Bahnhof Berlin Priesterweg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Berlin Priesterweg
Empfangsgebäude
Empfangsgebäude
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung BPRS
IBNR 8089034
Eröffnung 7. Oktober 1928
Architektonische Daten
Baustil Expressionismus
Architekt Günther Lüttich[1]
Lage
Stadt Berlin
Land Berlin
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 27′ 36,4″ N, 13° 21′ 22,7″ O52.460113.3563Koordinaten: 52° 27′ 36,4″ N, 13° 21′ 22,7″ O
Höhe (SO) 50 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe im Raum Berlin
i7i12i13i15i15i16i18i20

Der Bahnhof Priesterweg ist ein S-Bahnhof im Berliner Ortsteil Schöneberg im Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Lage[Bearbeiten]

Der Haltepunkt befindet sich im Ortsteil Schöneberg im Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Das Berliner Stadtzentrum liegt rund 8 km Luftlinie nordöstlich. Er grenzt an den Priesterweg und den Prellerweg. Östlich des Bahnhofs ist der Natur-Park Südgelände gelegen. Südwestlich liegt der Insulaner, ein ehemaliger Trümmerberg, auf dem sich die Wilhelm-Foerster-Sternwarte befindet. Der Bahnhof Südkreuz liegt ca. 1,8 Kilometer weiter nördlich, der Bahnhof Attilastraße rund 1,3 Kilometer und der Bahnhof Südende ca. 1,4 Kilometer südlich. Die Station befindet sich im Tarifbereich B des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bahnhof wurde am 7. Oktober 1928 eröffnet. Es gab zunächst zwei Mittelbahnsteige. Die Elektrifizierung erfolge am 2. Juli 1929. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur elektrischen Probebetrieb mit 550 V. Seit dem 15. Mai 1939 wird der Bahnhof nur von ausschließlich elektrisch betriebenen S-Bahn-Zügen angefahren. Ein zweiter Ausgang wurde angelegt und der komplette Bahnhof modernisiert. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im April 1945 wurde der Bahnhof vorübergehend stillgelegt. Am 8. Juni 1945 wurde der nun wiedereröffnet, jedoch für zwei Monate hielten nur mit Dampf betriebene Züge. Aber am 16. August wurde der elektrische Betrieb wieder aufgenommen. Ab dem 9. Januar 1984 verkehren die Züge nur noch auf dem äußeren Gleisen. Mit der Übernahme der S-Bahn in West-Berlin durch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wurde der Zugverkehr nach Lichterfelde eingestellt. Die anderen beiden Gleise wurden nicht mehr benötigt. Im Mai 1990 nahm man den Bahnsteig A außer Betrieb und die Züge fuhren nur noch auf dem Bahnsteig B. Bahnsteig A wurde abgerissen und komplett neu gebaut. Dieser ging am 29. Juni 1992 in Betrieb. Seitdem wurde der Bahnsteig B außer Betrieb genommen, genauso wie der andere abgerissen und neu errichtet. Am 3. August 1993 entstand ein neuer Südzugang zum Bahnsteig A. Der neugebaute Bahnsteig B ging schließlich am 6. Dezember 1993 in Betrieb. Seitdem ist der Bahnhof teilweise überdacht. Ein neuer Südzugang für den Bahnsteig B wurde ebenso im Januar 1995 gebaut.

Die Bahnsteige im Mai 2014
Dynamische Fahrzielanzeiger im Mai 2014

Anbindung[Bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten]

Linie Verlauf Takt
Berlin S2.svg Bernau – Bernau-Friedenstal – Zepernick – Röntgental – Buch – Karow – Blankenburg – Pankow-Heinersdorf – Pankow – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße – Südkreuz – Priesterweg – AttilastraßeMarienfelde – Buckower Chaussee – Schichauweg – Lichtenrade – Mahlow – Blankenfelde 10 min (Abschnitt Buch–Bernau & Lichtenrade–Blankenfelde: 20 min)
Berlin S25.svg Hennigsdorf – Heiligensee – Schulzendorf – Tegel – Eichborndamm – Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik – Alt-Reinickendorf – Schönholz – Wollankstraße – Bornholmer Straße – Gesundbrunnen – Humboldthain – Nordbahnhof – Oranienburger Straße – Friedrichstraße – Brandenburger Tor – Potsdamer Platz – Anhalter Bahnhof – Yorckstraße – Südkreuz – Priesterweg – Südende – Lankwitz – Lichterfelde Ost – Osdorfer Straße – Lichterfelde Süd – Teltow Stadt 10 min (Abschnitt Potsdamer Platz–Hennigsdorf: 20 min)

Busverkehr[Bearbeiten]

Der S-Bahnhof wird von den Linien S2 und S25 der Berliner S-Bahn bedient. Es bestehen Umsteigemöglichkeiten zu folgenden Buslinien der Berliner Verkehrsbetriebe:

Linie Verlauf
M76 S LichtenradeU Walther Schreiber Platz
X76 Lichtenrade, Nahariyastraße – U Walther Schreiber Platz
170 Baumschulenstraße/Fähre – S+U Rathaus Steglitz
246 S+U HermannstraßeU-Bahnhof Friedrich-Wilhelm-Platz

Literatur[Bearbeiten]

  •  Jürgen Meyer-Kronthaler, Wolfgang Kramer: Berlins S-Bahnhöfe. Ein dreiviertel Jahrhundert. Be.bra, Berlin 1998, ISBN 3-930863-25-1, S. 235-236.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Berlin Priesterweg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Architektur und Baugeschichte des S-Bahnhofs Priesterweg. www.baufachinformation.de, abgerufen am 29. November 2012.