Bahnhof Berlin-Marienfelde

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Berlin-Marienfelde
Zugang zum S-Bahnhof Marienfelde
Zugang zum S-Bahnhof Marienfelde
Daten
Kategorie 5
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Reisende/Tag 8000
Abkürzung BMF
IBNR 8089074
Eröffnung 17. Juni 1875
Webadresse s-bahn-berlin.de
Lage
Stadt Berlin
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 25′ 27″ N, 13° 22′ 29″ O52.42416666666713.374722222222Koordinaten: 52° 25′ 27″ N, 13° 22′ 29″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Raum Berlin
i7i12i13i15i16i16i18i20

Der Bahnhof Berlin-Marienfelde ist ein Berliner S-Bahnhof und ein Güterbahnhof an der Berlin-Dresdner Eisenbahn im Ortsteil Marienfelde des Bezirks Tempelhof-Schöneberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Haltepunkt Marienfelde wurde mit der Dresdener Eisenbahn am 17. Juni 1875 eröffnet. Wenige Monate später, am 15. Oktober 1875, war die Station dann auch ein Halt an der Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn vom Berliner Militärbahnhof nach Zossen. Der Haltepunkt lag damals weit ab von der Bebauung. Er war ein Anstoß zur Erschließung von Neu-Marienfelde.

1893 wurde der Haltepunkt zum Bahnhof erweitert. Der Ausbau mit dem Mittelbahnsteig wurde im März 1903 eröffnet. Seit Mai 1939 wird der Bahnhof von der elektrischen S-Bahn angefahren.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Abfertigungsgebäude teilweise zerstört. Heute gibt es nur noch den Zugang zum Bahnsteig. Nach dem Krieg wurde das zweite Gleis in Richtung Lichtenrade demontiert. Dies wurde erst 1990 wieder aufgebaut, um einen Zehn-Minuten-Takt bis Lichtenrade anbieten zu können.

Anfang der 1950er Jahre wurde der Güterbahnhof ausgebaut und der Name des Bahnhofs am 1. August 1952 in Berlin-Marienfelde geändert.

Im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Fernbahngleise der Dresdner Bahn auf Berliner Gebiet ist ein Umbau des Bahnhofs Berlin-Marienfelde geplant. In diesem Zuge soll auch ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig realisiert werden. Die Umsetzung ist von 2016 bis 2018 geplant, die Kosten der Maßnahme werden auf 3 Millionen Euro geschätzt.[1]

Verkehrsgeschichte[Bearbeiten]

Denkmal zur Erinnerung an den Geschwindigkeitsweltrekord

Zwischen Berlin-Marienfelde und Zossen wurden auf der Königlich Preußischen Militär-Eisenbahn zwischen 1901 und 1904 verschiedene Schnellfahrtversuche mit elektrischen Lokomotiven und Triebwagen durchgeführt. Diese Fahrzeuge wurden mit Dreiphasenwechselstrom von 10 Kilovolt und variabler Frequenz angetrieben. Die Stromzuführung erfolgte über drei übereinander angeordnete Oberleitungen.

Am 27. Oktober 1903 stellte der Versuchstriebwagen der AEG mit 210,2 km/h einen neuen Weltrekord auf. Eine Gedenktafel am Bahnhof erinnert heute an diesen Rekord.

Güterbahnhof[Bearbeiten]

Einfahrt eines Güterzugs von Norden

Südöstlich des S-Bahnsteigs befindet sich der Güterbahnhof. Über diesen Bahnhof und die S-Bahn-Gleise werden Güterzüge zum Südring und zur Umschlaganlage des Ölhafens Lankwitz geführt.

Anbindung[Bearbeiten]

Der S-Bahnhof wird von der Linie S2 der Berliner S-Bahn bedient und zählte 2006 rund 8000 Fahrgäste täglich. Durch Buslinien sind große Teile von Marienfelde mit dem Bahnhof verbunden.

Linie Verlauf
Berlin S2.svg Bernau – Bernau-Friedenstal – Zepernick – Röntgental – Buch – Karow – Blankenburg – Pankow-Heinersdorf – Pankow – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße – Südkreuz – Priesterweg – AttilastraßeMarienfelde – Buckower Chaussee – Schichauweg – Lichtenrade – Mahlow – Blankenfelde

Literatur[Bearbeiten]

  •  Bernhard Strowitzky: S-Bahn Berlin. Geschichte(n) für unterwegs. Berlin 2002, ISBN 3-89218-073-3.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Berlin-Marienfelde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDrucksache 17/11585. Abgeordnetenhaus Berlin, 3. März 2013, abgerufen am 6. April 2013 (PDF; 90 kB).