Bahnhof Bingen (Rhein) Stadt

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Bingen (Rhein) Stadt
Bahnhof Bingen (Rhein) Stadt
Bahnhof Bingen (Rhein) Stadt
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bauform Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung FBGN[1]
IBNR 8000976
Eröffnung 1859
Lage
Stadt Bingen am Rhein
Land Rheinland-Pfalz
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 58′ 11,3″ N, 7° 54′ 19,1″ O49.9697937.905308Koordinaten: 49° 58′ 11,3″ N, 7° 54′ 19,1″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz
i7i12i13i15i16i16i18i20

Der Bahnhof Bingen (Rhein) Stadt ist nach dem Binger Hauptbahnhof der zweitgrößte Bahnhof in der rheinland-pfälzischen Stadt Bingen am Rhein. Der Bahnhof liegt an der linken Rheinstrecke von Koblenz nach Mainz. Des Weiteren ist der Stadtbahnhof Anfangs- bzw. Endpunkt der Rheinhessenbahn nach/aus Worms.

Geschichte[Bearbeiten]

Anbau mit Reiterstellwerk

Am 17. Oktober 1859 ging die Linke Rheinstrecke zwischen Mainz und Bingen im Güterverkehr in Betrieb. An dieser Strecke liegt auch der Bahnhof Bingen (Rhein) Stadt. Betrieben wurde diese Strecke von der Hessischen Ludwigsbahn. Der Stadtbahnhof war früher ein Grenzbahnhof an der preußisch/hessischen Grenze.

Um 1880 wurde das Empfangsgebäude eröffnet. An das Empfangsgebäude wurde durch den Architekten Hans Kleinschmidt ein gleisüberspannendes Reiterstellwerk angebaut. Dieses wurde im Jahr 1937 in Betrieb genommen.[2] Dieses Reiterstellwerk Bingen Stadt - Bnb sowie die drei Stellwerke Bingerbrück Ostturm - Bot, Bingerbrück Kreuzbach - Bkb und Bingerbrück Westturm - Bwt im benachbarten Binger Hauptbahnhof wurden am 3. Februar 1996 außer Betrieb genommen und durch das Zentralstellwerk Bf an der Eisenbahnbrücke in Bingen Hbf ersetzt.[3] Heute steht das Stellwerk Bingen Stadt - Bnb unter Denkmalschutz.[4]

Lage[Bearbeiten]

Der Stadtbahnhof liegt zwei Kilometer weiter östlich des Binger Hauptbahnhofs, direkt gegenüber dem historischen Hafenkran und zentral in der Stadt. Der Stadtbahnhof hat durch seinen angrenzenden Busbahnhof einen besseren Anschluss an den öffentlichen Busverkehr der Stadt als der Hauptbahnhof.

Gleise[Bearbeiten]

Der Stadtbahnhof von Bingen besitzt vier Gleise an drei Bahnsteigen. Vom Hausbahnsteig an Gleis 1 fahren die Züge der Linie MRB 32 zum Mainzer Hauptbahnhof über Gau Algesheim, Ingelheim, Heidesheim (Rheinhessen) und Budenheim. Durch eine Unterführung gelangt man zum Bahnsteig mit den Gleisen 2 und 3. Von Gleis 2 fahren die Züge in Richtung Bingen Hbf sowie weiter über Bacharach, Oberwesel, St. Goar und Boppard Hbf nach Koblenz Hbf. Gleis 3 dient nur als Ausweichgleis für Überholungen langsamerer Züge. Südlich an Gleis 1 schließt ein Stumpfgleis mit einem Extra-Bahnsteig an. Dieses Gleis trägt die Gleisnummer 44. Von Gleis 44 fahren die Züge der Rheinhessenbahn nach Worms Hbf über Gensingen-Horrweiler, Armsheim, Alzey und Monsheim.

Gleis 44 ist der einzige Bahnsteig, der vor kurzem barrierefrei ausgebaut wurde. Die anderen drei Bahnsteige sind nicht barrierefrei, genauso wie die Unterführung.

Betrieb[Bearbeiten]

Am Binger Stadtbahnhof halten ausschließlich Nahverkehrslinien. Hier hält die von trans regio betriebene MittelrheinBahn (MRB 32) sowie einzelne Regionalbahnen von Frankfurt nach Bingen in der Hauptverkehrszeit (RB 80). Am Stadtbahnhof beginnt die von der DB Regio AG betriebene Rheinhessenbahn (RB 35) nach Worms Hauptbahnhof.

Linie Linienname Zuglauf Takt
RB 80 Mittelrhein-Main-Bahn Bingen (Rhein) HbfBingen (Rhein) StadtIngelheimMainzFrankfurt (Main) Flughafen RegionalbfFrankfurt (Main) Hbf Einzelne Züge
MRB 32 Mittelrheinbahn KoblenzBoppardOberwesel – Bingen (Rhein) Hbf – Bingen (Rhein) Stadt – Ingelheim – Mainz Stündlich
RB 35 Rheinhessenbahn WormsMonsheimAlzeyArmsheimGau-BickelheimGensingen-HorrweilerBingen (Rhein) Stadt Stündlich

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Abkürzung
  2. www.krfrm.de Lokale Routen der Industriekultur Abgerufen am 28. Februar 2012 (Pdf; 782 kB)
  3. www.entlang-der-gleise.de: Stellwerke B Abgerufen am 19. April 2011
  4. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Kreis Mainz-Bingen (PDF; 1,9 MB). Koblenz 2009.