Bahnhof Frankfurt-Mainkur

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Frankfurt-Mainkur
Bahnhof Frankfurt-Mainkur Haus 0520.JPG
Empfangsgebäude
Fahrkarten nur noch am RMV-Automaten
Daten
Kategorie 5
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung FFMK
IBNR 8002048
Eröffnung 10. November 1848
Lage
Stadt Frankfurt am Main
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 8′ 3″ N, 8° 46′ 2″ O50.1341666666678.7672222222222Koordinaten: 50° 8′ 3″ N, 8° 46′ 2″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen

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Der Bahnhof Frankfurt-Mainkur liegt an der Bahnstrecke Frankfurt–Hanau zwischen dem Frankfurter Ostbahnhof und dem Hanauer Hauptbahnhof im Frankfurter Stadtteil Fechenheim.

Blick auf den Bahnhof von der weiter östlich liegenden Omegabrücke über B 40, Bahnanlagen und Kilianstädter Straße
Die Bahnsteige mit ausfahrendem Regional-Express nach Würzburg Hbf
Noch begrüßt eine grüne Idylle die Reisende auf dem Weg zum Bahnsteig. Im Hintergrund: Stellwerk und Straßenbrücke

Lage[Bearbeiten]

Der Bahnhof liegt am nördlichen Rand des historischen Fechenheim, an der Straße An der Mainkur, wo die Hanauer Landstraße auf eine Verkehrsinsel zuführt, die als Kreisverkehr ausgebaut ist und auf der sich sowohl das Gebäude der Mainkurstuben als auch eine Haltestelle der Frankfurter Straßenbahn befindet. Dieses Ensemble wird als "Mainkur" bezeichnet. Dort beginnt die nach Norden führende Vilbeler Landstraße, die unmittelbar westlich vom Bahnhof von den Bahngleisen überquert und unterbrochen wird. Eine Unterführung ermöglicht es jedoch, zu Fuß und mit dem Fahrrad die Eisenbahnstrecke zu unterqueren.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bahnhof mit dem ursprünglichen Empfangsgebäude wurde beim Bau der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn 1847 angelegt. Bis zum Ende des Deutschen Krieges von 1866, der mit der Annexion von Kurhessen und der Freien Stadt Frankfurt durch Preußen endete, war der Bahnhof kurhessischer Grenzbahnhof an der Staatsgrenze zwischen den beiden Staaten mit Zollabfertigung. Zwischen 1913 und 1918 entstanden das jetzige Empfangsgebäude und die Güterhalle.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Der Bahnhof Frankfurt-Mainkur gehört der DB Station & Service AG und wird in deren Stationsmanagement geführt. Das Empfangsgebäude ist seit Jahren geschlossen. Die Schalterhalle wird von der Gaststätte L’Étoile für Kunstausstellungen genutzt. Fahrkarten gibt es nur noch am RMV-Automaten.

Der Bahnhof hat drei Gleise an zwei Bahnsteigen, die durch eine Unterführung miteinander verbunden sind. In Frankfurt-Mainkur halten Regionalbahnen und weniger häufig auch Regional-Expresse der RMV-Linie 55 von Frankfurt Hbf über Frankfurt Süd und Frankfurt Ost nach Hanau Hbf, Aschaffenburg Hbf und Würzburg Hbf.

Zukunft[Bearbeiten]

Im Zuge der umfangreichen Bahnhofsmodernisierungen der Deutschen Bahn (unterstützt durch das Konjunkturprogramm) soll auch der Bahnhof Frankfurt-Mainkur komplett erneuert und ausgebaut werden.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Südlich des Bahnhofs befinden sich die Straßenbahn- und Bushaltestelle Mainkur Bahnhof am Mainkur-Kreisel im Zuge der Hanauer Landstraße, nördlich des Bahnhofs die Bushaltestellen Birsteiner Straße, Meerholzer Straße und Fuldaer Straße, erreichbar durch die Fußgängerunterführung im Zuge der Vilbeler Landstraße.

Die Haltestelle Mainkur Bahnhof wird von der Straßenbahnlinie 11 und den Bussen der Linien F-41, 44 (traffiQ), 551, 560 (Regionalverkehr) und n64 (Nachtbus) bedient. Nördlich der Eisenbahngleise liegt die Bushaltestelle Birsteiner Straße, welche ebenfalls von den Buslinien F-41, 44 und 551 sowie von den Linien MKK-23, MKK-25 und MKK-28 der SVM angefahren wird.

Auf allen Linien gelten wie in den Bahnhof Mainkur bedienenden Eisenbahnlinien die Fahrscheine des RMV.

Vor und neben dem Empfangsgebäude befinden sich mehrere Parkplätze.

Linien
Frankfurt Ost Regional RB/RE 55
Frankfurt–Maintal–Hanau
Maintal West
Cassellastraße Straßenbahn 11
Frankfurter Straßenbahn
Alt-Fechenheim

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Eisenbahn in Hessen. Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Theiss Verlag Stuttgart, 2005, 3 Bände im Schuber, 1.448 S., ISBN 3-8062-1917-6, Bd. 2.1, (Strecke 007), S. 126.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eisenbahn in Hessen, S. 126.