Bahnstrecke Oberhausen-Osterfeld Süd–Hamm

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Oberhausen-Osterfeld Süd–Hamm
Strecke der Bahnstrecke Oberhausen-Osterfeld Süd–Hamm
Kursbuchstrecke (DB): 423 (OB-Osterfeld Süd–Gladbeck)
450.9 (Bottrop–GE-Buer)
Streckennummer (DB): 2250 (OB-Osterfeld Süd–Hamm)
2248 (E-Dellwig Ost–Bottrop)
2252 (GE-Buer Nord–Lippe)
Streckenlänge: 77 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Streckenklasse: D4
Stromsystem: 15 kV 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Zweigleisigkeit: (durchgehend)
Bundesland (D): Nordrhein-Westfalen
Betriebsstellen und Strecken[1]
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Hauptstrecke von Minden
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Strecke von Münster
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Lippe und Datteln-Hamm-Kanal
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76,7 Hamm (Westf) Pbf
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76,1 Hamm (Westf) Rbf Hvn
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Strecke nach Warburg
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Strecke nach Hagen
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Güterstrecke von Hamm Gallberg
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1,3 73,2 Hamm (Westf) Rbf
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Hauptstrecke nach Dortmund
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Güterstrecke nach Bönen Autobahn
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0,0 71,5 Herringen (Abzw)
Bahnhof ohne Personenverkehr
70,1 Pelkum (ehem. Anschluss RAG-Bergwerk Ost)
   
64,9 Rünthe (Awanst)
Bahnhof ohne Personenverkehr
63,1 Bergkamen
Bahnhof ohne Personenverkehr
57,8 Oberaden
   
57,0 Oberaden (alt)
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
55,0 Horstmar (Abzw)
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Verbindungsstrecke nach Preußen
Planfreie Kreuzung – oben
Strecke Lünen–Preußen
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Verbindungsstrecke von Lünen Hbf
Bahnhof ohne Personenverkehr
53,3 Lünen Süd
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Hafenbahn Lünen
   
48,3 Wilbringen (Hp & Abzw)
   
45,4 Waltrop
Bahnhof ohne Personenverkehr
38,8 Datteln (Kraftwerk Datteln)
   
35,1 Recklinghausen-Suderwich
Bahnhof ohne Personenverkehr
0,0 31,1 Recklinghausen Ost
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Verbindungsstrecke nach Recklinghausen Süd
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(0,7) 000 Hillen (ehem. Awanst n. Zeche Blumenthal)
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(0,8) 000 Hillen von/nach Recklinghausen Hbf
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30,0 Blumenthal (Abzw)
Planfreie Kreuzung – unten
Strecke Recklinghausen–Wanne-Eickel
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Strecke von Haltern
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(16,9) 00,0 Marl Lippe (Abzw)
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Strecke nach Recklinghausen Hbf
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(13,2) 00,0 Marl-Hamm
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Strecke der RBH Logistics
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(11,4) 00,0 Marl CWH (Awanst)
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(10,4) 00,0 Marl-Drewer (bis 1998)
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(9,3) 00,0 Marl Mitte
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25,3 Herten (Westf) (ehem. Bf u. Awanst)
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(3,9) 00,0 Gelsenkirchen-Hassel
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21,1 Westerholt (ehem. Anschluss RAG)
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(bis hier nur Güterverkehr)
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(0,6) 00,0 Gelsenkirchen-Buer Nord
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(niveaugleiche Einmündung)
Bahnhof ohne Personenverkehr
(0,0) 17,6 Gelsenkirchen-Buer Nord (bis 1998 PV)
Planfreie Kreuzung – unten
Strecke Gladbeck-Zweckel–GE-Buer Süd
Abzweig – in Gegenrichtung: nach links
Verbindungsstrecke von Gladbeck-Zweckel
   
