Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld
| Arnstadt Hbf–Saalfeld (Saale) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Kursbuchstrecke (DB): | 561 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer: | 6299 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 47,8 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld ist eine eingleisige, nicht elektrifizierte Hauptbahnstrecke in Thüringen, die den Raum Erfurt mit dem Raum Saalfeld verbindet. Sie wird bei der Deutschen Bahn als Kursbuchstrecke 561 geführt, ist 48 Kilometer lang und wird im angenäherten Stundentakt abwechselnd von Regionalexpress- und Regionalbahnzügen bedient. Die Strecke stellt den Anschluss Erfurts an ICs/ICEs Richtung Nürnberg/München via Saalfeld her.
[Bearbeiten] Streckenverlauf
Die Bahnstrecke zweigt im Hauptbahnhof Arnstadt von der Bahnstrecke Erfurt–Schweinfurt ab. Anschließend führt sie in östlicher Richtung aus dem Geratal vorbei an dem Ort Dornheim nach Marlishausen. Dort befindet sich der nächste Halt. In Marlishausen knickt sie in südliche Richtung ins Wipfratal ein, in dem sie bis zum nächsten Halt in Niederwillingen verläuft. Von hier aus führt sie über einen Höhenrücken zum Ilmtal, das in Stadtilm mit einem mächtigen denkmalgeschützten Viadukt gequert wird. Am Hang oberhalb des Tales liegt beim Stadtteil Oberilm auch der Bahnhof der Stadt. Weiter südlich führt die Strecke durch die hügeligen Landschaften der Saale-Ilm-Platte, wo auch der Bahnhof Singen liegt, bevor sie sich hinab ins Rottenbachtal schlängelt. Dort schwenkt die Bahnlinie wieder in östliche Richtung um und erreicht den Bahnhof Paulinzella. Anschließend führt sie hinab ins Tal der Rinne mit nächster Bahnstation Rottenbach. Hier zweigt nach Süden die Schwarzatalbahn nach Katzhütte ab. In östlicher Richtung folgt der Bahnhof Quittelsdorf, bevor die Stadt Bad Blankenburg erreicht wird. Bis 2000 zweigte hier eine Strecke nach Rudolstadt ab, die inzwischen stillgelegt und abgebaut wurde. Ab Schwarza folgt die Strecke dem Saaletal bis zum Bahnhof Saalfeld. Dort trifft sie auf die Saalbahn, die Frankenwaldbahn und die Bahnstrecke Gera–Saalfeld. Hier besteht auch Anschluss an die ICE-Züge der Relation Berlin–München.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Bahnstrecke wurde am 18. Juni 1894 auf dem Abschnitt Arnstadt–Stadtilm und am 2. Dezember 1895 auf dem Abschnitt Stadtilm–Saalfeld eröffnet. Damals führte sie durch drei deutsche Teilstaaten: zwischen Arnstadt und Niederwillingen durch Schwarzburg-Sondershausen, zwischen Niederwillingen und Bad Blankenburg durch Schwarzburg-Rudolstadt sowie zwischen Bad Blankenburg und Saalfeld durch Sachsen-Meiningen.
[Bearbeiten] Heutiger Zugbetrieb
Heute (2011) verkehren zwei Linien auf der Strecke:
- jeweils alle zwei Stunden ein Regionalexpress (Reisegeschwindigkeit: 72 km/h) von Arnstadt nach Saalfeld (Baureihe 642) und
- jeweils alle zwei Stunden eine Regionalbahn (Reisegeschwindigkeit: 60 km/h) von Erfurt nach Saalfeld (Baureihe 641, Baureihe 642),
sodass sich insgesamt ein angenäherter Ein-Stunden-Takt ergibt.