Bahnhof Weinheim (Bergstraße)

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Weinheim (Bergstr)
Weinheim Bahnhof 20120809.jpg
Empfangsgebäude des Weinheimer Bahnhofs
Daten
Kategorie 4
Lage im Netz Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 6
Abkürzung RWE
IBNR 8000377
Eröffnung 1846
Lage
Stadt Weinheim
Land Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 33′ 12″ N, 8° 39′ 55″ O49.5533333333338.6652777777778Koordinaten: 49° 33′ 12″ N, 8° 39′ 55″ O
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Baden-Württemberg
i7i12i13i15i16i16i18i20

Der Bahnhof Weinheim (Bergstraße) ist ein Bahnhof mit IC-Systemhalt auf der Main-Neckar-Bahn zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg/Mannheim in Weinheim. Hier beginnt auch die Weschnitztalbahn nach Fürth im Odenwald. Weiterhin besteht ein Gütergleis nach Viernheim, ein letztes verbliebenes Teilstück der früheren Bahnstrecke Weinheim–Worms.

Anlage[Bearbeiten]

Der Weinheimer Bahnhof liegt in der Weinheimer Kernstadt, etwa 650 Meter westlich der Altstadt. Er besitzt 6 Bahnsteiggleise; die Gleise 2, 3 und 4 dienen dem Verkehr auf der Main-Neckar-Bahn, die Gleise 1, 5 und 6 werden durch die Weschnitztalbahn bedient. Das Empfangsgebäude befindet sich auf der Ostseite des Bahnhofes. Im Zuge der Konjunkturprogramme 2008/09 wurden bis 2011 das Empfangsgebäude energetisch saniert und das Hausbahnsteigdach renoviert.[1] In diesem sind neben einer Servicestelle der DB ein Zeitungskiosk und eine Bäckereifiliale untergebracht. Unmittelbar nordöstlich der Gleisanlagen schließt sich das Werksgelände der Firma Freudenberg an. Südlich des Bahnhofsgebäudes liegt der ZOB Weinheim mit sieben Bussteigen. Die Mannheimer Straße und die Gleise der Oberrheinischen Eisenbahn queren die Bahnsteiggleise 1 bis 4 auf einer Brücke.

Verkehr[Bearbeiten]

Fernverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof ist durch vier Intercity- beziehungsweise Eurocity-Linien an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angebunden. Die Linien 26 und 62 verdichten sich zu einem Stundentakt.

Linie Linienverlauf Takt
IC 26 Hamburg-Altona – Hamburg-Dammtor – Hamburg – Hamburg-Harburg – Lüneburg – Uelzen – Celle – Hannover – Göttingen – Kassel-Wilhelmshöhe – Wabern (Bz Kassel) – Stadtallendorf – Treysa – Marburg (Lahn) – Gießen – Friedberg (Hess) – Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstraße) – Heidelberg – Wiesloch-Walldorf – Bruchsal – Karlsruhe 2-Stunden-Takt
IC 50 Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstraße) – Mannheim Hbf – Ludwigshafen (Rhein) Hbf – Neustadt (Weinstraße) Hbf – Kaiserslautern – Homburg (Saar) – Saarbrücken Einzelner Zug
IC/EC 62 Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstraße) – Heidelberg – Stuttgart – Ulm – Günzburg – Augsburg – München – München Ost – Rosenheim – Prien am Chiemsee – Traunstein – Freilassing – Salzburg – Golling-Abtenau – Bischofshofen – St. Johann im Pongau – Schwarzbach-St. Veit – Dorfgastein – Bad Hofgastein – Bad Gastein – Mallnitz-Obervellach – Spittal-Milstättersee – Villach – Velden am Wörthersee – Pörtschach am Wörthersee – Krumpendorf am Wörthersee – Klagenfurt 2-Stunden-Takt
IC 87 Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstraße) – Heidelberg – Wiesloch-Walldorf – Stuttgart – Böblingen – Horb – Rottweil – Tuttlingen – Singen – Schaffhausen – Zürich Ein Zugpaar

Regionalverkehr[Bearbeiten]

Dieseltriebwagen der Baureihe 628 für die Weschnitztalbahn auf Gleis 5 im Bahnhof Weinheim (2005)

Die Regionalbahnlinie 60 verkehrt stündlich nach Frankfurt (Main) beziehungsweise Heidelberg. Sie wird durch die Überlagerung mit der Regionalbahnlinie 44/60 tagsüber zu einem Halbstundentakt verdichtet. Montags bis Freitags verkehren zudem alle zwei Stunden Regionalexpresszüge nach Frankfurt (Main) und Mannheim. Die Regionalbahnlinie 69 erschließt das Weschnitztal im Halbstundentakt; in der vormittäglichen Nebenverkehrszeit sowie am Wochenende erfolgt lediglich eine Bedienung im Stundentakt.

