Bahnhof Nidda

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Nidda
Bahnhofsgebäude des Bahnhofs der Stadt Nidda
Bahnhofsgebäude des Bahnhofs der Stadt Nidda
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Trennungsbahnhof
Bahnsteiggleise 5
Abkürzung FND
IBNR 8000277
Eröffnung 29. Juni 1870
Lage
Gemeinde Nidda
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 24′ 40,3″ N, 8° 59′ 56,5″ O50.4112038.999041Koordinaten: 50° 24′ 40,3″ N, 8° 59′ 56,5″ O
Höhe über SO 160 m ü. NHN
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Hessen
i7i12i13i15i15i16i17i20

Der Bahnhof Nidda ist ein Bahnhof in der gleichnamigen Stadt an der Lahn-Kinzig-Bahn. Ferner ist Nidda Endpunkt der Züge aus Friedberg.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Bahnhof wurde am 29. Juni 1870 als Endpunkt des zweiten Abschnitts der Lahn-Kinzig-Bahn (HungenNidda) eröffnet. Bauherr war die Oberhessische Eisenbahn-Gesellschaft. Ende November 1870 wurde die Bahnstrecke bis nach Gelnhausen verlängert. Am 1. Oktober 1897 wurde die Bahnstrecke Beienheim–Schotten von Beienheim über Nidda nach Schotten eröffnet. Damit wurde Nidda zu einem Eisenbahnknotenpunkt in der Wetterau.

Am 29. November 1959 wurde der Personenverkehr auf dem Abschnitt Nidda–Schotten eingestellt. Der Güterverkehr wurde noch bis Februar 1960 betrieben. Aufgrund mangelnder Nachfrage wurde auch er eingestellt und schließlich wurde die Strecke wenige Monate nach der kompletten Stilllegung demontiert.

In den Jahren 2008 und 2009 wurde der Bahnhof (bis auf den Hausbahnsteig) komplett modernisiert. Die Bahnsteige zu den Gleisen 2 und 4 sowie zu den Gleisen 5 und 7 wurden erneuert und auf eine einheitliche Höhe von 55 Zentimeter gebracht.

Bahnhofsanlage[Bearbeiten]

Das Bahnhofsgelände von Nidda hat beachtliche Ausmaße. Neben zahlreichen abgestellten Triebwagen der Butzbach-Licher Eisenbahn (BLE), die hier den Verkehr bis 2005 durchführte, gibt es im südlichen Teil ausgedehnte Verladegleise, einen Lokschuppen und den Industrieanschluss einer Chemieanlage.

Die insgesamt fünf Bahnsteige verteilen sich von links nach rechts auf den nicht mehr planmäßig angefahren Hausbahnsteig sowie die Bahnsteige der Lahn-Kinzig-Bahn und der Beienheim-Schottener Bahn.

Empfangsgebäude

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs steht unter hessischem Denkmalschutz.

Betrieb[Bearbeiten]

Zum Fahrplanwechsel 2003/2004 am 14. Dezember 2003 wurde auf der Lahn-Kinzig-Bahn der Wochenend- und Feiertagverkehr wieder aufgenommen.

Bis zum Fahrplanwechsel 2004/2005 wurde die Strecke der Horlofftalbahn im Nahverkehr von der Butzbach-Licher Eisenbahngesellschaft (BLE) bedient. Seit dem Fahrplanwechsel 2005/2006 wird diese Strecke von der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB), der Muttergesellschaft der Butzbach-Licher Eisenbahngesellschaft.

Auch wenn der Bahnhof inzwischen unbesetzt ist, herrscht hier zumindest zeitweise auch noch reger Verkehr, wenn die Züge von und nach Gelnhausen, Gießen und Friedberg zusammenkommen und das gegenseitige Umsteigen ermöglichen. Züge Richtung Gießen fahren von Gleis 2, die Züge nach Gelnhausen von Gleis 4 und Richtung Friedberg von den Gleisen 5 und 7 ab. Gleis 1 (der Hausbahnsteig) war das Gleis in Richtung Schotten.

Heutige Situation

Auf der Lahn-Kinzig-Bahn verkehren die Züge im Stundentakt zwischen Gießen und Gelnhausen. In der Hauptverkehrszeit enden bzw. beginnen einzelne Züge in Nidda.

Auf der Horlofftalbahn verkehren die Züge im Stundentakt über Echzell, Reichelsheim und Beienheim nach Friedberg. In der Hauptverkehrszeit verkehren auf der Strecke durchgehende Züge von und nach Frankfurt (Main) Hauptbahnhof. Zwei dieser Züge werden lokbespannt als SE-Züge von der DB Regio AG mit einer BR 218 und umlackierten Silberlingen (seit der Fahrplanumstellung 2012/2013 Doppelstock-Waggons mit BR 218), ein Zug in Mehrfachtraktion mit den auch ab Friedberg verkehrenden GTW 2/6 durch die HLB bedient.

Linien
Bad Salzhausen Hessische Landesbahn RB 32
Horlofftalbahn
Ende
Borsdorf (Hess) Hessische Landesbahn RB 36
Lahn-Kinzig-Bahn
Ranstadt

Am Niddaer Bahnhof halten einige Regional- und Stadtbuslinien, die den Bahnhof mit den umliegenden Städten, Dörfern und Gemeinden verbinden.

Weblinks[Bearbeiten]