Bahnpost

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Detailansicht: Vorrichtung zur Aufnahme von Postsäcken während der Fahrt (Chicago, Burlington and Quincy Railroad)

Unter Bahnpost versteht man die Bearbeitung von Postsendungen in Eisenbahnwagen, diese werden in der Regel Postwagen genannt. Selbstfahrende Postwagen werden hingegen als Posttriebwagen bezeichnet. Ein reiner Postsachentransport in Güterwagen wird nicht als Bahnpost definiert.

Definition[Bearbeiten]

Bahnpost-Briefkasten der Deutschen Bundespost um 1990

Das wichtigste Kriterium eines Bahnpostwagens ist die darin erfolgende Sortierung der Sendungen (fachsprachlich „Umarbeitung“) während der Fahrt, da nur dann von Bahnpost im eigentlichen Wortsinn gesprochen wird. Hierfür verfügen Bahnpostwagen über spezielle postalische Einrichtungen wie Brieffachwerke und Spannvorrichtungen für Postbeutel (sogenannte Beutelspannen). Bahnpostwagen werden entweder in Reisezüge eingestellt oder bilden eigene Postzüge. Es gab auch Postabteile als Bestandteil von Gepäckwagen oder Triebwagen. In Frankreich sind einige TGV („TGV postal“) komplett für die Postbeförderung eingerichtet, die aber nur Post auf Rollpaletten transportieren und somit streng genommen nicht unter Bahnpost fallen. Die meisten Bahnpostwagen wiesen zudem Wagenbriefkästen auf, so dass sich die Absender von Briefen bei Kenntnis der Bahnpostlinien einen Zeitvorteil bei der Abgabe ihrer Sendungen auf dem Bahnhof gegenüber dem Einwurf in einen stationären Briefkasten verschaffen konnten.

Abwurf und Annahme während der Fahrt[Bearbeiten]

Das Abwerfen von Briefbeuteln auf Bahnhöfen während der Durchfahrt des Zuges war im 19. Jahrhundert in Deutschland üblich. Die Beutel durften hierzu nicht mehr als sechs Kilogramm wiegen. Sie wurden in Fahrtrichtung des Zuges etwas seitwärts abgeworfen. Beim Erreichen der Abwurfstelle gab der Lokomotivführer ein Pfeifsignal mit einer Dampfpfeife. Der zur Empfangnahme der Beutel auf dem Bahnsteig anwesende Beamte trug bei Dunkelheit eine Laterne mit Milchglasscheiben, deren eine mit der Inschrift Post versehen war. Diese Inschrift wurde dem Zug entgegengehalten. Da es beim Abwerfen oft zu Unglücksfällen und Beschädigungen der Sendungen kam, wurde das Verfahren in Deutschland 1900 (in Bayern am 1. Mai 1904) eingestellt.

Ein entsprechendes Verfahren war bis Mitte der 1950er Jahre noch in Großbritannien und den USA gebräuchlich. Hier wurde mit Postfanghaken gearbeitet, die einen Transfer von Postsendungen in beide Richtungen ermöglichten: aus dem und in den mit unverminderter Geschwindigkeit fahrenden Zug.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Deutschland[Bearbeiten]

Sächsischer Bahnwagen mit Postabteil um 1860
Bahnpostamt Hamburg Hühnerposten 1906
Beladen eines Bahnpostwagen um 1900 auf einer Briefmarke
Mit dem Amiche nach New York, in 8 Tagen, im Jahr 1904

Die badische Postverwaltung nutzte das neue Verkehrsmittel Eisenbahn bereits unmittelbar nach dessen Inbetriebnahme im Jahr 1840 zur begleiteten Mitnahme von Postsendungen. Der erste Bahnpostwagen Deutschlands mit Umarbeitung der Post durch Postconducteure wurde dann am 1. April 1848 in Baden in Betrieb genommen. 1849 wurden die ersten Bahnposten in Preußen eingerichtet. Die Bahnpost löste dann nach und nach in allen altdeutschen Teilstaaten die Beförderung der Post durch Postreiter und Postkutschen ab. Sie war in der gesamten Zeit der Reichspost das Rückgrat der Postbeförderung. In Preußen war schon seit 1838 gesetzlich geregelt, dass Postgüter und Postwagen (später auch das diese Sendungen begleitende Postpersonal) unentgeltlich zu befördern waren. Gleiches wurde auch im Eisenbahnpostgesetz von 1875 geregelt. Dieses galt bis zum Inkrafttreten des Reichsbahngesetzes 1924. Seitdem erfolgt eine Vergütung nach Achskilometern. Die Deutsche Reichsbahn erließ für die Beförderung der Post in Zügen mit oder ohne posteigene Bahnpostwagen ausführliche Dienst-Regelungen sowohl für die Fahrzeuge als auch für das Personal.[2]

