnittliche tägliche Einstiege 2007 (ohne Umstiege)