Bahnhof Mannheim-Friedrichsfeld

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Mannheim-Friedrichsfeld
Empfangsgebäude
Empfangsgebäude
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 5 (zuvor 7)
Abkürzung RMF
IBNR 8000631
Eröffnung 1. August 1846
Lage
Ort Edingen-Neckarhausen
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 26′ 55,3″ N, 8° 34′ 49,4″ O49.44878.5804Koordinaten: 49° 26′ 55,3″ N, 8° 34′ 49,4″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg
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Der Bahnhof Mannheim-Friedrichsfeld ist ein Trennungsbahnhof im Mannheimer Stadtteil Friedrichsfeld, auf der Gemarkungsgrenze zur baden-württembergischen Gemeinde Edingen-Neckarhausen. Sämtliche Gleisanlagen liegen auf Mannheimer Gemarkung, lediglich das Bahnhofgebäude befindet sich auf dem Gebiet des Edingen-Neckarhausener Ortsteils Neu-Edingen. Der Bahnhof der Kategorie 4 besitzt fünf Bahnsteiggleise und wird ausschließlich von Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn AG (DB) bedient.

Die Verkehrsstation soll zwischen Juni 2014 und Dezember 2015 für 2,9 Millionen Euro umgebaut werden.[1][2] Die Station soll anschließend in die S-Bahn RheinNeckar eingebunden und in Neu-Edingen/Friedrichsfeld umbenannt werden.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1838 wurde die Main-Neckar-Eisenbahn geplant, die Frankfurt am Main mit Mannheim und Heidelberg verbindet. Gemeinsam mit dem Streckenabschnitt BensheimHeidelberg und dem Abzweig nach Mannheim und damit der Gesamtstrecke der Main-Neckar-Bahn wurde am 1. August 1846 in Friedrichsfeld, um beide Städte gleich zu behandeln, der Anschlussbahnhof zwischen Main-Neckar-Bahn und Badischer Staatsbahn errichtet. Später teilte man in Friedrichsfeld nach dem Motto „Heidelberg vonne, Mannem hinne“ die Züge und fuhr weiter zu den Zielbahnhöfen.

Am 1. Juni 1880 wurde die Strecke von Mannheim-Friedrichsfeld nach Schwetzingen in Betrieb genommen, die fast ausschließlich dem Güterverkehr dient. Vorher wurde der Bahnhof 1879/80 erheblich umgebaut. 1896 erhielt der Friedrichsfelder Bahnhof elektrische Beleuchtung.

Gleisanlagen[Bearbeiten]

Der Friedrichsfelder Bahnhof besitzt umfangreiche Gleisanlagen. Für den Personenverkehr stehen noch insgesamt fünf von ehemals sieben Gleisen an einem Haus- und zwei Inselbahnsteigen zur Verfügung.

Die Nummerierung beginnt auf der Ostseite am Empfangsgebäude.

  • Gleis 1 ist ein Durchgangsgleis und liegt als Hausbahnsteig direkt vor dem Empfangsgebäude. Heute halten hier die Regionalbahnen der Relation Mannheim HbfBensheim (RB 60).
  • Gleis 2 teilt sich mit Gleis 3 einen Inselbahnsteig. Heute halten hier die Stadt-Express-Züge in Richtung Frankfurt (Main) Hbf über Weinheim, Heppenheim, Bensheim, Bickenbach und Darmstadt Hbf (SE 60).
  • Gleis 3 ist ein Durchgangsgleis und liegt am Bahnsteig neben Gleis 2. Das Gleis wird im planmäßigen Schienenpersonennahverkehr momentan nicht genutzt.
  • Gleis 4 ist ein Durchgangsgleis und liegt am zweiten Inselbahnsteig. Heute halten hier die Züge in Richtung Heidelberg Hbf beziehungsweise Mannheim Hbf (RE/SE 60).
  • Gleis 5 ist ein weiteres Durchgangsgleis und liegt am zweiten Inselbahnsteig neben Gleis 4. Hier fahren die Regionalbahnen von Bensheim nach Mannheim sowie die in Friedrichsfeld beginnenden Regionalbahnen nach Mainz Hbf über Ludwigshafen, Frankenthal und Worms ab.
  • Gleise 6 bis 14 haben für den Personenverkehr keine Bedeutung, die Gleise 6 bis 9 werden für durchgehende Güterzüge genutzt, die Gleise 10 bis 14 sind Stumpfgleise.