Bei der Deutschen Bundespost war das Posttechnische Zentralamt (PTZ) und bei der Deutschen Post das Institut für Post- und Fernmeldewesen (IPF) maßgeblich an der Entwicklung der als Bahnpostwagen eingesetzten Fahrzeuge beteiligt.

Zur schnelleren Beförderung wurde Überland-Post nur grob nach Richtung vorsortiert und in Beuteln zu den Bahnpostämtern gebracht, die sie an die Bahnpostwagen weitergaben, die an Reisezüge angehängt wurden. Bis zu 20 Postbeamte (Postschaffner, später Bahnpostbegleiter) sortierten die Briefe und Zeitungen nach Orten. Das Personal musste über gute geographische Kenntnisse verfügen.

Die Beutel mit der jeweiligen Orts- oder Streckenpost wurden dann beim Halt ausgeladen zur ortsinternen Weiterleitung oder zur Weiterführung zu anderen Bahnpoststrecken. Um 1914 waren insgesamt 2400 Bahnpostwagen in Deutschland im Einsatz, in denen etwa 8000 Mitarbeiter beschäftigt waren.

Postkarte mit Bahnpoststempel, Strecke Itzehoe–Wrist, Streckenlänge nur 21 km

Die während eines Halts auf einem Bahnhof in den Briefschlitz eines Bahnpostwagens eingeworfene Post wurde im Wagen mit einem Bahnpoststempel abgestempelt. Er hatte gegenüber dem Tagesstempel eine ovale Form und enthielt Angaben zum Kurs (z. B. Köln–Berlin), die Zugnummer und das Datum. Daneben gab es einen speziellen Bahnpoststempel mit dem Zusatz „Nachträglich entwertet“ für Sendungen, die vom Bahnpostamt angeliefert wurden und deren Briefmarken noch nicht entwertet waren. Briefe mit Bahnpoststempeln, speziell von seltenen Nebenstrecken oder speziellen Fahrten, sind heute bei Sammlern sehr begehrt.

Man unterscheidet verschiedene Typen von Bahnpostwagen je nach ihrer Ausstattung: Briefbahnpostwagen für die ausschließliche Bearbeitung von Briefen, Paketbahnpostwagen für die ausschließliche Bearbeitung von Paketen und Alles-Bahnpostwagen zur Bearbeitung von Briefen und Paketen. Daneben gab es Päckereiwagen, die lediglich zum Transport und Umarbeitung von Paketen vorgesehen waren, Postabteile in auch noch anderweitig genutzten Bahnwagen usw.

Durch die Einführung der Postleitzahlen wurde wie überall im Sortierbetrieb die Arbeit des Sortierens sehr erleichtert. Eine weitere Erleichterung war der Einsatz von Rollcontainer-Systemen, die insbesondere bei der Deutschen Post in der DDR flächendeckend und standardisiert zum Einsatz kamen.

Bahnpostwagen waren in reguläre Züge eingestellt; dies waren wegen der Fahrtstrecken und wegen der Häufigkeit und Dauer der Halte meist Eilzüge. Teilweise wurden die Wagen auch zwischen Zügen gewechselt. Eine an den Wagen gesteckte gelbe Fahne signalisierte dem Rangierlokführer den Aufenthalt von Personen im Wagen, so dass vorsichtig rangiert werden musste. Es gab auch Züge, die ausschließlich aus Bahnpostwagen bestanden[3]; bei der Deutschen Bundesbahn verkehrten sie als Expressgutzüge (Expr), später auch ExpressIC, bei der Deutschen Reichsbahn der DDR als Gepäck-/Expressgutzüge (Gex).

