Bahnstrecke Bratislava–Budapest
Die Bahnstrecke Bratislava–Budapest ist eine elektrifizierte Hauptbahn in der Slowakei und Ungarn. Sie verläuft von der slowakischen Hauptstadt Bratislava (Preßburg) parallel zur Donau bis in die ungarische Hauptstadt Budapest. Die einst als Teil der k.k. Südöstlichen Staatsbahn von Wien nach Budapest erbaute Strecke ist eine der ältesten Eisenbahnverbindungen in Ungarn und der Slowakei.
Heute gehört zu den wichtigsten Eisenbahnmagistralen Europas. Sie ist Teil des Paneuropäischen Eisenbahnkorridors IV, dessen Hauptstrang von Dresden bis Istanbul reicht.
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[Bearbeiten] Geschichte
Wie in den meisten europäischen Ländern begann man auch in Ungarn in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Eisenbahnbau. Die Ungarische Zentralbahn begann mit dem Bau einer Eisenbahnstrecke, welch die beiden wichtigsten Städte in Österreich und Ungarn miteinander verbinden sollte. Der erste Abschnitt dieser Verbindung zwischen Pest und Vác wurde am 15. Juli 1846 in Betrieb genommen. Nach dem am 10. August 1848 auch die Strecke Marchegg–Preßburg fertiggestellt war, fehlte nunmehr nur noch der Abschnitt zwischen Preßburg und Vác für einen durchgehenden Schienenweg zwischen Wien und Pest. Erst nach der Verstaatlichung der Ungarischen Zentralbahn 1850 gelang es, die restliche Strecke zwischen Pressburg und Vác fertigzustellen. Als k.k. Südöstliche Staatsbahn war die Strecke fortan eine der wichtigsten Strecken in Österreich-Ungarn.
Am 1. Januar 1855 wurde die Südöstliche Staatsbahn gemeinsam mit der k.k. Nördlichen Staatsbahn an die trotz ihres Namens private Staats-Eisenbahn-Gesellschaft StEG verkauft. 1891 wurde der ungarische Teil der StEG verstaatlicht und die Strecke kam zur Gänze ins Eigentum der Ungarischen Staatsbahn MÁV. Seit 1904 ist sie durchgehend zweigleisig[1].
Nach dem Ersten Weltkrieg musste Ungarn seine nördlichen Landesteile an die neu gegründete Tschechoslowakei abtreten. Damit änderten sich für einen Teil der Strecke erneut die Eigentumsverhältnisse. Der Abschnitt zwischen Preßburg und der neuen Staatsgrenze am Ipeľ (Eipel) lag fortan im Streckennetz der Tschechoslowakischen Staatsbahnen ČSD.
Der Abschnitt von Bratislava nach Štúrovo wurde 1969 elektrifiziert; 1971 folgte die grenzüberschreitende Teilstrecke Štúrovo–Szob[2].
[Bearbeiten] Streckenbeschreibung
Die Strecke verläuft von der slowakischen Hauptstadt Bratislava ausgehend zunächst nördlich der Großen Schüttinsel durch das Donautiefland und später direkt entlang dem linken Donau-Ufer bis in die ungarische Hauptstadt Budapest.
[Bearbeiten] Weblinks/Quellen
- Einzelheiten zur Strecke (slowakisch)