Bahnhof Bruxelles-Central/Brussel-Centraal

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Bahnhof Bruxelles-Central/Brussel-Centraal
IMG 6001 Brussel-Centraal B.JPG
Daten
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 6
Reisende wochentags 72.772
samstags 26.073
sonntags 22.274[1]
IBNR 8800003
Eröffnung 1952
Profil auf B-Rail.be Nr. 1000215
Architektonische Daten
Architekt Victor Horta, Maxime Brunfaut
Lage
Stadt Brüssel
Region Brüssel-Hauptstadt
Staat Belgien
Koordinaten 50° 50′ 44″ N, 4° 21′ 25″ O50.8455555555564.3569444444444Koordinaten: 50° 50′ 44″ N, 4° 21′ 25″ O
Liste der Bahnhöfe in Belgien
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Bruxelles-Central oder Brussel-Centraal ist der zentrale unterirdische Bahnhof von Brüssel. Mit täglich etwa 75.000 einsteigenden Fahrgästen ist er der meistfrequentierte Bahnhof in Belgien. Lediglich die Hochgeschwindigkeitszüge fahren durch und halten nur am Südbahnhof und am Nordbahnhof (nur ICE).

Lage[Bearbeiten]

Der Bahnhof liegt im Osten des Stadtzentrums an der hier unterirdischen Nord-Süd-Verbindungsbahn, die den Nordbahnhof und den Südbahnhof verbindet. Die sechsgleisige Bahnstrecke wird durch drei Inselbahnsteige erschlossen.

Das Bahnhofsgebäude befindet sich zwischen den Straßen Boulevard de l'Impératrice/Keizerinlaan, Rue de l'Infante Isabelle/Infante Isabellastraat, Kantersteen und Rue de la Putterie/Putterij. Da das Gelände Richtung Osten ansteigt, ist der Westeingang zur Bahnhofshalle ebenerdig, während man von der Ostseite kommend über eine Treppe nach unten steigen muss. Die Gleise befinden sich zwei Stockwerke unter der Bahnhofshalle. Man gelangt von der Bahnhofshalle über eine breite Treppe ins erste Untergeschoss, in dem kleine Geschäfte und Warteräume angeordnet sind. Von dort führen Treppen auf die 3 Bahnsteige.

Mit dem Bahnhof verbunden ist die Station Gare Centrale/Centraal Station der Metro Brüssel, die unter dem Marché au bois/Houtmarkt liegt und von den Linien 1 und 5 bedient wird.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1901 wurde beschlossen, den Nord- und den Südbahnhof zu verbinden. Die Arbeiten an der Bahnstrecke begannen 1911, wurden aber bald unterbrochen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Die Pläne des Bahnhofs stammen von Victor Horta, der jedoch 1947 verstarb. Beendet wurden die Bauarbeiten durch Maxime Brunfaut; die Eröffnung erfolgte am 4. Oktober 1952 durch König Baudouin I.

Der Bahnhof wurde zwischen 2005 und Anfang 2009 renoviert.

Am 12. April 2006 ereignete sich im Bahnhof der international Aufsehen erregende Mord an Joe van Holsbeeck.

Linien[Bearbeiten]

Die Züge nutzen das westliche (W, Gleise 1 und 2), mittlere (M, Gleise 3 und 4) oder das östliche (O, Gleise 5 und 6) Gleispaar der Nord-Süd-Verbindungsbahn. Stand: Jahresfahrplan 2013.

täglich

Linie Relation Takt Gleispaar
IC A Eupen – Lüttich – Brüssel – Ostende stündlich M
IC Den Haag HS – Rotterdam Centraal – Dordrecht – Roosendaal – Antwerpen-Centraal – Mechelen – Brüssel 8 x täglich, Fyra-Ersatzverkehr, verkehrt am Wochenende nur bis Antwerpen O
IC H Mouscron/Moeskroen – Tournai – Ath – Enghien/Edingen – Brüssel – Schaarbeek/Schaerbeek stündlich M
IC I Charleroi – Nivelles – Brüssel – Mechelen – Antwerpen stündlich O
IC J Brüssel – Namur – Luxemburg stündlich M
IR h Gent – Brüssel Flughafen stündlich M
IR n Brüssel – Mechelen – Antwerpen stündlich O
IR o Brüssel – Brüssel Flughafen – Löwen stündlich M (nach Löwen)
O (nach Brüssel)
CR Brüssel – Louvain-la-Neuve stündlich M
CR Löwen – Brüssel – Braine-le-Comte wochentags halbstündlich
am Wochenende stündlich
M
L Brüssel – Mechelen – Antwerpen stündlich O
Thalys, ICE, EC (Zürich – Luxemburg / Amsterdam / Frankfurt – Köln) – Brüssel – (Paris) kein Halt W
nach Luxemburg M

in der Woche

Linie Relation Takt Gleispaar
IC E Tongeren – Hasselt – Löwen – Brüssel – Gent – Knokke / Blankenberge stündlich M
IC F Quiévrain – St.-Ghislain – Mons – Brüssel – Löwen – Lüttich stündlich W
IC K Gent – Aalst – Brüssel – Löwen – Hasselt – Genk stündlich W (nach Genk)
M (nach Gent)
IC L Properinge – Kortrijk/Courtrai – Denderleeuw – Brüssel – Dendermonde – Sint-Niklaas stündlich W
IC M Brüssel – Namur – Dinant / Lüttich – Liers stündlich M
IC N Charleroi – Nivelles – Brüssel – Mechelen – Antwerpen – Essen stündlich O
IC O Brüssel – Lüttich – Visé stündlich W (nach Visé)
M (nach Brüssel)
IC R Brüssel – Mechelen – Turnhout stündlich O
IR b Antwerpen – Mechelen – Brüssel – Nivelles stündlich O
IR d Antwerpen – Brüssel – Enghien/Edingen – Ath – Geraadsbergen / Tournai – Kortrijk/Courtrai stündlich O
IR i De Panne – Gent – Brüssel – Brüssel Flughafen – Löwen – Landen stündlich M
IR j Quévy – Mons – Halle – Brüssel – Brüssel Flughafen stündlich O
IR l Binche – La Louvière – Brüssel – Ottignies – Louvain-la-Neuve stündlich M
CR Aalst – Brüssel – Zottegem stündlich W
CR Dendermonde – Brüssel – Geraadsbergen stündlich W
CR Dendermonde – Brüssel (Nord-Süd-Verbindungsbahn) – Brüssel-West – Dendermonde
(morgens, nachmittags in die andere Richtung)
stündlich W
P Hauptverkehrszeitsverstärker auf allen wichtigen Strecken unregelmäßig

am Wochenende

Linie Relation Takt Gleispaar
IC E Genk – Hasselt / Lüttich – Landen – Löwen – Brüssel – Gent – Knokke / Blankenberge stündlich M
IC L Properinge – Kortrijk/Courtrai – Zottegem – Denderleeuw – Brüssel – Dendermonde – Lokeren stündlich W
IC M Brüssel – Namur – Dinant stündlich M
IR i De Panne – Gent – Brüssel stündlich W
IR j Quévy – Mons – Halle – Brüssel – Brüssel Flughafen stündlich M
IR l Binche – La Louvère – Brüssel stündlich M
L Alst – Brüssel stündlich W
L Dendermonde – Brüssel alle zwei Stunden W
L Nivelles – Brüssel stündlich O

Galerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anzahl der einsteigenden Fahrgäste 2009: Reizigerstellingen 2009, TreinTramBus.be

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Bruxelles-Central/Brussel-Centraal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien