Bahnhof München-Feldmoching

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Feldmoching
Bahnhof München-Feldmoching
Bahnhof München-Feldmoching
Daten
Kategorie 5
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung MFE
IBNR 8004147
Eröffnung 1867
Webadresse Stationssteckbrief der BEG
Lage
Gemeinde München
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 12′ 48,7″ N, 11° 32′ 29,5″ O48.21352511.541516666667Koordinaten: 48° 12′ 48,7″ N, 11° 32′ 29,5″ O
Höhe über SO 496 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Bayern

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Der Bahnhof Feldmoching ist ein Bahnhof im Münchner Stadtteil Feldmoching im Stadtbezirk 24 Feldmoching-Hasenbergl.

Oberirdischer Bahnhof[Bearbeiten]

Der Bahnhof Feldmoching liegt an der Bahnstrecke München–Regensburg. Von dieser zweigt im Bahnhof eine eingleisige Verbindungsstrecke zum Münchner Nordring und damit zum Rangierbahnhof München Nord ab. Diese führt geradewegs nach Süden, während die Hauptstrecke nach Südwesten verläuft.

Am 3. November 1858 eröffnete die Königlich privilegirte Actiengesellschaft der bayerischen Ostbahnen die Bahnstrecke München–Landshut, die ein Jahr später bis Regensburg verlängert wurde. Der Bahnhof an der damals noch selbstständigen Gemeinde Feldmoching wurde erst 1867 eröffnet.[1] Am 3. November 1891 wurde die Gleisanlagen mit dem zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnittes von Feldmoching nach Lohhof ausgebaut. Nachdem am 28. September 1892 die Trasse südlich von Moosach verlegt wurde, war auch der Abschnitt vom Münchner Hauptbahnhof zweigleisig befahrbar. Am 28. September 1925 wurde der Bahnhof Feldmoching mit dem Streckenabschnitt von München nach Freising elektrifiziert. Bis zum 10. Mai 1927 war die gesamte Strecke bis Regensburg mit Elektrolokomotiven befahrbar.[2] Mit der Eingemeindung Feldmochings in München im Jahr 1938, wurde der Bahnhof Feldmoching am 1. Oktober 1938 in Bahnhof München-Feldmoching umbenannt.[3] 1944 wurde der Bahnhof von täglich 32 Nahverkehrszügen von München nach Freising, Landshut und Regensburg bedient.[4] Bis 1972 wurden die Bahnhofsanlagen umgebaut und auf den kommenden S-Bahn-Betrieb vorbereitet, dabei wurden unter anderem die Bahnsteige auf eine Höhe 76 Zentimetern gebracht. Seit 1972 wird der Betrieb über ein Spurplandrucktastenstellwerk von Siemens gesteuert, das auch den Bahnhof in Oberschleißheim ferngesteuert.[5] Seitdem wird der Bahnhof im 20-Minutentakt von der S-Bahn-Linie 1 bedient, es halten nur noch einzelne Nahverkehrszüge im Bahnhof.

Am Bahnhof Feldmoching gibt es drei Bahnsteiggleise. Am Gleis 1 halten die Züge der Linie S1 der Münchner S-Bahn und einige Regionalbahnen in Richtung München. Auf Gleis 3 halten die Züge der S1 in Richtung Freising/Flughafen und die Regionalbahnen in Richtung Freising und darüber hinaus. Die Bahnsteige sind alle 210 Meter lang und 96 cm hoch.[6] Regionalexpresse und Alex passieren den Bahnhof ohne Halt. Gleis 2 dient Zugüberholungen und als Wartegleis für Güterzüge, die Richtung Rangierbahnhof abzweigen und dafür das stadtauswärts führende Gleis 3 kreuzen müssen. Östlich der Bahnsteiggleise liegen daneben noch 4 Gleise, die zum Abstellen von Güterzügen verwendet werden.

U-Bahnhof[Bearbeiten]

U-Bahnhof Feldmoching

In West-Ost-Richtung unter den Bahnhofsanlagen liegt der Endbahnhof der Linie U2 der Münchner U-Bahn. Der Bahnhof hat zwei Bahnsteiggleise an einem Mittelbahnsteig und eine dahinterliegende zweigleisige Wendeanlage. Der Bahnhof wurde am 26. Oktober 1996 eröffnet. Seit Ende 2009 ist ein direkter Zugang zu beiden Bahnsteigen der S-Bahn möglich. Zuvor musste man, um die S-Bahnen Richtung Innenstadt zu erreichen, den U-Bahnhof am Westende verlassen und damit einige Meter Umweg in Kauf nehmen.

Verkehr[Bearbeiten]

Linie Verlauf Takt
RB München Hbf – München-Feldmoching – Freising – Langenbach (Oberbay) – Landshut einzelne Züge
S1 Freising – Pulling / Flughafen München – Flughafen Besucherpark – Neufahrn – Eching – Lohhof – Unterschleißheim – Oberschleißheim – Feldmoching – Fasanerie – Moosach – Laim – Hirschgarten – Donnersbergerbrücke – Hackerbrücke – Hauptbahnhof – Karlsplatz (Stachus) – Marienplatz – Isartor – Rosenheimer Platz – Ostbahnhof 20 min
U2 Feldmoching – Hasenbergl – Dülferstraße – Harthof – Am Hart – Frankfurter Ring – Milbertshofen – Scheidplatz – Hohenzollernplatz – Josephsplatz – Theresienstraße – Königsplatz – Hauptbahnhof – Sendlinger Tor – Fraunhoferstraße – Kolumbusplatz – Silberhornstraße – Untersbergstraße – Giesing – Karl-Preis-Platz – Innsbrucker Ring – Josephsburg – Kreillerstraße – Trudering – Moosfeld – Messestadt West – Messestadt Ost 10 Min / HVZ Früh (Schule) 5 Min

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Feldmoching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus-Dieter Korhammer, Armin Franzke, Ernst Rudolph: Drehscheibe des Südens – Verkehrsknoten München. Hestra-Verlag, Darmstadt 1991, ISBN 3-7771-0236-9.
  2. Siegfried Bufe: Hauptbahn München–Regensburg. Bufe Fachbuchverlag, Egglham 1997, ISBN 3-922138-61-6.
  3. Umbenennung des Bahnhofes auf bahnstastik.de
  4. Kursbuch von 1944
  5. Verzeichnis der deutschen Stellwerke auf stellwerke.de
  6. Bahnsteiginformationen zum Bahnhof München-Feldmoching auf deutschebahn.com