Bahnhof Frankfurt-Eschersheim

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Frankfurt-Eschersheim
Frankfurt-Eschersheim Bahnhof.JPG
Blick von der Maybachbrücke auf den Bahnhof Eschersheim
Daten
Kategorie 5
Betriebsart Haltepunkt
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung FFES
IBNR 8002045
Eröffnung 1850
Webadresse www.bahnhof.de
Lage
Stadt Frankfurt am Main
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 9′ 29,6″ N, 8° 39′ 18,1″ O50.1582119444448.6550161111111Koordinaten: 50° 9′ 29,6″ N, 8° 39′ 18,1″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen

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Der Bahnhof Frankfurt-Eschersheim ist ein Haltepunkt an der Main-Weser-Bahn und dient dem gleichnamigen Frankfurter Stadtteil Eschersheim.

Empfangsgebäude[Bearbeiten]

Das Empfangsgebäude von 1877 / 1913 war ursprünglich in neoklassizistischem Stil errichtet. Bauliche Besonderheit ist seine extreme Hanglage: Die Straßenseite liegt zwei Stockwerkshöhen über der Bahnsteigebene. Dienstleistungen für den Fahrgast werden im Empfangsgebäude heute nicht mehr angeboten. Die Anlage macht einen verwahrlosten Eindruck, da die Deutsche Bahn seit Jahren unter Verweis auf den geplanten Streckenausbau jeglichen Unterhalt unterlässt.

Der ursprüngliche Zustand des Empfangsgebäudes wurde seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts baulich stark verändert, so dass es nicht als Kulturdenkmal nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz eingestuft ist, wie zahlreiche ältere Bahnhofsgebäude weiter nördlich an der Main-Weser-Bahn. Seitens der Gegner eines viergleisigen Ausbaus der Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt West und (zunächst) Bad Vilbel wurde nun angeregt, das Empfangsgebäude gleichwohl unter Denkmalschutz zu stellen[1], um es mit dem so geschaffenen Status als Kulturdenkmal unmöglich zu machen, zwei weitere Gleise zu verlegen.[2]

Betrieb[Bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten]

Der Bahnhof wird heute ausschließlich durch die S-Bahn-Linie S6 der S-Bahn Rhein-Main bedient. Die Fußgängerüberführung, die durch das Empfangsgebäude zur Straße führt und die beiden außen gelegenen Bahnsteige miteinander verbindet, wurde im Herbst 2008 wegen Baufälligkeit geschlossen; der letzte Anstrich war im Jahr 1965. Die Treppe von dieser Überführung zum Bahnsteig Richtung Friedberg wurde bereits mehrere Jahre zuvor gesperrt und durch eine schlichte kurze Treppe am Hang zur Thielenstraße weiter nordwärts ersetzt. Am Nordende, im Verlauf der Eschersheimer Landstraße gibt es eine Fußgängerbrücke über die Gleise. Dort gibt es auch ebenerdige Zugänge zu den Bahnsteigen, die bei dem geplanten Ausbau der Bahnstrecke auf vier Gleise entfallen sollen. Es soll dann nur noch einen Mittelbahnsteig mit Zugang von der Maybachbrücke aus mit Treppen an beiden Straßenseiten der Brücke und nur einem Aufzug auf der Nordostseite (d.h. in Fahrtrichtung Heddernheim) geben.

S-Bahn Rhein-Main
Vorherige Station Linie Nächste Station
Frankfurter Berg
← Friedberg (Hessen)
S6 Frankfurt West
Südbahnhof →

ÖPNV[Bearbeiten]

Der Bahnhof Eschersheim bildet zusammen mit der in unmittelbarer Nähe gelegenen U-Bahn-Station Weißer Stein einen Verknüpfungspunkt im Frankfurter ÖPNV. Weißer Stein liegt an der A-Strecke und wird von den U-Bahn-Linien U1, U2, U3 und U8 angefahren.

Websites[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Frankfurt (Main) Eschersheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frankfurter Rundschau v. 30. Dezember 2008, S. F11.
  2. Dem liegen mehrere Missverständnisse zugrunde: Nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz ist es nicht möglich, ein Kulturdenkmal durch Verwaltungsakt zu schaffen. Vielmehr gilt hier das ipso-jure-Prinzip: Ein Objekt, das die in § 2 Hessisches Denkmalschutzgesetz gelisteten Kriterien erfüllt, ist ein Kulturdenkmal – liegen die Kriterien nicht vor, ist es keins. Auch ein Kulturdenkmal verhindere den viergleisigen Ausbau nicht unbedingt: Besteht ein Kulturdenkmal, so wird in dem eisenbahnrechtlichen Planfeststellungsverfahren, das einem solchen Ausbau der Strecke vorangeht, das öffentliche Interesse am Erhalt des Kulturdenkmals gegen andere öffentliche und private Interessen abgewogen. Werden diese anderen Interessen (etwa das öffentliche Interesse an einem verbesserten Nahverkehr) höher eingestuft als das denkmalpflegerische Interesse am Erhalt, würde das Empfangsgebäude (auch als Kulturdenkmal) zum Abriss freigegeben. Andererseits ist unter der Maybachbrücke genügend Platz für vier Gleise, und das Bahnhofsgebäude ragt nicht darüber hinaus, so daß ein Abriss für den Ausbau auf vier Gleise nicht erforderlich ist.