12,5 Gladbeck West
S-Bahnhalt…
8,1 Bottrop-Boy
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6,0 Bottrop Hbf Vbf (Abzw)
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ehem. Strecke von Hugo Abzw (KWE)
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5,6 Bottrop Hbf Gbf
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4,5 Bottrop Hbf (ehem. Inselbahnhof)
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4,1
(3,0)
Bottrop Hbf
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Güterstrecke nach Oberhausen West
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Güterstrecke von Wanne-Eickel (ehem. CME)
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Güterstrecke von Essen-Horl (ehem. BME)
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(eingleisige Verbindungsstrecke von 1922)
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(1,4) Essen-Dellwig Büscherhof (Awanst)
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Strecke Essen-Frintrop–Prosper Levin
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ehem. Strecke nach Essen-Frintrop
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Strecke Duisburg–Dortmund
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(0,0) Essen-Dellwig Ost
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Strecke nach Essen-Borbeck
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3,2 Bottrop Westf Sandgräberei (Awanst)
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Oberhausen-Osterfeld Süd Swo
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2,2 Bottrop-Vonderort
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2,0 Oberhausen Hochstraße (Üst)
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ehem. Strecke nach Sterkrade (KWE)
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0,0 Oberhausen-Osterfeld Süd
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Strecke OB-Osterfeld Nord–OB West
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-0,5 Oberhausen-Osterfeld Süd Ost
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Strecke nach Oberhausen West
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
Oberhausen Grafenbusch (Abzw)
   
Strecke nach Oberhausen Sterkrade bzw. Hbf
   
ehem. Strecke nach Duisburg-Ruhrort (CME)

Die Bahnstrecke Oberhausen-Osterfeld Süd–Hamm, auch Hamm–Osterfelder Bahn genannt, ist eine 76 Kilometer lange, zweigleisige elektrifizierte Eisenbahnhauptstrecke am Nordrand des Ruhrgebietes.

Sie besitzt als durchgehende Flachlandstrecke keine Tunnel. In ihrem östlichen und mittleren Teil dient sie heute nur mehr dem Güterverkehr, während auf dem Westabschnitt auch Öffentlicher Personennahverkehr stattfindet.

Die betriebsführende Deutsche Bahn (vormals Deutsche Bundesbahn) bezeichnet diese Strecke schon immer als Nordstrecke. Es war die nördlichste Strecke der ehemaligen BD Essen.

Geschichte[Bearbeiten]

Zwecks Entlastung des fast nicht mehr ausbaufähigen Eisenbahn-Bestandsnetzes des Ruhrgebietes, insbesondere im Güterverkehr, wurde an dessen Nordrand vom Staat Preußen, unter Einbeziehung der vom Bahnhof Gladbeck West in Richtung Westen bereits vorhandenen Infrastruktur, die Hamm-Osterfelder Bahn zunächst eingleisig gebaut und am 1. Mai 1905 eröffnet. Sie diente in erster Linie der Direktverbindung der beiden großen Rangierbahnhöfe Hamm (Westf) und (Oberhausen-)Osterfeld Süd für langlaufende Durchgangsgüterzüge mit weiträumiger Umfahrung des Ruhrgebiets sowie dem Anschluss neuer Steinkohlezechen an das Eisenbahnnetz. Jeder der Bahnhöfe war Anschluss oder Übergabebahnhof für eine oder mehrere von mehr als fünfzehn Zechen. Das zweite Gleis wurde 1912 hinzugefügt.

Der Personenverkehr war immer schwach ausgelegt, trotz mehrerer größerer Städte im Streckenverlauf, deren Bahnhöfe allerdings aufgrund der vorwiegenden Zweckbestimmung der Strecke für den Güterverkehr teilweise weit entfernt von den Ortskernen angelegt waren. Es gab auf ihr trotz Zweigleisigkeit und Hauptbahnstatus niemals planmäßig Personenfernverkehr. Die gesamte Strecke wurde im Jahre 1967 elektrifiziert. Der Personenverkehr wurde im Abschnitt Hamm (Westf)–Gelsenkirchen-Buer Nord am 29. Mai 1983 eingestellt.
Gelegentlich wird die Strecke jedoch zwischen Hamm (Westf)/Hamm Rbf und Abzweigstelle Horstmar als Umleitungsstrecke für Reisezüge (RE, IC, ICE) der Hauptstrecke Hamm - Dortmund benützt.

Streckenverlauf[Bearbeiten]

Die Strecke beginnt im Bahnhof Oberhausen-Osterfeld Süd und endet am Bahnhof Hamm (Westfalen) mit der Vereinigung des ehemaligen Personengleises aus dem Personenbahnhof und den Gütergleisen am Westkopf (Bez Hde) des Rangierbahnhofes. Die Signalanlagen der Strecke werden für den Bereich von Oberhausen-Osterfeld Süd bis einschließlich Abzweig Herringen vom elektronischen Stellwerk (ESTW) Oberhausen-Osterfeld Süd bedient.

Betriebsstellen von Ost nach West[Bearbeiten]

An der Abzweigstelle Herringen mündet ein Verbindungsgleis aus dem Rangierbahnhof Hamm (Bez Hda) Richtung Westen ein. Kurz darauf folgen nacheinander die Bahnhöfe Pelkum und Bergkamen. Der auf der Strecke liegende Bahnhof Oberaden besteht aus den beiden Hauptgleisen sowie vier Weichen zum Überleiten. Vom Abzweig Horstmar existiert eine eingleisige Verbindungskurve zum Bahnhof Preußen. In Lünen Süd befinden sich im noch genutzten Güterbahnhof ein stillgelegter Ablaufberg und der westlich anschließende Übergabebahnhof zu mehreren Industriebetrieben sowie eine eingleisige Verbindungsstrecke nach Lünen Hauptbahnhof.

SBB-Mehrsystemlok der Baureihe 482 in Recklinghausen-Suderwich

Vollständig stillgelegt wurde der Bahnhof Waltrop. Im Bahnhof Datteln ist das Kraftwerk Datteln an die Strecke angeschlossen. Der Bahnhof Recklinghausen-Suderwich ist ebenfalls stillgelegt. Recklinghausen Ost ist ein heute nur wenig genutzter Güterbahnhof, an den das gleichnamige ehemalige Ausbesserungswerk angeschlossen war. Es existieren eingleisige Verbindungsstrecken nach Recklinghausen Hbf und Recklinghausen Süd (erbaut 1905 zeitgleich mit der Bahnstrecke selber). Am Abzweig Blumenthal gibt es eine eingleisige Verbindungsstrecke nach Recklinghausen Hbf, diese in der Gegenrichtung. Der Bahnhof Herten wurde 1993 in eine Awanst umgewandelt und ist heute ebenfalls stillgelegt. Der Bahnhof Westerholt war Übergabebahnhof zur Zechen- und Hafenbahn der Ruhrkohle AG und wird nur wenig genutzt.

Im Bahnhof Gelsenkirchen-Buer Nord mündet die erst 1968 erbaute eingleisige Strecke zur Abzweigstelle Lippe an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg ein. Die Ausfädelung ist für den zweigleisigen Ausbau Richtung Haltern vorbereitet. Der heutige S-Bahn-Haltepunkt am Halterner Gleis wurde 1998 in Betrieb genommen und ersetzt den Halt am alten Bahnhofsgebäude.

Der Bahnhof Gladbeck West ist heute Trennungsbahnhof der S-Bahn Richtung Haltern und des Regionalverkehrs Richtung Dorsten über die Verbindungsstrecke nach Zweckel an der Bahnstrecke Winterswijk–Gelsenkirchen-Bismarck. Nördlich der Gütergleise mit stillgelegtem Ablaufberg befindet sich ein Übergabebahnhof zur Zechen- und Hafenbahn der Ruhrkohle AG.

Bottrop Hbf wurde seit seinem Bestehen bereits mehrfach umgebaut. Im Bereich des Hauptgüterbahnhofs traf die Strecke auf die seit 1879 bestehende Emschertalbahn von Welver nach Sterkrade der ehemaligen Königlich-Westfälischen Eisenbahn-Gesellschaft; diese ist seit 1968 stillgelegt und wurde bis 1983 abgebaut (heute teilweise Zechenbahn). Zum Hauptgüterbahnhof gehörten weiterhin als (heute stillgelegte) Einrichtungen ein Rangierbahnhof und ein Bahnschwellenwerk. Im Bereich des Hauptbahnhofs zweigen Strecken nach Essen-Dellwig Ost (eingleisig) und über Gerschede und Essen-Frintrop (alt) nach Oberhausen West (überwiegend zweigleisig) ab; in Richtung Osterfeld Süd verläuft die Strecke weiter getrennt als zweigleisige Güterzug- und als eingleisige Personenzugstrecke.

Am Ende der Strecke befindet sich mit dem Bahnhof Oberhausen-Osterfeld Süd einer der größten Rangierbahnhöfe der Region, dessen Bedeutung für den Personenverkehr jedoch marginal ist. Im Ostkopf mündet die Emschertalbahn von Dortmund nach Duisburg-Ruhrort der ehemaligen Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft ein. Vom Westkopf aus bestehen Verbindungen über eine zweigleisige Güterzugstrecke nach Oberhausen West und eine zweigleisige Güter- und Personenzugstrecke zum Abzweig Grafenbusch, die sich dort in eine eingleisige Güterzugstrecke nach Oberhausen-Sterkrade mit Anbindung an die Hollandstrecke Oberhausen – Wesel – Emmerich – Arnheim (NL) und eine eingleisige Personenzugstrecke (Streckennummer 2272) nach Oberhausen Hauptbahnhof teilt.

