Bahnhof Essen-Borbeck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Essen-Borbeck
Empfangsgebäude unter Denkmalschutz
Empfangsgebäude unter Denkmalschutz
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung EEBB
IBNR 8001902
Eröffnung 1. Juli 1879
Architektonische Daten
Architekt Werner
Lage
Stadt Essen
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 28′ 22,2″ N, 6° 56′ 56,8″ O51.4728476.949113Koordinaten: 51° 28′ 22,2″ N, 6° 56′ 56,8″ O
Höhe über SO 64 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen

i7i12i13i15i15i16i18i20

Der Bahnhof Essen-Borbeck ist ein Nahverkehrshalt im Essener Stadtteil Borbeck.

Geschichte[Bearbeiten]

Zur Zeit der Industrialisierung im Ruhrgebiet ging am 1. Dezember 1872 ein Teilstück der von der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft betriebenen Bahnstrecke Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord zwischen Heißen und Frintrop zunächst für den Güterverkehr in Betrieb. Borbeck war mit den hier vorhandenen Steinkohlevorkommen Industriestandort. Die Betriebsaufnahme für den Personenverkehr folgte am 1. Juli 1879 zwischen Heißen und Osterfeld Nord.

Am 25. März 1912 ging die Verbindungsstrecke zum damaligen Bahnhof Essen-Altendorf an der Bahnstrecke Osterath–Dortmund Süd für den Güterverkehr in Betrieb. Personenverkehr fand hier zwischen Juni 1925 und Mai 1950 statt. Diese Verbindung wurde noch 1980 für den Güterverkehr elektrifiziert, jedoch im August 1984 stillgelegt und der Abzweig im folgenden Jahr abgebaut.

Das Empfangsgebäude des Borbecker Bahnhofes aus dem Jahr 1911 steht seit 1990 unter Denkmalschutz[1]

Der mit dem Namen Borbeck eröffnete Bahnhof ist 1922 in Essen-Borbeck umbenannt worden, nachdem Borbeck zuvor 1915 zur Stadt Essen eingemeindet worden war.

2007 ist das im Februar 1974 in Betrieb gegangene Stellwerk (Ebo) außer Betrieb genommen worden, wobei die bisherigen Ein- und Ausfahrsignale durch Selbstblocksignale ersetzt wurden. In diesem Zuge hat die Deutsche Bahn am 14. Oktober 2007 den Bahnhof nach Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung in einen Haltepunkt umgewidmet.

Die Empfangshalle im Jugendstil erhielt 2001 ein fünf Meter breites Ölgemälde von Adolf Lohmann (*1928) mit Borbecker Motiven. 2013 wurde die gesamte Halle restauriert.

Heutige Situation[Bearbeiten]

Empfangshalle mit Gemälde von Adolf Lohmann

Der Bahnhof wird im Schienenpersonennahverkehr von der S-Bahn-Linie S9 (Kursbuchstrecke 450.9) und dem Regionalexpress RE14 der NordWestBahn (Kursbuchstrecke 423) bedient. Er liegt an der Bahnstrecke Mülheim-Heißen–Oberhausen-Osterfeld Nord.

Im Betriebsstellenverzeichnis der Deutschen Bahn hat der Bahnhof das Kürzel EEBB und wird in der Bahnhofskategorie 4 als Nahverkehrssystemhalt geführt.

Aus dem östlich der Gleisanlagen gelegenen, heute in Privatbesitz befindlichen Empfangsgebäude führt eine Unterführung zu den Gleisen und westlich aus dem Bahnhof heraus. Die einstige Verbindungsstrecke zum ehemaligen Bahnhof Essen-Altendorf ist seit September 2013 zum Fuß- und Radweg umgestaltet.

Der Bahnhof hat heute einen Mittelbahnsteig mit den Gleisen 1 (Richtung Süden) und 2 (Richtung Norden). Der ehemals vorhandene Hausbahnsteig ist gleislos und stillgelegt.

Auf dem Bahnhofsvorplatz liegt der Busbahnhof Essen-Borbeck Bf.. Dort verkehren die Straßenbahnlinie 103 nach Essen-Dellwig und Essen-Steele, sowie die Buslinien 140, 143, 160, 170, 185 und 186 innerhalb Richtungen Essens, wobei die Linien 143 und 185 Oberhausen und die Buslinie 186 Bottrop mit Essen verbindet.

Linienverlauf[Bearbeiten]

Linie Linienverlauf Takt
S 9 Wuppertal – Wuppertal-Vohwinkel – Velbert-Langenberg – Essen-Steele – Essen – Essen-Borbeck – Bottrop – Gladbeck West – Haltern am See 20 min
RE 14 Borken (Westf) Dorsten – Bottrop – Essen-Borbeck – Essen 60 min

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Essen-Borbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

NRWbahnarchiv von André Joost:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auszug aus der Denkmalliste der Stadt Essen (PDF; 710 kB); abgerufen am 24. Oktober 2013