Elsenztalbahn

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Karte

Neckargemünd–Bad Friedrichshall
Strecke der Elsenztalbahn
Kursbuchstrecke (DB): 706
Streckennummer: 4110 (Neckargemünd–Meckesheim)
4114 (Meckesheim–Bad Friedrichshall)
Streckenlänge: 46,4 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: CE (Meckesheim–Grombach)
D4 (restliche Strecke)
Stromsystem: 15 kV, 16,7 Hz ~
Maximale Neigung: ca. 22 
Höchstgeschwindigkeit: 120 km/h
Zweigleisigkeit: Neckargemünd–Meckesheim
Strecke – geradeaus
Neckartalbahn von Heidelberg S 1S 2S 5S 51
Bahnhof, Station
9,8 Neckargemünd 124 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Neckartalbahn nach Bad Friedrichshall-Jagstfeld S 1S 2
   
12,4 Waldhilsbach
Haltepunkt, Haltestelle
14,3 Bammental 128 m
Haltepunkt, Haltestelle
15,2 Reilsheim 131 m
Haltepunkt, Haltestelle
17,5 Mauer (b Heidelberg) 135 m
Bahnhof, Station
19,8
0,0
Meckesheim 141 m
   
nach Wiesloch (bis 1922)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
nach Aglasterhausen (bis 1945 weiter nach Neckarelz) S 51
Haltepunkt, Haltestelle
2,8 Zuzenhausen 150 m
Bahnhof, Station
6,1 Hoffenheim 152 m
Bahnhof, Station
10,0 Sinsheim (Elsenz) Hbf S 42158 m
Haltepunkt, Haltestelle
12,1 Sinsheim Museum/Arena (seit 1995)
Bahnhof, Station
12,9 Steinsfurt 169 m
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Kraichgau-Stromberg-Bahn nach Eppingen S 5
Bahnhof, Station
20,0 Grombach 244 m
Haltepunkt, Haltestelle
24,9 Babstadt 251 m
Bahnhof, Station
27,9 Bad Rappenau 230 m
   
28,8 Bad Rappenau Kurpark (ab vsl. 1. März 2015)
Haltepunkt, Haltestelle
30,8 Bad Wimpfen-Hohenstadt 188 m
Haltepunkt, Haltestelle
33,8 Bad Wimpfen 168 m
   
35,2 Bad Wimpfen Im Tal (ab vsl. 1. März 2015)
Brücke über Wasserlauf (groß)
35,7 Neckar (211 m)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Neckartalbahn von Heidelberg S 41
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Frankenbahn von Würzburg
Bahnhof, Station
36,4 Bad Friedrichshall Hbf S 42S 41155 m
   
Untere Kochertalbahn nach Ohrnberg (bis 1993)
Strecke – geradeaus
Frankenbahn nach Stuttgart

Die Bahnstrecke Neckargemünd–Bad Friedrichshall ist eine teilweise zweigleisig ausgebaute und elektrifizierte Hauptbahn in Baden-Württemberg. Sie führt von Neckargemünd über Meckesheim und Sinsheim nach Bad Friedrichshall-Jagstfeld und folgt dabei teilweise dem Fluss Elsenz, weshalb sie auch als Elsenztalbahn bezeichnet wird. Die Bahnhöfe wurden bis 2008 mit mechanischen Stellwerken gesteuert, heute erfolgt dies über ein Elektronisches Stellwerk; derjenige in Bad Wimpfen ist der einzige Süddeutschlands im Stil der Neugotik.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Strecke wurde am 23. Oktober 1862 von den Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen als Teil der badischen Hauptbahn von Heidelberg nach Mosbach im Abschnitt NeckargemündMeckesheim eröffnet.[1] Der Abschnitt von Meckesheim nach Bad Rappenau folgte am 25. Juni 1868,[2] nach Jagstfeld ging es ab dem 5. August 1869.[3] Durch die Nachfolgeregelungen ist sie heute Eigentum der Deutschen Bahn.

Die Regionalbahn-Durchbindung Richtung Mannheim, Speyer und Bruchsal entfiel 2003 zunächst aufgrund der Einführung der S-Bahn RheinNeckar. Im Sinne einer Ausweitung derselben (im Abschnitt Heidelberg–Steinsfurt) sowie der Einrichtung der Nordstrecke der Heilbronner Stadtbahn (im Abschnitt SinsheimBad Friedrichshall) wurde die gesamte Strecke elektrifiziert und neue Haltepunkte errichtet.

Ausbau[Bearbeiten]

Das Projekt „Elektrifizierung und Ausbau der Nahverkehrsinfrastruktur auf der Elsenztal- und Schwarzbachtalbahn“ sah neben der Elektrifizierung einen Neubau/Umbau aller Bahnsteige und eine Modernisierung der Stationen ab Neckargemünd vor, da diese neben anderen Anpassungen auf eine Bahnsteighöhe von 76 Zentimeter gebracht werden mussten, um den Standards der S-Bahn RheinNeckar zu entsprechen. Der Ausbau gliederte sich in vier Stufen:

  1. Neckargemünd – Meckesheim
  2. Meckesheim – Sinsheim-Steinsfurt
  3. Sinsheim – Eppingen
  4. Meckesheim – Aglasterhausen

Parallel zum Streckenausbau wurde bis Ende 2008 das Elektronische Stellwerk (ESTW) Elsenztal fertig gestellt.[4]

Aktuell sind die neuen Haltepunkte „Bad Rappenau Kurpark“ sowie „Bad Wimpfen Im Tal“ geplant. Sie sollen voraussichtlich ab dem 1. März 2015 von der Linie S42 der Stadtbahn Heilbronn bedient werden.[5]