Heutiger Verkehr[Bearbeiten]

Heute verkehren im Streckenabschnitt Personenzüge folgender Linien:

Linie Linienverlauf
S 9 Haltern – Abzw Lippe – Gelsenkirchen-Buer NordBottrop Hbf – Essen-Dellwig Ost – Wuppertal Hbf
RE 14 BorkenGladbeck WestBottrop – Essen-Dellwig Ost – Essen Hbf
RB 44 DorstenGladbeck WestOberhausen-Osterfeld SüdOberhausen Hbf
fett: Hamm-Osterfelder Bahn – normal: angrenzende Strecken – kursiv: andere Strecken

Es fahren keine durchgehenden Personenzüge mehr von (Haltern –) Gelsenkirchen-Buer Nord nach Oberhausen; die Fahrgäste sind also für diese Relation stets gezwungen, in Gladbeck oder Bottrop umzusteigen.

Für den Schienengüterverkehr ist die Hamm-Osterfelder Bahn trotz dessen Rückganges nach wie vor in ihrer gesamten Länge von Bedeutung. Allerdings bestand zeitweise östlich von Gelsenkirchen-Buer Nord am Wochenende von Samstagmittag bis Montagmorgen Betriebsruhe. Grund für die Betriebsruhe war der Rückgang des Güterverkehrs und Einsparung von Personalkosten für die Stellwerke am Wochenende. Ende 2007 wurde in der ersten Baustufe die neue Signaltechnik mit dem elektronischen Stellwerk Oberhausen-Osterfeld Süd in Betrieb genommen. Mit den weiteren Ausbaustufen wird die Strecke ab Ende 2012 bis zum Abzweig Herringen von Oberhausen aus gesteuert. Durch diese Modernisierung und dem Zuwachs an Güterverkehrsaufkommen wird die Strecke wieder kontinuierlich bedient.

Planungen[Bearbeiten]

Ein Konzept des Fahrgastverbands PRO BAHN Nordrhein-Westfalen und des Verkehrsclubs Deutschland zum Rhein-Ruhr-Express schlägt vor, dass „diese Strecke [...] zwischen Gelsenkirchen-Buer Nord und Recklinghausen wieder von Personenzügen genutzt [wird]. Dadurch erhalten Herten und Westerholt eine SPNV-Anbindung und außerdem Gladbeck, Gelsenkirchen-Buer und Recklinghausen eine verbesserte Anbindung an die großen Städte im Ruhrgebiet und an die Rheinschiene.“

Unfälle[Bearbeiten]

  • Im November 2008 ereignete sich auf Höhe des Stadtteils Recklinghausen-Suderwich ein Zugunglück, bei dem zwei Lokführer schwer verletzt wurden. Eine Lokomotive mit ca. 25 Waggons fuhr auf eine im Gleis stehende Rangier-Lok auf.[2]
  • Am 26. Oktober 2013 stießen auf einer Eisenbahnbrücke in Höhe des Bahnhofes Gladbeck West zwei Güterzüge zusammen. Dadurch entgleisten die Lokomotiven und mehrere Waggons. Ein Zugführer wurde schwer verletzt und die Strecke war zwischen Gladbeck West und Bottrop zwei Wochen lang komplett gesperrt.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Günter Kraus: Die Entwicklung des Gleisnetzes und der Strecken der Direktion Essen. Röhr-Verlag, Krefeld 1986. (= Entwicklung der Eisenbahnen in Deutschland, Teil 2.) ISBN 3-88490-130-3.
  • Christian Hübschen, Helga Kreft-Kettermann: Geographisch-landeskundlicher Atlas von Westfalen. Themenbereich VII VERKEHR. Doppelblatt Eisenbahn-Güterverkehr. Karte und Begleitheft. Aschendorff, Münster (Westf.) 1993, ISBN 3-402-06196-1.
  • Wolfgang Fiegenbaum, Wolfgang Klee: Abschied von der Schiene. Stillgelegte Bahnstrecken von 1980-1990. Transpress Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-613-71073-0.
  • Markus Meinold: Am Nordrand des Reviers .... In: Eisenbahn Geschichte N° 12 (Oktober/November 2005), Seiten 28...37. Herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG).

Weblinks[Bearbeiten]

NRWbahnarchiv von André Joost:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. 6. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.
  2. Eisenbahnbundesamt: Untersuchungsbericht, Kollision, 25. November 2008, Recklinghausen Ost, abgerufen am 16. Februar 2013
  3. [1], abgerufen am 10. November 2013