Bahnhof Hürth-Kalscheuren

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Hürth-Kalscheuren
Huerth-Kalscheuren-DB-Bahnhof-002.JPG
Daten
Kategorie 4[1]
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bauform Inselbahnhof
Bahnsteiggleise 5
Abkürzung KKAS
IBNR 8003160
Lage
Gemeinde Hürth
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 52′ 33″ N, 6° 54′ 36″ O50.8758333333336.91Koordinaten: 50° 52′ 33″ N, 6° 54′ 36″ O
Höhe über SO 60 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen
i7i12i13i15i15i16i17i20

Der Bahnhof Hürth-Kalscheuren ist ein Bahnhof in der Stadt Hürth im Rhein-Erft-Kreis. Er liegt als Inselbahnhof an der Trennung der Eifelstrecke von der Linken Rheinstrecke. Der Bahnhof wurde 1991/92 auf Betreiben der Stadt Hürth, für damals 14.000 D-Mark von Kalscheuren in Hürth-Kalscheuren umbenannt.

Lage[Bearbeiten]

Bahnsteige der linken Rheinstrecke, Köln in Blickrichtung

Der Bahnhof Hürth-Kalscheuren liegt am östlichen Rand der Stadt Hürth im Stadtteil Kalscheuren in unmittelbarer Nähe der ortsansässigen TV-Studios an der Grenze zu Köln.

Nördlich ans Gleisfeld des Bahnhofs schließt sich der Contertainerterminal des Güterbahnhofs Köln Eifeltor an.

Der Bahnhof Hürth-Kalscheuren ist mit der Stadtbuslinie 714 des Stadtverkehr Hürth direkt an das Zentrum Hürths und die Vorgebirgsbahn angeschlossen.

Aufbau[Bearbeiten]

Der Bahnhof Hürth-Kalscheuren ist ein Trennungsbahnhof in Inselform. Das Empfangsgebäude liegt zwischen den Gleisen 1, an dem ein Hausbahnsteig besteht, und Gleis 51, zwischen beiden Gleisen bestehen Weichenverbindungen nördlich und südlich des Empfangsgebäudes. Neben dem Hausbahnsteig gibt es zwei Inselbahnsteige, diese liegen an den Gleisen 53 und 51 beziehungsweise 2 und 3.

Die Gleise 1 und 2 gehören zur Linken Rheinstrecke Köln–Bonn–Koblenz, die Gleise 3 und 4 (letzteres ohne Bahnsteiganschluss) zur Güterstrecke nach Ehrenfeld bzw. Nippes Gbf. Die Gleise 51 und 53 sowie weitere Gleise ohne Bahnsteig stellen den Anfang der Eifelstrecke Köln–Gerolstein–Kall dar.

Linien (2013)[Bearbeiten]

Die Linien RB 24, betrieben durch die DB Regio NRW auf der Eifelstrecke, und MRB 26, betrieben durch die trans regio Deutsche Regionalbahn GmbH auf der Linken Rheinstrecke, verkehren tagsüber je Stunde und Richtung einmal. Fernverkehrs- sowie Regionalexpress-Züge passieren den Bahnhof Hürth-Kalscheuren ohne Halt, ebenso wie die Züge der Linie RB 48 zwischen Wuppertal und Bonn-Mehlem, die ansonsten jeden Haltepunkt entlang ihrer Strecke bedienen.

Linie Linienname Zuglauf
RB 24 Eifel-Bahn Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Hürth-Kalscheuren – Euskirchen – Kall
MRB 26 MittelrheinBahn Köln Messe/Deutz – Köln Hbf – Hürth-Kalscheuren – Bonn – Koblenz (weiter als MRB 32 Koblenz – Bingen – Mainz)

Durch eine Neuausschreibung der Line RB 48 wird diese ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2015 auch in Hürth-Kalscheuren halten. Zudem wird sie in der Hauptverkehrszeit in jede Richtung zweimal stündlich verkehren.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Linke Rheinstrecke verlief in einiger Entfernung zu den Orten der damaligen Bürgermeisterei Hürth. Ein Bahnhof war deshalb von Seiten der Bahn nicht vorgesehen. Erst 1859 wurde auf Betreiben der Bürgermeisterei ein Bahnhof gebaut. Er lag auf der Hermülheimer Seite der Strecke, in unmittelbarer Nähe zum Hof Kalscheuren, auf dem mit Nebengebäuden auch noch 1887 nur 52 Einwohner wohnten.[3] Das Gebäude bestand aus zwei parallel zueinander und quer zum Gleis stehenden zweieinhalbgeschossigen und dreifenstrigen Gebäuden, zwischen denen an die Gebäude anschließend ein zwei Fenster breiter und zweigeschossiger in der Front eingezogener Mittelbau stand, der zum Bahnsteig mit einem auf Ständern gestütztem Vordach abschloss. Mit dem Bau der Eifelstrecke, die unmittelbar vor dem Bahnhof abzweigte, geriet der Bahnhof "in Insellage". Das Gebäude war aber direkt von der unmittelbar am Bahnhof die Gleise querenden Rodenkirchener Straße aus zugänglich. Das Gebäude wurde 1961 abgerissen. Die entfernteren Gleise mussten über Überwege erreicht werden.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bahnhofskategorieliste 2013. S. 41, abgerufen am 9. März 2013 (PDF, 0,27 MB).
  2. Barbara A. Cepielik: Alle 30 Minuten nach Bonn. In: ksta.de. 13. Februar 2013, abgerufen am 9. März 2013.
  3. Clemens Klug: Hürth – wie es war, wie es wurde, Steimel Verlag, Köln o.J. (1962), S. 162
  4. Bilder von 1914 und 1919 in Herbert Sinz, Heinrich Schnitzler: Hürth in alten Bildern, Ein Familienalbum der Stadt Gronenberg Verlag, Gummersbach 1980, S. 53

Weblinks[Bearbeiten]

NRWbahnarchiv von André Joost: