Bahnstrecke München–Holzkirchen

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München Hbf–Holzkirchen
Kursbuchstrecke (DB): 955, 956, 999.3, 999.20
Streckennummer (DB): 5505
Streckenlänge: 35,5 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
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0,0 München Hbf 523 m
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von München Ost (S-Bahn-Stammstrecke)
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nach München-Pasing (S-Bahn-Stammstrecke)
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1,6 München Donnersbergerbrücke
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Mittlerer Ring (Donnersbergerbrücke)
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Zuführungsstrecken zum Hauptbahnhof
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von München Hbf
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von Laim Rbf nach München Hbf
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3,4 München-Heimeranplatz
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Mittlerer Ring
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von München Hbf
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Südring nach München Ost
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Südring von Laim Rbf nach München Süd
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5,2 München Harras
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Mittlerer Ring
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Sendlinger Spange von Pasing und Laim Rbf
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6,4 München-Mittersendling
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7,9 München Siemenswerke
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9,6 München-Solln
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Bundesstraße 11
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von München Süd
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nach Wolfratshausen
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10,8 Großhesselohe (bis 1981)
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Isar, Isar-Werkkanal (Großhesseloher Brücke 258,30 m)
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Straßenbahnlinie 25
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von München Ost
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18,4 Deisenhofen 596 m
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Bundesstraße 13
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26,0 Sauerlach 615 m
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33,2 Otterfing 670 m
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35,5 Holzkirchen 683 m
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nach Rosenheim
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nach Schliersee
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nach Lenggries

Die Bahnstrecke München–Holzkirchen ist eine zweigleisige, durchgehend elektrifizierte Hauptbahn in Bayern. Sie verläuft von München über Deisenhofen nach Holzkirchen.

Geschichte[Bearbeiten]

Verlauf wichtiger Bahnstrecken um München (1861)

Gebaut wurde die Bahnstrecke als ein Teil der Bayerischen Maximiliansbahn. Die Strecke München–Holzkirchen bildet zusammen mit der heutigen Mangfalltalbahn den Abschnitt München–Rosenheim. Der Abschnitt zwischen München und Rosenheim wurde zwischen 1840 und 1850 geplant. Der erste gebaute Abschnitt war der von München bis Hesselohe, der ab 1845 in Betrieb war. Für die weitere Strecke nach Rosenheim war zuerst eine Führung über Glonn und Kirchdorf am Haunpold vorgesehen. Nach der Genehmigung 1850 wurde die Strecke schließlich über Holzkirchen gebaut. Dies kam den Plänen des 1850 von Joseph Anton von Maffei gegründeten Eisenbahnvereines entgegen, der die Strecke näher an den Kohlerevieren bei Miesbach führen wollte. Baubeginn für die Großhesseloher Brücke war 1851, bei ihrer Eröffnung war sie die zweithöchste Eisenbahnbrücke der Welt. Ab 1852 war der Bayerische Staat für die Finanzierung verantwortlich, da der Verein in finanzielle Schwierigkeiten kam. Die gesamte Strecke bis Rosenheim wurde 1857 eröffnet. Mit der Eröffnung der kürzeren Bahnstrecke München–Rosenheim über Grafing 1871 verlor die Bahnstrecke an Verkehr. Ab 1891 wurde die Bahnlinie von der Isartalbahn gekreuzt, die parallel zum Fluss verlief. 1968 wurde die Strecke elektrifiziert.[1][2][3] 1981 wurde der Bahnhof Großhesselohe stillgelegt, da nach mehreren Umbauten die Isartalbahn mit ihrem Großhesseloher Isartalbahnhof voll in das S-Bahnnetz einbezogen wurde.

Die Bahnstrecke ist heute ins Netz der S-Bahn München integriert, daneben wird sie auch von den Zügen der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) befahren.

Streckenführung[Bearbeiten]

Die neue Großhesseloher Brücke mit einem Zug der Bayerischen Oberlandbahn Richtung München Hbf (rechts) und der S 27 nach Deisenhofen (links)