Im Rahmen des Ausbaus der Heilbronner Stadtbahnverbindung Nord ist die Teilstrecke Bad Rappenau–Bad Friedrichshall Hbf in der Zeit vom 7. Januar 2014 bis voraussichtlich 28. Februar 2015[6] durchgehend gesperrt. An Wochenenden und Feiertagen verkehren auch zwischen Steinsfurt und Bad Rappenau keine Züge. Der Bahnhof Bad Wimpfen wird während dieser Bauarbeiten zu einem zweigleisigen Kreuzungsbahnhof ausgebaut und die Brücke über die L530 als zweigleisige Brücke neu erstellt.[7]

Betrieb[Bearbeiten]

Zwischen Neckargemünd und Steinsfurt besteht mit der S5 meist ein Stundentakt. Unter Einbeziehung auch der Neckartalbahn besteht für Heilbronn ein Regional-Express-Stundentakt Richtung Mannheim mit Intercity-Express-Anschluss. Auf der Strecke verkehren täglich tagsüber drei verschiedene Zuggattungen:

  • RE 2 Mannheim – Heidelberg – Meckesheim – Sinsheim – Heilbronn
  • S 42 Sinsheim – Steinsfurt – Bad Friedrichshall – Heilbronn
  • S 5 Heidelberg – Neckargemünd – Meckesheim – Sinsheim – Steinsfurt – Eppingen
  • S 51 Heidelberg – Neckargemünd – Meckesheim – Waibstadt – Aglasterhausen

Das Zugmaterial besteht aus Elektrotriebzügen der Baureihe 425 der S-Bahn RheinNeckar. Im Abschnitt Heidelberg – Meckesheim verkehrt außerdem die Linie S51 im Stundentakt, die ab Meckesheim weiter nach Aglasterhausen führt. Durch die Überlagerung der Linien S5 und S51 ergibt sich auf dem Abschnitt Heidelberg – Meckesheim ein 30-Minuten-Takt. In den Hauptverkehrszeiten werden beide S-Bahn-Linien im Abschnitt Meckesheim – Aglasterhausen bzw. Heidelberg – Sinsheim auf einen Halbstundentakt verdichtet, wodurch sich im Abschnitt Heidelberg – Meckesheim ein 15-Minuten-Takt ergibt.[8] Auch die Züge der Linie RE 2 bestehen fast ausschließlich aus Triebzügen der Baureihe 425.

Güterverkehr[Bearbeiten]

Regionalbahn nach Heidelberg in Steinsfurt (April 2007), vor der Elektrifizierung

Im Rahmen des Konzeptes „MORA C“ wurde die Bedienung des letzten im Güterverkehr bedienten Bahnhofs Meckesheim zum 31. Dezember 2001 eingestellt, allerdings wurden hier noch bis 2009 von Mannheim aus zwei Mal wöchentlich mit Holz beladene Güterwagen ausgetauscht, die entlang der Schwarzbach- und Krebsbachtalbahn beladen wurden.[9] Seit dem S-Bahn-Ausbau der Strecke, wodurch in Meckesheim nur noch drei Gleise zur Verfügung stehen, und der vorläufigen Stilllegung der Krebsbachtalbahn 2009 finden diese Holzverkehre nicht mehr statt. Von Heilbronn aus wird regelmäßig das Bad Wimpfener Solvay-Chemiewerk bedient.[10]

Regelmäßiger durchgehender Güterverkehr findet nicht statt, da die Strecke im Gegensatz zur Neckartalbahn teilweise nur eingleisig ist sowie über ein ungünstigeres Höhenprofil verfügt.

In Ausnahmefällen werden Güterzüge mit Lademaßüberschreitung über die Strecke geleitet, die nicht über andere Strecken fahren können.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Hans-Wolfgang Scharf: Eisenbahnen zwischen Neckar, Tauber und Main. Band 1: Historische Entwicklung und Bahnbau, EK-Verlag, Freiburg (Breisgau) 2001, ISBN 3-8825-5766-4.
  •  Hans-Wolfgang Scharf: Eisenbahnen zwischen Neckar, Tauber und Main. Band 2: Ausgestaltung, Betrieb und Maschinendienst, EK-Verlag, Freiburg (Breisgau) 2001, ISBN 3-8825-5768-0.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Elsenztalbahn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsche Reichsbahn: Die deutschen Eisenbahnstrecken in ihrer Entwicklung 1835–1935. Berlin 1935, 1862/23. (Nachdruck: Dumjahn, Mainz 1984, ISBN 3-921426-29-4)
  2. Deutsche Reichsbahn: Die deutschen Eisenbahnstrecken in ihrer Entwicklung 1835–1935. Berlin 1935, 1868/11. (Nachdruck: Dumjahn, Mainz 1984, ISBN 3-921426-29-4)
  3. Deutsche Reichsbahn: Die deutschen Eisenbahnstrecken in ihrer Entwicklung 1835–1935. Berlin 1935, 1869/18. (Nachdruck: Dumjahn, Mainz 1984, ISBN 3-921426-29-4)
  4. PM des VRN: Elektrifizierung und Ausbau der Nahverkehrsinfrastruktur im Elsenz- und Schwarzbachtal – Unterzeichnung des Bau- und Finanzierungsvertrages
  5. Änderungen bei der Inbetriebnahme der Stadtbahn Heilbronn Nord
  6. Änderungen bei der Inbetriebnahme der Stadtbahn Heilbronn Nord
  7. Info-Flyer der Deutschen Bahn Schienenersatzverkehr (Sinsheim –) Bad Rappenau – Neckarsulm
  8. Streckenfahrplan Elsenz- und Schwarzbachtalbahn (PDF; 542 kB)
  9. der schienenbus. 6/2005, S. 79
  10. cargonautus.de