Bis 1997 verkehrten spezielle Post InterCitys in Deutschland mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Briefe und Pakete wurden dabei während der Fahrt sortiert.[4] Der Bahnpostbetrieb (für Briefpost) wurde Ende Mai 1997 eingestellt.[5] Hauptgründe für die Einstellung waren die Übernahme der Sortierung durch die stark automatisierten Briefverteilzentren, die großteils ohne Gleisanschluss geplant wurden, sowie der Aufbau des deutschen Nachtluftpostnetzes. Die Deutsche Post AG erklärte, die Deutsche Bahn sei nicht in der Lage gewesen, die gewünschten Fahrplanlagen zu halten.[5]

Drei Jahre später „ruderte“ die Deutsche Post wieder zurück, nachdem sich gezeigt hatte, dass die LKWs nicht in der Lage waren, den gesamten Postverkehr zu übernehmen. Die Bahn transportiert zwar keine Briefe mehr, die Post wird auch nicht mehr während der Fahrt sortiert, aber der Transport von Päckchen und Paketen erfolgt nun in Containern der Post bzw. DHL, sowohl in reinen Postcontainerzügen („Parcel InterCity“) als auch in „normalen“ Container- und Kombiverkehrszügen (siehe auch Containerisierung). Gestiegene Preise für und Steuern auf Dieselkraftstoff sowie die LKW-Maut in Deutschland (seit 2005) haben die Wettbewerbssituation zwischen Bahn und LKW beeinflusst. Durch den (Stand 2013) stark gestiegenen Internethandel hat die Zahl der Päckchen und Pakete stark zugenommen,[6] während die Zahl der Briefe angesichts von Fax, E-Mail und anderen Formen elektronischer Kommunikation zurückgegangen ist.

Schweiz[Bearbeiten]

Briefeinwurf an einem alten Wagen der Waldenburgerbahn

Schon ab 1847 wurde Post durch die Spanisch-Brötli-Bahn auf der Strecke von Zürich nach Baden befördert und durch einen Condukteur im Gepäckwagen begleitet.

In der Schweiz wurden erstmals 1857 Bahnpostwagen bei der Schweizerischen Nordostbahn auf der Strecke Zürich–Baden–Brugg eingesetzt. Die Einrichtung der Bahnpostwagen war äußerst karg. Die ersten Bahnpostwagen befanden sich im Eigentum der Bahngesellschaften, und die Schweizer PTT hatte die Verzinsung der Anschaffungskosten, die Abschreibungsbeträge sowie den Unterhalt zu übernehmen. 1866 kaufte die Post alle damals verkehrenden 24 Bahnpostwagen den Bahngesellschaften ab und gab den Bau von zehn neuen Wagen in Auftrag, welche einen Stückraum, ein Sackabteil, einen Büroraum und einen Kleiderraum mit Abort enthielten.

Ein Meilenstein in der Bahnpostgeschichte war die Eröffnung der Gotthardbahn 1882. Nun konnten erstmals Postsendungen fast witterungsunabhängig über den Alpenhauptkamm, nicht wie bisher über den Gotthardpass, transportiert werden. Die erste Post wurde bereits am 1. Januar 1882, fünf Monate vor der offiziellen Eröffnung, durch den Gotthardtunnel befördert.

Das Bahnpostnetz wurde danach weiter ausgebaut. Im Jahr 1893 gab es 273 Bahnpost-Kurse.

Die Bahnpostwagen entwickelten sich in dieser Zeit weiter. Waren es anfänglich leichte zweiachsige Wagen, folgte ihnen ab 1875 Galeriewagen mit offenem Seitengang und um die Jahrhundertwende dreiachsige Wagen mit Oberlicht. Bis 1891 wurde unter Kerzenlicht, Petroleum- und Gaslampen gearbeitet. Erst später wurde die elektrische Beleuchtung eingeführt.

Zur Schweizerischen Landesausstellung („Landi“) 1939 beschaffte die Postverwaltung den vierachsigen Bahnpostwagen Z4i 923, der als „Landiwagen“ bekannt wurde, eine Länge von 22.7 Metern aufwies und mit 34 Lampen und 20 gewölbten Fenstern im Dach beleuchtet war. Einen besonderen Komfort lieferte die Wascheinrichtung, die im Winter warmes Wasser bereitstellte. Dies war der erste wirklich zweckmäßige Bahnpostwagen, der sich auch durch effiziente Raumnutzung auszeichnete. Danach folgten ab 1946 Leichtstahlwagen, die den aufkommenden Leichtschnellzügen beigestellt werden konnten.

Bereits 1857 rollte der erste Bahnpostwagen für eine Unterwegssortierung auf den Schienen. Da die Bahn einen ununterbrochenen Durchgang von der Lokomotive bis zum Zugende verlangte, war der verfügbare Raum stark beschränkt.