Linie Linienverlauf Takt
RE 60 Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstraße) – Mannheim 2-Stunden-Takt (Mo-Fr)
RB 60 Frankfurt (Main) – Darmstadt – Bensheim – Weinheim (Bergstraße) – Mannheim-Friedrichsfeld – Heidelberg Stundentakt
RB 44/60 Bensheim – Weinheim (Bergstraße) – Mannheim-Friedrichsfeld – Mannheim Hbf – Ludwigshafen (Rhein) Hbf – Worms - Mainz Stundentakt
RB 69 Weinheim (Bergstraße) – Birkenau- Mörlenbach- Rimbach- Fürth (Odenwald) Halbstundentakt

ÖPNV[Bearbeiten]

Der Bahnhof Weinheim ist durch die Bahnlinie 5 mit der übrigen Metropolregion Rhein-Neckar verbunden. Sie verkehrt als Ringlinie nach Mannheim und Heidelberg.

Linie Linienverlauf
5 Mannheim–Edingen–Heidelberg–Schriesheim–Weinheim–Viernheim–Käfertal–Mannheim

Seit April 2014 besteht eine direkte Umsteigemöglichkeit zum Stadtbusverkehr. Ein neuer zentraler Omnibusbahnhof wurde in direkter Nachbarschaft zum Bahnhofsgebäude errichtet und bildet seither eine wichtige Schnittstelle zwischen der Bahn und dem übrigen ÖPNV. Der Bahnhof wird von 8 Buslinien bedient:

Linie Linienverlauf
631 Sulzbach West–Hemsbach–Dürreplatz–Weinheim ZOB–Waid
632/632A Lützelsachsen Bahnhof–Weinheim ZOB–Hemsbach–Laudenbach Nord–Hemsbach–Weinheim ZOB–Ritschweier
633 Weinheim ZOB–Hermannshof–Weststadt–Weinheim ZOB
634 Weinheim ZOB–Weststadt–Hermannshof–Weinheim ZOB
681 Weinheim ZOB–Dürreplatz–Wald–Michelbach Bahnhof–Grasellenbach Im Erzfeld
682 Weinheim ZOB–Waid–Großsachsen–Rittenweier–Gorxheimertal–Dürreplatz–Weinheim ZOB
684 Weinheim ZOB–Birkenau–Mörlenbach–Rimbach–Fürth Bahnhof
688 Weinheim ZOB–Birkenau Ortsmitte–Nieder–Liebersbach Rathaus

Güterverkehr[Bearbeiten]

Zu früheren Zeiten hatte der Weinheimer Bahnhof einen großen und leistungsstarken Güter- und Rangierbahnhof. Größter Kunde war die in Weinheim ansässige Unternehmensgruppe Freudenberg, die ihre Güter über einen eigenen Anschluss per Bahn transportierte. Zudem fanden bis 1994 Gütertransporte auf der Weschnitztalbahn statt, etwa für die Wald-Michelbacher Coronet-Werke.[2] Heute findet kein planmäßiger Güterverkehr zum Bahnhof Weinheim mehr statt. Der Güterbahnhof wurde abgerissen und auf dem Gelände ein Einkaufszentrum gebaut. Neben den beiden Hauptgleisen der Rhein-Neckar-Bahn finden sich im Bereich des früheren Güterbahnhofs zwei Ausweichgleise und ein Abstellgleis. Auch das Elektronische Stellwerk Südliche Bergstraße befindet sich auf dem Gelände.

Zukunft[Bearbeiten]

Im Zuge der zweiten Baustufe der S-Bahn RheinNeckar soll die Main-Neckar-Bahn und somit der Weinheimer Bahnhof durch eine neue S-Bahnlinie in das bereits bestehende Netz eingebunden werden. Um den Standards eines S-Bahn-Betriebs gerecht zu werden, müssen die Bahnsteige A, B und C saniert und auf eine Höhe von 76 cm angehoben werden. Entsprechende Maßnahmen sind von der Stadt Weinheim in einer Machbarkeitsstudie in Aussicht gestellt worden.[3] Eine geplante Inbetriebnahme der S-Bahn zum Fahrplanwechsel 2015 erweist sich jedoch aufgrund von Planungs- und Bauverzögerungen als nicht absehbar; vielmehr wird ein Eröffnungstermin Ende 2017 angestrebt.[4] Neben der Sanierung des Bahnhofsgebäudes sowie des Vorplatzes und der Errichtung des ZOB wird die Verlegung des Haltepunkts der Straßenbahn von der Luisenstraße auf die Brücke der Mannheimer Straße geprüft. Durch barrierefreie Zugänge und kürzere Wege soll das Umsteigen erheblich erleichtert werden.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DB Mobility Logistics AG 28. Oktober 2010
  2. Strecken und Bahnhöfe: Weinheim/Bergstr. - Mörlenbach - Fürth/Odenw. - doku-des-alltags.de
  3. Machbarkeitsstudie Hauptbahnhofsumfeld Weinheim
  4. S-Bahn hat mindestens drei Jahre Verspätung - rheinneckarblog.de