Die Strecke verlässt den Münchner Hauptbahnhof Richtung Westen entlang der S-Bahn-Stammstrecke. Vor dem Bahnhof München Donnersbergerbrücke wird das stadtauswärtsführende Gleis der Strecke mit einem Überwerfungsbauwerk über das stadteinwärtsführende Gleis der S-Bahn-Stammstrecke geführt, um an der Donnersbergerbrücke bahnsteiggleiche Anschlüsse zu ermöglichen. Direkt nach der Donnersbergerbrücke verschwinden die Gleise im Untergrund[4] und unterqueren sowohl die vom Hauptbahnhof nach Westen führenden Strecken als auch die Verbindungsstrecke vom Hauptbahnhof zum Ostbahnhof (Südring), der die Strecke dann folgt. Nach dem Heimeranplatz wendet sich die Strecke vom Südring ab und verläuft in südlicher Richtung wobei sie die Grenze zwischen den Stadtbezirken Sendling und Sendling-Westpark bildet. Zwischen den Haltepunkten Harras und Mittersendling fädelt die Verbindungsstrecke vom Bahnhof München-Pasing in die Strecke ein, die seit dem Heimeranplatz westlich der Strecke verläuft. Anschließend erreicht sie Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln. Nach dem Haltepunkt Solln liegt heute eine Abzweigung der Strecke nach Wolfratshausen. Dabei handelt es sich um den südlichen Ast der Isartalbahn, die hier ursprünglich die Maximiliansbahn ohne Gleisverbindung querte. Der Nordast der Isartalbahn ist aufgelassen. Die Strecke Richtung Holzkirchen verläuft nun Richtung Osten, überquert auf der Großhesseloher Brücke die Isar und durchquert den Perlacher Forst. In Deisenhofen trifft sie auf die Bahnstrecke München Ost–Deisenhofen. Bis zum nächsten Haltepunkt Sauerlach verläuft die Strecke in südöstlicher Richtung wieder durch ein Waldgebiet um sich dann wiederum nach Süden zu wenden um entlang der Westseite des Hofoldinger Forstes Otterfing und kurz danach Holzkirchen zu erreichen.

Betrieb[Bearbeiten]

Integral der Bayrischen Oberlandbahn zwischen Harras und Heimeranplatz

Die Strecke wird auf ganzer Länge von der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) im Stundentakt befahren. Die Züge halten nur an den Zwischenhalten Donnersbergerbrücke, Harras und Siemenswerke. Sonntags wird statt der Station Siemenswerke der Haltepunkt Solln bedient, einzelne Züge halten auch in Otterfing. Die Züge der BOB verkehren über Holzkirchen hinaus weiter in Richtung Bayrischzell, Tegernsee und Lenggries. Die BOB setzt Dieseltriebwagen der Bauarten Integral S5D95 und Talent ein.

Zwischen Donnersbergerbrücke und Solln wird die Strecke von der Linie S7 der S-Bahn München im Zwanzigminutentakt befahren. Die S7 kommt an der Donnersbergerbrücke von der Stammstrecke und zweigt in Solln auf die ehemalige Isartalbahn Richtung Wolfratshausen ab. Sie bedient alle Stationen. Aus Richtung Pasing kommend bedient die nur in der Hauptverkehrszeit verkehrende S20 die Strecke ebenfalls bis Solln und fährt dann über die Isartalbahn nach Höllriegelskreuth. Da auf der Sendlinger Spange von Pasing aus nur am Heimeranplatz ein Bahnsteig existiert, hält diese Linie nicht am Harras, obwohl die Verbindungskurve hier direkt neben der Strecke München–Holzkirchen liegt. Erst am Bahnhof Mittersendling biegt sie von der Sendlinger Spange auf die Gleise der Holzkirchener Strecke ab. Der Streckenteil zwischen Holzkirchen und Deisenhofen wird von der S3 bedient, die von Deisenhofen aus über die Bahnstrecke München Ost–Deisenhofen Richtung Innenstadt fährt. Auf allen S-Bahnlinien verkehren Elektrotriebwagen der Baureihe 423.

Bis zum 14. Dezember 2013 wurde die Strecke von München Hauptbahnhof bis Deisenhofen im Stundentakt von der Linie S27 bedient. Des Weiteren fuhr auch die S20 ab Solln weiter nach Deisenhofen, anstatt auf die Isartalbahn abzubiegen. Ab 15. Dezember 2013 wurde die S27 durch die Meridian-Züge der BOB ersetzt. Der Meridian sollte ab dem Fahrplanwechsel von München über Deisenhofen nach Holzkirchen und weiter über die Mangfalltalbahn nach Rosenheim verkehren. Aufgrund von anfänglichen Zulassungsproblemen mit den Elektrotriebwagen der Bauart Flirt 3 konnten diese erst im Jahr 2014 den Betrieb auf dieser Strecke aufnehmen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.mangfalltal-bahn.de Geschichte der Erschließung (abgerufen am 6. September 2011)
  2. www.ganz-muenchen.de 150 Jahre Maximiliansbahn München–Holzkirchen–Rosenheim — Festprogramm vom Freitag 25.Mai bis Montag 28.Mai 2007 (abgerufen am 6. September 2011)
  3. www.hpw-modellbahn.de Geschichte der Bahnstrecke (abgerufen am 6. September 2011)
  4. http://www.eisenbahn-tunnelportale.de/lb/inhalt/tunnelportale/5505.html