Bahnhof Mainz-Bischofsheim

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Mainz-Bischofsheim
Empfangsgebäude des BahnhofsMainz-Bischofsheim
Empfangsgebäude des Bahnhofs
Mainz-Bischofsheim
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 4
Abkürzung FMB
IBNR 8000241
Eröffnung 1904
Webadresse bahnhof.de
Architektonische Daten
Baustil Jugendstil
Lage
Ort Bischofsheim (Mainspitze)
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 59′ 25,1″ N, 8° 21′ 45,3″ O49.9903088.362575Koordinaten: 49° 59′ 25,1″ N, 8° 21′ 45,3″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen
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Der Bahnhof Mainz-Bischofsheim ist der Bahnhof der hessischen Gemeinde Bischofsheim. Da Bischofsheim zwischen den Weltkriegen ein Stadtteil von Mainz war und der Bahnhof danach nicht rückbenannt wurde, hat sich der Zusatz „Mainz-“ erhalten.

Geschichte[Bearbeiten]

Bahnhofspersonal in Bischofsheim mit der Rangierlokomotive "Landskron"; Aufnahme von 1867

Im Zuge der Baumaßnahmen zur Entlastung des Mainzer Hauptbahnhofs zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der damalige Mainzer Vorort Bischofsheim neben Wiesbaden und Mainz zum dritten Knotenpunkt der Mainzer Umgehungsbahn. Nach der Errichtung der Mainbrücke bei Hochheim traf hier der kurz hinter Mainz-Kastel abzweigende Ast der Taunusbahn auf die Hessische Ludwigsbahn, die Verbindung zwischen Mainz, Darmstadt und Aschaffenburg. Weiter zweigt hier die Mainbahn nach Frankfurt am Main von der Ludwigsbahn ab.

Die betreibende Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschaft baute Bischofsheim zu einem überregional bedeutsamen Knotenpunkt aus. In der Folge wurden Güter- und Personenverkehr räumlich voneinander getrennt. Das alte Empfangsgebäude am Wasserturm, beides Kulturdenkmäler nach dem Hessischen Denkmalschutzgesetz,[1] wurde nun für den Güterumschlag genutzt, für Fahrgäste wurde 1904 einige hundert Meter weiter nordwestlich ein neues Empfangsgebäude errichtet.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Bahnsteige des Bahnhofs Mainz-Bischofsheim

Das neue Empfangsgebäude wurde in Hanglage als massiver zweigeschossiger Bau im zeitgenössischen Jugendstil errichtet. Die gemauerten Geschosse sind verputzt, die Zwerchgiebel des Querbaues sind in Fachwerk ausgeführt. Der Zugang zum Bahnhof liegt im Obergeschoss. Von dort aus sind die Bahnsteige über einen Steg erreichbar.

Nach zahlreichen baulichen Änderungen wurde das Gebäude 2002/03, am historischen Original orientiert, zurückgebaut und modernisiert.

Der Rangierbahnhof Mainz-Bischofsheim ist heute einer der bedeutendsten Bahnhöfe für die Bildung von Güterzügen im Rhein-Main-Gebiet.

Verkehr[Bearbeiten]

Linie Strecke Taktfrequenz
S8Frankfurt S8.svg WiesbadenMainz HbfMainz-BischofsheimRüsselsheimFrankfurt Flughafen RegiobfFrankfurt Hbf (tief)Offenbach (Main) Ost (– Hanau Hbf) Halbstundentakt
S9Frankfurt S9.svg Wiesbaden – Mainz-KastelMainz-Bischofsheim – Rüsselsheim – Frankfurt Flughafen Regiobf – Frankfurt Hbf (tief) – Offenbach (Main) Ost – Hanau Hbf Halbstundentakt
RB 75 Wiesbaden – Mainz Hbf – Mainz-BischofsheimGroß GerauDarmstadtDieburgBabenhausen (Hess)Aschaffenburg (Halb-) Stundentakt
RE 80 KoblenzBoppardBingen (Rhein) – Mainz Hbf – Mainz-Bischofsheim – Rüsselsheim – Frankfurt Flughafen Regiobf – Frankfurt (Main) Hbf Zweistundentakt

Bei Bauarbeiten wird der Bahnhof auch von Intercity-Zügen als Ersatzhalt für Mainz Hauptbahnhof angefahren.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinz Schomann: Eisenbahn in Hessen. Kulturdenkmäler in Hessen. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Theiss Verlag Stuttgart, 2005, 3 Bände im Schuber, 1.448 S., ISBN 3-8062-1917-6, Bd. 2.1, S. 236f.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Mainz-Bischofsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Lage der Bahnanlage, mit einzelnen zulässigen Geschwindigkeiten und Signalen auf der OpenRailwayMap
  • Bilder zur Geschichte des Bahnhofs Mainz-Bischofsheim

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schomann, S. 236.