Im Jahre 1990 verkehrten täglich 640 Bahnpost- und Postgüterwagen auf dem Netz der SBB und 51 bei den Privatbahnen. Die von den SBB geführten Bahnpostwagen legten pro Jahr rund 33 Millionen Kilometer zurück, und 440 Mitarbeiter arbeiteten regelmäßig im Fahrdienst. Die PTT war mit ihrer Brief- und Paketpost der größte Kunde der Bahn.

Mit der Zentralisierung der Sortierung der Pakete und später der Briefpost in einigen über das Land verteilten Paket- und Briefpostzentren entfielen immer mehr Bahnpostkurse, und Anfang August 2004, mit der Verlegung des Zeitungstransports von der Schiene auf die Straße, war die Epoche der begleiteten Bahnpostwagen in der Schweiz zu Ende.

Zwar wird auch heute noch die Post zwischen den Sortierzentren per Bahn befördert, aber nicht mehr im Zug sortiert. Für die Briefpost kommen größtenteils noch die typischen Postwagen zum Einsatz, die mit speziellen Gitterrollpaletten beladen werden. Für die Paketpost kommen Containertragwagen zum Einsatz, die mit posteigenen Wechselbehältern beladen werden.

Auf der Trolleybus-Überlandlinie Thun–Beatenbucht betrieb die PTT von 1952 bis 1982 ferner einen eigenen Trolleybusanhänger zur Beförderung von Bahnpost.[7]

Österreich[Bearbeiten]

Bahnpostwagen der Österreichischen Post

Am 1. August 1850 wurde die Post erstmals in Österreich-Ungarn in einem k.u.k. fahrenden Postamt zwischen Wien und Oderberg (heute Bohumin) befördert. 1914 waren 700 Bahnpostwagen im Einsatz. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich verkehrten von 1938 bis 1945 die Bahnpostwagen für die Deutsche Reichspost. 1945 übernahm die Österreichische Post wieder die Beförderung der Bahnpost. Bis 1995 wurde auch Geld mit der Bahnpost transportiert. Obwohl die Polizei oder bewaffnete Postbeamte mitfuhren, wurden im April 1990 zwischen Kirchstetten und Ollersbach 35 Millionen Schilling bei einem Raubüberfall erbeutet; ein Beamter verlor dabei sein Leben.

Durch den Auf- und Ausbau der sechs Verteilzentren ab dem Jahr 2001 konnte die Post schneller im Verteilzentrum als im Zug sortiert werden; somit verlor die Bahnpost sehr schnell an Bedeutung. Im Mai 2004 wurde der Betrieb der letzten überregionalen Linie Wien – Wolfurt – Wien eingestellt. Als letzte regionale Linie wurde die Verbindung Innsbruck – Wolfurt nach Eröffnung des Verteilzentrums Hall/Innsbruck eingestellt.

Seit 2004 transportiert die Österreichische Post AG die Sendungen per LKW oder Kleinlaster (Sprinter).

Frankreich[Bearbeiten]

Der Bahnpostbetrieb wurde in Frankreich 1846 aufgenommen.

In Frankreich werden heute u.a. besondere TGV-Hochgeschwindigkeitszüge eingesetzt (TGV postal). Sie ersetzten die in Reisezügen mitgeführten Bahnpostwagen beispielsweise auf der Route Paris–Lyon. Dem Vernehmen nach soll das TGV-postal-Netz in das benachbarte Ausland verlängert werden. Auch in Frankreich findet nur noch ein Transport und keine Unterwegs-Bearbeitung mehr statt.

Museen[Bearbeiten]

Bahnpost um 1900
Bahnpostwagen in Polen 2010

Viele Postwagen werden durch Eisenbahnvereine teilweise betriebsfähig museal erhalten.

  • Die Bundesarbeitsgemeinschaft Bahnpost e.V. betreibt mit ihren voll ausgestatteten Bahnpostwagen in Losheim am See ein Bahnpostmuseum und setzt die Wagen auch in historischen Postsonderzügen ein oder lässt sie bei Sonderzügen von Museumsbahnen mitfahren.
  • 13 historische Bahnpostwagen aller Epochen des Museums für Kommunikation sind im Bahnpark Augsburg abgestellt. Ein Bahnpostwagen aus dem Jahr 1926 kann neben anderen Postfahrzeugen besichtigt werden
  • Einer der berühmten Bahnpostwagen der Royal Mail (Postraub) ist Exponat im Birmingham Railway Museum
  • Der schweizerische Bahnpostwagen Z4i 923 (Landiwagen) ist als historisches Fahrzeug im Besitz der SBB.
  • Bei der Schienenverkehrsgesellschaft überlebten viele ehemalige Bahnpostwagen als Disco-, Bar- und Gepäckwagen.

