Bahnstrecke Neustadt (Aisch)–Demantsfürth-Uehlfeld

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Neustadt (Aisch)–Demantsfürth-Uehlfeld
Kursbuchstrecke (DB): zuletzt 806
Streckennummer: 5915
Streckenlänge: 15,4 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Strecke – geradeaus
von Würzburg Hbf (Nürnberg–Würzburg)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
von Steinach (b Rothenburg o d Tauber)
Strecke – geradeaus
(Neustadt–Steinach)
Bahnhof, Station
0,0 Neustadt (Aisch) Bahnhof
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
nach Nürnberg Hbf (Nürnberg–Würzburg)
   
   
1,5 Neustadt (Aisch) Stadt
   
3,7 Diespeck
   
5,8 Gutenstetten
   
7,8 Pahres
   
10,2 Forst (b Gerhardshofen)
   
11,3 Gerhardshofen
   
12,5 Dachsbach
   
15,4 Demantsfürth-Uehlfeld

Die Bahnstrecke Neustadt (Aisch)–Demantsfürth-Uehlfeld (auch Aischtalbahn genannt, jedoch nicht mit der Aischgrundbahn zu verwechseln) verband den Markt Uehlfeld im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken mit Neustadt an der Aisch an der Hauptbahn Nürnberg–Würzburg.

Die Bayerische Staatsbahn eröffnete den Betrieb auf der eingleisigen, normalspurigen Lokalbahn durch den Aischgrund am 12. Juli 1904. Ausgehend von der Station Neustadt (Aisch) Bahnhof führte die Strecke in nordöstlicher Richtung zunächst zur Haltestelle Neustadt (Aisch) Stadt (km 1,5) und dann dem Fluss entlang bis zum Uehlfelder Ortsteil Demantsfürth, wo die Endstation angelegt wurde, etwa zwei Kilometer vom Zentrum Uehlfelds entfernt. Eine Verlängerung talabwärts nach Höchstadt an der Aisch und damit eine durchgehende Verbindung nach Forchheim kam nie zustande.

Diespeck, Gutenstetten und Dachsbach waren mit Agenten besetzte Haltestellen.[1]

Die Zahl der Zugpaare stieg von drei im Jahre 1904 auf vier im Jahre 1914; dieser Umfang wurde auch 1939 wieder erreicht. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es dann zu einer besseren Bedienung der Strecke: 1950 waren es sechs, samstags sogar sieben, sonntags vier Züge.

Als die Deutsche Bundesbahn die Bedienung ihrer Nebenbahnen immer mehr einschränkte, reduzierte man in den siebziger Jahren auch hier den Schienenverkehr auf Fahrten an Werktagen, und am 30. Mai 1976 kam das Ende für den Personenverkehr, der anschließend durch Bahnbusse ersetzt wurde. Der Güterverkehr hielt sich noch bis zum 23. September 1993; Zum Jahresende 1993 folgte die offizielle Stilllegung.

Literatur[Bearbeiten]

  • Wolfgang Bleiweis, Ekkehard Martin: Fränkische Nebenbahnen einst und jetzt – Mittel- und Unterfranken. Egglham 1987

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Reichsbahn-Zentralamt Berlin: Amtliches Bahnhofsverzeichnis der Deutschen Reichsbahn. 1938.