Bahnhof Wuppertal-Unterbarmen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wuppertal-Unterbarmen
Bahnhof Wuppertal-Unterbarmen 0001.jpg
Empfangsgebäude
Daten
Kategorie 4
Betriebsart Durchgangsbahnhof
Bahnsteiggleise 2
Abkürzung KWU
IBNR 8006620
Eröffnung 1880
Lage
Stadt Wuppertal
Land Nordrhein-Westfalen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 15′ 32″ N, 7° 10′ 15″ O51.2588888888897.1708333333333Koordinaten: 51° 15′ 32″ N, 7° 10′ 15″ O
Höhe über SO 171 m
Eisenbahnstrecken
Bahnhöfe in Nordrhein-Westfalen

i7i12i13i15i15i16i18i20

Der Bahnhof Wuppertal-Unterbarmen ist ein Wuppertaler Bahnhof an der Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund.

Geschichte[Bearbeiten]

Bei der Eröffnung der Bahnstrecke Elberfeld–Dortmund, der Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft, gab es den Bahnhof noch nicht, er wurde erst später gebaut und unter dem Namen Unterbarmen BM 1880 eröffnet. Er sollte das westliche Gebiet der damals selbstständigen Stadt Barmen erschließen. Er wurde etwas später als der Bahnhof Unter-Barmen Rh (später Bahnhof Wuppertal-Loh) auf der Konkurrenz-Strecke der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft gebaut.

Der Bahnhof war als Durchgangsbahnhof mit zwei Fernverkehrs- und zwei Nahverkehrsgleisen konzipiert. Ein weiteres fünftes Gleis stellte eine Pendel-Verbindung zum Bahnhof Barmen dar und wurde für den Rangierbetrieb genutzt, ohne die Fernverkehrs- oder Nahverkehrsgleise zu blockieren. In der Nähe des Bahnhofes befanden sich die Firmen Rittershaus & Blecher GmbH (heute die Christian-Morgenstern-Schule) und die Wicküler-Brauerei. So wurde ein großer Teil des Verkehrs am Bahnhof mit Frachtgütern abgewickelt.

1897 wurde unter Leitung der Preußischen Staatseisenbahnen der Bahnhof nach Barmen-Unterbarmen umbenannt. Eine weitere Umbenennung gab es 1930 nach Unterbarmen und 1950 nach Wuppertal-Unterbarmen. Zwei Stellwerksgebäude wurden 1978 niedergelegt.

Heutige Nutzung[Bearbeiten]

Nach der Einrichtung der S-Bahn-Linie S 8 der S-Bahn Rhein-Ruhr zum Mai 1988 wurden die Weichen des Bahnhofs an der Fernbahnstrecke entfernt. Er liegt daher ausschließlich an der S-Bahn-Strecke und wird nur noch als S-Bahn-Halt genutzt. Neben der S 8 von Mönchengladbach Hbf nach Hagen Hbf (mit Verlängerung nach Dortmund Hbf) hält hier ausserdem noch die S 7 über Remscheid nach Solingen. Der Zugang zu den ehemaligen Fernbahnsteigen wurde zurückgebaut und die Bahnsteige sind selbst komplett abgebaut, allerdings befinden sich die Fernbahngleise immer noch in derselben Lage, so dass im Bereich des Haltepunkts der Gleisabstand wesentlich größer ist als üblich.

Das Empfangsgebäude, das am Bahndamm gebaut ist, dient heute lediglich als westlicher Zugang zu den Bahnsteigen der S-Bahnlinie. Ein östlicher Zugang zu den Bahnsteigen befindet sich an einer Fußgänger-Überführung über die Bahnstrecke. Zwei Park-and-ride-Parkplätze befinden sich am Bahnhof, der größere südwestlich des Bahnsteigs. Ein barrierefreier Zugang zum Bahnsteig besteht aber nur vom kleineren Parkplatz am Empfangsgebäude.[1]

Trotz einer Modernisierung im Jahr 2003[2] befindet sich das Empfangsgebäude in schlechtem Zustand. Ein Gastronomiebetrieb, der hier ansässig war, schloss im November 2004 aufgrund der schlechten Bausubstanz seinen Sitz und eröffnete im August 2005 seinen neuen Standort in Elberfeld.[3]

Der Bahnhof ist derzeit in die Bahnhofskategorie 4 eingeordnet.[4]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnhof Wuppertal-Unterbarmen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. P+R Unterbarmen (Bahnhof) Zugriff Oktober 2008.
  2. Modernisierungsoffensive für Bahnhöfe in NRW - Kursbuchstrecke 458 Wuppertal - Solingen-Ohligs (RB 47), Zugriff 12. August 2012.
  3. Café Zweistein – Die Show Zugriff Oktober 2008.
  4. Stationspreisliste 2012.

Linien
Wuppertal Hbf S-Bahn S 7, S 8
Elberfeld–Dortmund
Wuppertal-Barmen