Bahnhof St. Moritz

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In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Es fehlen Informatonen zum geplanten Umbau --Tempi  Diskussion 12:51, 13. Feb. 2011 (CET)

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Ansicht des Bahnhofsgebäudes

Der Bahnhof St. Moritz ist der Bahnhof des Kurortes St. Moritz im Oberengadin im Kanton Graubünden. Er wird von der Rhätischen Bahn betrieben und liegt auf 1775 m über Meer am nordwestlichen Hang des Tales unmittelbar oberhalb des St. Moritzersees beim Ausfluss des Inn.

Er ist Endbahnhof der Albulabahn und der Berninabahn. Da diese mit unterschiedlichen Stromsystemen betrieben werden, ist er zugleich ein Systemwechselbahnhof.

Geschichte[Bearbeiten]

Blick über den Bahnhof zum St. Moritzer See (1992)

Am 5. Juli 1896 wurde die Strassenbahn St. Moritz eröffnet, die 1932 ihren Betrieb einstellte und durch Autobusse ersetzt wurde. Die frühe Einstellung war auch dadurch bedingt, dass sie eben den nachträglich eröffneten Bahnhof nicht erschloss und die Umstellung günstiger kam als der Bau einer Zweigstrecke. Für den daraus entstandenen Ortsbusbetrieb bildet die Haltestelle beim Bahnhof, zusammen mit den anderen Buslinien, einen Knotenpunkt des gesamten Busnetzes im Oberengadin.

Die Albulabahn wurde zwar schon 1903 eröffnet, das letzte Teilstück von Celerina nach St. Moritz jedoch erst am 10. Juli 1904 in Betrieb genommen. Die Strecke St. Moritz–Celerina Staz der Berninabahn wurde am 1. Juli 1909 eröffnet.

Der Bahnhof wurde als Durchgangsbahnhof gebaut, da anfänglich eine Verlängerung der Strecke Richtung Maloja geplant war. So führt ein Gleis von der Westseite des Bahnhofs zunächst über eine Brücke und anschliessend fast in den Hang hinein. An dieser Stelle war das Portal eines Tunnels geplant, der das Ortszentrum von St.Moritz unterfahren sollte.

Bauliches[Bearbeiten]

Das stattliche Aufnahmegebäude liegt auf der Bergseite der Gleisanlagen und besitzt einen Hausbahnsteig. Dazu existieren ein Mittelbahnsteig für die Züge des RhB-Stammnetzes und ein weiterer für die Züge der Berninabahn. Östlich des Empfangsgebäudes steht der Güterschuppen mit Rampe, eine weitere offene Verladerampe liegt im östlichen Bahnhofsteil zwischen den beiden Streckenausfahrten. Daneben sind umfangreiche Abstellanlagen vorhanden.

Die Berninabahn führt unmittelbar nach dem Bahnhof über die Innbrücke und kurz darauf in den 689 m langen Charnadüra-Tunnel II. Unter der Bahnbrücke führt eine Strassenbrücke in einem anderen, sich kreuzenden Winkel über den Inn. Die Albulastrecke durchfährt gleich nach dem Bahnhof in den 114 m langen Argenteri-Tunnel und kurz darauf durch den 448 m langen Charnadüra-Tunnel I.

Das erste Empfangsgebäude wurde von A. Ludwig entworfen, der auch die Bauleitung innehatte. Die Baukosten werden mit 90'000.- CHF angegeben[1]. Das Gebäude wurde vom Baumeister Huder aus Davos erbaut. Der Bau bestand wegen des rauen Klimas und der zu dieser Zeit sehr hohen Holzpreise aus verputzten Bruchsteinen. Es handelte sich um einen dreigegliederten Bau mit zwei erhöhten Endbauten, die mit einem niederigen Mittelbau verbunden waren. Das Gebäude wurde 1927 durch den heutigen Bau ersetzt.

Betriebliches[Bearbeiten]

Abfahrt eines Zuges in Richtung Albulabahn.

Der Bahnhof ist betrieblich zweigeteilt, da die beiden Strecken mit unterschiedlichen Stromsystemen betrieben werden. So ist die zum RhB-Stammnetz gehörende Albulabahn mit 11 kV 16⅔ Hz Wechselstrom, die Berninabahn dagegen mit 1 kV Gleichstrom elektrifiziert. Für Rangiermanöver sind aus diesem Grund dieselbetriebene Rangierfahrzeuge stationiert.

Der Fahrplan besteht aus einem stündlichen Schnellzug (Regionalexpress RE) über die Albulabahn nach Chur und einem stündlichen Regionalzug nach Pontresina, der meistens nach Tirano weiterfährt. Die RE haben in Samedan Anschluss an die Züge ins Unterengadin (z. T. durch den Vereinatunnel). Es gibt zusätzlich noch vereinzelte saisonale Züge, die von St. Moritz durch den Vereinatunnel direkt nach Landquart fahren. Der Bahnhof ist der offizielle Start- und Endpunkt des Glacier-Express. Auch die Triebwagen, die den Bernina-Express führen, starten und enden hier, während die Panoramawagen von und nach Chur in Pontresina die Triebfahrzeuge wechseln.

Bei der Haltestelle St. Moritz Bahnhof halten auch die Buslinien, die die Feinerschliessung des Oberengadins ermöglichen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof St. Moritz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werner Stutz: Bahnhöfe der Schweiz von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg, Orell Füssli 1983 ISBN 3-280-01405-0

46.4979539.846385Koordinaten: 46° 29′ 53″ N, 9° 50′ 47″ O; CH1903: 784810 / 152462