Bahnhof Zürich Wipkingen

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Bahnhof und Nordbrücke
Bahnhof und Restaurant Nordbrücke

Der am 2. Oktober 1932 eröffnete Bahnhof Zürich Wipkingen liegt an einer der ältesten Bahnlinien der Schweiz, der 1856 von der Schweizerischen Nordostbahn (NOB) eröffneten Bahnstrecke ZürichOerlikon. Die doppelspurige Strecke gehört seit 1902 den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), der Bahnhof – bahntechnisch eine Haltestelle – ist heutzutage eine von dreizehn SBB-Stationen in der Stadt Zürich.

Lage und Streckenführung[Bearbeiten]

Der Bahnhof besteht nur aus einem überdachten Bahnsteig zwischen den beiden Gleisen. Zugänglich ist dieser über zwei Unterführungen. Neben der einen Unterführung steht das alte Bahnhofsgebäude, welches mit dem benachbarten Restaurant Nordbrücke ein Ensemble bildet.

Die früher über einen relativ steil ansteigenden Damm in Lage der heutigen Röntgenstrasse und später über das weniger steile Aussersihler Viadukt vom Hauptbahnhof Zürich kommende Trasse teilte das spätere Zürcher Quartier Wipkingen vor dem Bahnhof erst durch die Limmatbrücke und einen sich an die Brücke anschliessenden Damm. Nach dem Bahnhof teilte es den Ort durch eine immer tiefer werdende Schneise bis zum Wipkingertunnel in Richtung Bahnhof Zürich Oerlikon. Nördlich des Bahnhofs stellte die Nordbrücke die Verbindung über die Geleise zwischen der von Höngg kommenden Nordstrasse und der von Unterstrass kommenden Rotbuchstrasse her. Seit ein Grossteil der Schneise nördlich des Bahnhofs in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überdeckt, überbaut und der Wipkingertunnel bis zur Nordbrücke verlängert wurde, dient letztere als Südportal des Tunnels.

Nachträgliche Errichtung[Bearbeiten]

Bei der Streckeneröffnung wurde auf einen Bau eines Bahnhofes in Wipkingen verzichtet, weil sich die damalige Gemeinde die Erschliessung und die Errichtung eines Gebäudes nicht leisten konnte. Ausserdem bestand die Gefahr, dass Passagiere und Lokführer im gleich folgenden Tunnel ersticken würden, da anfahrende Züge sehr viel Rauch produzieren.

Erst mit der Elektrifizierung und lange nach der Eingemeindung Wipkingens erhielt das Quartier 1932 einen eigenen Bahnhof von Emil Schlaginhaufen im neoklassizistischen Stil.[1]

Nutzung heute[Bearbeiten]

Das Empfangsgebäude stand zu SBB-Zeiten lange Zeit leer, beherbergt aber seit Ende der 1990er Jahre wieder einen Fahrkartenschalter. Dieser wird von einem von den SBB unabhängigen Reisebüro betrieben.

Trotz des Umstands, dass das heruntergekommene Ensemble noch lebt, entschied das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, das die Gebäude keine Schutzobjekte kommunaler Bedeutung seien. Ein Abbruch stand bevor und ein Hochhaus sollte anstelle des Bahnhofgebäudes und des angrenzenden Restaurants Nordbrücke entstehen. Da das Restaurant in der Zwischenzeit verkauft wurde steht das Hochhaus nicht mehr zur Diskussion.

S-Bahn Zürich[Bearbeiten]

Seit dem 15. Juni 2014 und der Eröffnung des Weinbergtunnels wird der Bahnhof Zürich Wipkingen nur noch die Linie S 24 Oerlikon - Zürich HBThalwilZug bedient. Zuvor galt:

Seit Einführung der S-Bahn Zürich im Mai 1990 wurde der Bahnhof Zürich Wipkingen ausschliesslich von S-Bahn-Zügen bedient.

Die S 8 und seit dem Fahrplanwechsel 2008 auch wieder die S 14 bedienten Wipkingen täglich und ganztägig im Halbstundentakt – aufgrund der dichten Trassenbelegung wurde Wipkingen während einiger Jahre nur stündlich von der grundsätzlich halbstündlich verkehrenden S 14 bedient. Die S 2 verkehrte ab 20:00 Uhr und am Wochenende nur im Stundentakt.

Ab 15. Juni 2014 bedient nur noch die Linie S 24 den Bahnhof Wipkingen, da die Linien S 2 , S 8 und S 14 künftig durch den Weinbergtunnel fahren, um die Fahrzeit zu verkürzen.[veraltet]

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Der Bahnhof Wipkingen ist mit Trolleybussen der Verkehrsbetriebe Zürich zu erreichen. Es halten hier die Linie 33 und die Linie 46.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Bürlimann / Kurt Gammeter: Wipkingen - Vom Dorf zum Quartier, Wibichinga Verlag, Zürich Wipkingen 2006, ISBN 3-9523149-0-0, p 212 f
  • Nadine Tachezy: Neues Bauen in Zürich, Diplomarbeit, Salzburger Seminare für Farben und Umwelt, Zürich 2005

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. VB.2003.00195, Urteil des Verwaltungsgerichtes vom 9. Februar 2005

Weblinks[Bearbeiten]

47.3922222222228.5291666666667Koordinaten: 47° 23′ 32″ N, 8° 31′ 45″ O; CH1903: 682334 / 249616