Bahnhof Stuttgart Neckarpark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Stuttgart Neckarpark
Bahnhof Neckarpark.JPG
Bahnhof Neckarpark
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 3
Abkürzung TSNS
IBNR 8006743
Eröffnung 29. September 1984
Webadresse www.bahnhof.de
Lage
Stadt Stuttgart
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 47′ 32″ N, 9° 14′ 27″ O48.7922222222229.2408333333333Koordinaten: 48° 47′ 32″ N, 9° 14′ 27″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg
i7i12i13i15i16i16i18i20

Der Bahnhof Neckarpark (auch Stuttgart Neckarpark) liegt am Streckenkilometer 5,6 der Filstalbahn und ist eine Station im Netz der S-Bahn Stuttgart.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Cannstatter Wasen ist seit dem 19. Jahrhundert ein Festplatz und Ausstellungsgelände. 1928 tauschte die Stadt Stuttgart den bisher dem Staat Württemberg gehörenden Wasen gegen Flächen am Burgholzhof. Auf dem Gelände, das unter anderem auch als Exerzierplatz diente, sollte ein neues großes Stadion entstehen. Die Anbindung an die neue Sportstätte erwies sich als Problem, denn weder der Bahnhof in Cannstatt noch der in Untertürkheim lagen nahe genug für die anreisenden Besucher.

Karl Schaechterle von der Reichsbahndirektion Stuttgart plante einen neuen Bahnhof für Sonderzüge an der Ostbahn, den Bahnhof Wasen. Neben Bahnsteigen an den Vorortgleisen der Ostbahn sollte auch ein Bahnsteig an den Ferngleisen errichtet werden. Für die auf der Schusterbahn verkehrenden Züge aus Kornwestheim hätte ein tiefer gelegener Bahnsteig zur Verfügung gestanden. Um die von Waiblingen kommenden Züge zu ihm zu leiten, hätten diese an der Remsbahnkurve zum Untertürkheimer Güterbahnhof abzweigen müssen. Ein weiterer, höher gelegener Bahnsteig war für den Pendelverkehr zum Stuttgarter Hauptbahnhof vorgesehen. Schaechterle konnte seine umfangreiche Vision jedoch nicht verwirklichen, die Reichsbahn lehnte ab.

Die Bundesbahn griff in den 1960er Jahren die Pläne für einen Bahnhof Neckarstadion neu auf. Da dieser aber an den Ferngleisen der Filstalbahn gelegen hätte und die Überlegungen für eine S-Bahn in Stuttgart bereits begonnen hatten, realisierte man die Idee nicht: Seit 1978 verkehrt zwischen Schwabstraße und Plochingen die S-Bahnlinie S1, so dass nun eine neue S-Bahn-Haltestelle in der Nähe des Stadions geplant werden konnte. Bei 1979 durchgeführten Untersuchungen kamen die Verkehrsplaner zu einem positiven Ergebnis. Der Haltepunkt Neckarstadion an der Alten Untertürkheimer Straße wurde schließlich am 29. September 1984 eingeweiht.

Neben dem namengebenden Neckarstadion lagen auch die Hanns-Martin-Schleyer-Halle und das Daimler-Benz-Werk Untertürkheim in seiner Umgebung. Nachdem das Neckarstadion einen neuen Namen erhalten hatte, war die bisherige Bahnhofsbezeichnung hinfällig geworden. Die S-Bahnen hielten fortan am Gottlieb-Daimler-Stadion.

Für die zahlreichen Besucher bei Großveranstaltungen verfügt die Station seit Juli 2005 über ein weiteres Gleis und einen Aufzug. Mit der Eröffnung des Mercedes-Benz-Museums im Mai 2006 gewann der Haltepunkt weiter an Bedeutung. Über dem Stationsschild brachte man ein Schild mit der Aufschrift „Mercedes-Benz Museum“ an. 2008 wurde das Gottlieb-Daimler-Stadion in Mercedes-Benz Arena umbenannt. Um künftig nicht nur auf das Stadion hinzuweisen, sondern auf das gesamte Veranstaltungsgelände, fiel die Entscheidung für den aktuellen Stationsnamen. Zur Unterscheidung von der Stadtbahnhaltestelle Neckarpark (Stadion), entstand der Name Neckarpark (Mercedes-Benz). Der Werbevertrag mit Mercedes-Benz lief zum 1. August 2014 aus und wurde nicht verlängert, weshalb die Station nun wieder "Neckarpark" heißt.

Bahnbetrieb[Bearbeiten]

Der Bahnhof wird von der Linie S1 der Stuttgarter S-Bahn bedient. Gleis 1 ist den S-Bahnen Richtung Bad Cannstatt zugeordnet, Gleis 2 den S-Bahnen Richtung Esslingen. Gleis 3 wird nur außerplanmäßig angefahren.

Der Bahnhof Neckarpark (Mercedes-Benz) entspricht laut der Deutschen Bahn AG der Bahnhofskategorie 4.

S-Bahn[Bearbeiten]

Linie Strecke
S 1 Kirchheim (Teck)Wendlingen – Plochingen – Esslingen – Neckarpark – Bad Cannstatt – Hauptbahnhof – SchwabstraßeVaihingenRohrBöblingenHerrenberg (Verstärkerzüge im Berufsverkehr zwischen Esslingen und Böblingen.)

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Andreas M. Räntzsch: Stuttgart und seine Eisenbahnen. Die Entwicklung des Eisenbahnwesens im Raum Stuttgart. Uwe Siedentop, Heidenheim 1987, ISBN 3-925887-03-2.