Der ehemalige Inselbahnsteig zwischen Gleis 6 und 7 ist weitgehend abgetragen.

Die Bahnsteige des Bahnhofs Mannheim-Friedrichsfeld sind nicht barrierefrei. Um auf die Bahnsteige der Gleise 2 bis 5 zu gelangen, muss man zunächst über Gleis 1 laufen. Durch eine Tür des Empfangsgebäude gelangt man zu einer Treppe, die zur Personenunterführung führt.

Verkehr[Bearbeiten]

Friedrichsfeld gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN). Die erste durchgehende Probefahrt von Frankfurt nach Heidelberg fand am 27. Juli 1846 statt.

Im Trennungsbahnhof Mannheim-Friedrichsfeld halten heute (2013) Regionalbahnen von Mannheim in Richtung Bensheim in einem Vorlaufbetrieb für eine zukünftige Bedienung durch die S-Bahn RheinNeckar sowie als "Stadt-Express" bezeichnete Regionalbahnen von Heidelberg in Richtung Frankfurt am Main. Der Bahnhof ist zudem Startpunkt der Regionalbahnzüge über Mannheim nach Mainz, welche in der werktäglichen Hauptverkehrszeit vereinzelt in Bensheim beginnen beziehungsweise enden. Montag bis Freitag morgens und abends hält je ein Regional-Express von Frankfurt nach Mannheim (morgens) beziehungsweise Heidelberg (abends) im Bahnhof Mannheim-Friedrichsfeld.

Bei Sperrungen der Rheintalbahn auf dem Abschnitt Heidelberg–Karlsruhe dient der Bahnhof regelmäßig als Ersatzhalt für in Heidelberg Hbf haltende IC/EC-Züge der Linien Frankfurt–Heidelberg–Karlsruhe/Stuttgart/Österreich.

Linie Zuglauf Takt
RE 60 Frankfurt (Main) HbfDarmstadt HbfBensheimWeinheim (Bergstr)Mannheim-FriedrichsfeldMannheim Hbf einzelner Zug
RE 60 Frankfurt (Main) Hbf – Darmstadt Hbf – Bensheim – Weinheim (Bergstr) – Mannheim-FriedrichsfeldHeidelberg Hbf einzelner Zug
SE 60 Frankfurt (Main) Hbf – Darmstadt Hbf – Bickenbach (Bergstr) – Bensheim – Heppenheim (Bergstr) – Weinheim (Bergstr) – Mannheim-Friedrichsfeld – Heidelberg Hbf 60-Minuten-Takt
RB 60 Bensheim – Heppenheim (Bergstr) – Weinheim (Bergstr) – Mannheim-Friedrichsfeld – Mannheim Hbf (– Ludwigshafen (Rh) HbfWorms HbfMainz Hbf) 60-Minuten-Takt
RB 44 (Bensheim – Heppenheim (Bergstr) – Weinheim (Bergstr) –) Mannheim-Friedrichsfeld – Mannheim Hbf – Ludwigshafen (Rh) Hbf – Worms Hbf – Mainz Hbf 60-Minuten-Takt

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Mannheim-Friedrichsfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutschland-Karlsruhe: Bauarbeiten für Eisenbahnlinien. Dokument 2014/S 029-047261 vom 11. Februar 2014 im Supplement zum Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union.
  2. Deutschland-Karlsruhe: Bauarbeiten für Eisenbahnlinien. Dokument 2014/S 064-109861 vom 1. April 2014 im Supplement zum Elektronischen Amtsblatt der Europäischen Union.
  3. S-Bahn-Stopp erhält neuen Namen. Artikel aus den Mannheimer Morgen vom 18. Januar 2012.