Postraub[Bearbeiten]

Die in den Bahnpostwagen beförderten Wertsendungen waren immer eine lohnende Beute. Sehr häufig überfielen u.a. in den USA Banditen Bahnpostwagen. (Diese Überfälle waren stets für Hollywood in Western seit dem 1903 gedrehten Stummfilm Der große Eisenbahnraub ein beliebtes Thema.) Deshalb wurden in USA sehr solide Bahnpostwagen mit Stahlaufbauten in Dienst gestellt (s. Foto).

Der spektakulärste Postzugraub in Europa ereignete sich in England. 1963 überfiel eine Bande der Londoner Unterwelt unter Leitung von Bruce Reynolds einen Postzug der Royal Mail. Die Räuber erbeuteten 2,63 Millionen englische Pfund in alten Scheinen. Der Überfall wurde für das deutsche Fernsehen unter dem Titel Die Gentlemen bitten zur Kasse mit Horst Tappert verfilmt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Joachim Deppmeyer, Klaus Kirsch, Peter Wagner: Kleine Typenkunde deutscher Bahnpostwagen. Transpress Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-71215-6.
  • Bahnpost-Wagen-Archiv. Bundesarbeitsgemeinschaft Bahnpost e.V. (Reihe von bisher 25 Ausgaben).
  • Archiv für deutsche Postgeschichte
    • G. Hambach: Bahnposten. Ausgabe 2/1974, S. 64 f.
    • Harry Miosga: 130 Jahre Bahnpost in Deutschland. Ausgabe 1/1980, Frankfurt, ISSN 00003-8989.
  • Peter Schmelzle: Die Post auf der Schiene. 150 Jahre Bahnpost in Deutschland. Jubiläums-Edition der Deutschen Post AG, Bonn 2006.
  • Handwörterbuch des Postwesens, Hrsg. Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen,
    • 2. völlig umgearbeitete Auflage, Frankfurt am Main 1953.
    • 3. völlig neu bearbeitete Auflage, Band 1, Berlin 1971.
  • Jürgen Jänecke:
    • Die Postbeförderung auf der Schiene vom 27. Mai 1990 bis zum 27. Mai 1995 zwischen dem Verkehrsgebiet West (VGW) und dem Verkehrsgebiet Ost (VGO) und die Bahnposten innerhalb des VGO.
    • Die Bahnpoststempel der Dienststellen der Deutschen Post auf dem Gebiet der DDR von 1945 bis 1995.
    • Die letzte Bahnpost von Berlin nach Ostpreußen im Jahre 1945.
  • Franz Vierling (Hrsg.): Bahnpostwagen, Rangierlokomotiven, Eisenbahnanlagen für den Postverkehr. Der Dienst bei der Deutschen Bundespost, Leitfaden für die Ausbildung; 9. Band, 1. Teil – 3 – Herausgegeben mit Unterstützung des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen, Hamburg und Berlin 1966.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bahnpost – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Bahnpost – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Handwörterbuch des Postwesens, S. 23.
  2. Richtlinien für die Beförderungsleistungen der Deutschen Reichsbahn für die Deutsche Reichspost, gültig vom 1. Oktober 1938
  3. Postkursbuch 1984
  4. Parcel InterCity: Angebot wird verdoppelt. In: Eisenbahn-Kurier, Nr. 345, Juni 2001, ISSN 0170-5288, S. 9.
  5. a b Meldung Post wieder auf die Bahn?. In: Eisenbahn-Kurier, Nr. 300, September 1998, ISSN 0170-5288, S. 6.
  6. 20. November 2013: Paketgeschäft der Deutschen Post vor neuem Rekord (Erstmals mehr als eine Milliarde Lieferungen), Wachsender Internethandel – Post-Tochter DHL investiert in Paketzentren
  7. Karl Kronig: Tram-Museum Zürich: Bahn und Post, 150 Jahre Zusammenarbeit. 9. August 1997, archiviert vom Original am 22. Mai 2006, abgerufen am 7. Januar 2013.