Bahnstromnetz

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Karte des mitteleuropäischen Bahnstromnetzes
Bahnstromleitung mit 110 kV

Ein Bahnstromnetz ist ein Stromnetz zur Versorgung elektrischer Eisenbahnen.

Der Aufbau eines eigenständigen Bahnstromnetzes ist im Regelfall nur dann sinnvoll, wenn der Bahnbetrieb mit Einphasenwechselstrom verminderter Frequenz wie in Deutschland[1], Österreich, Norwegen, Schweden und der Schweiz erfolgt.

Alternativ kann auf den Aufbau eines Bahnstromnetzes verzichtet werden, wenn der Drehstrom in den Unterwerken der Bahn mit Hilfe rotierender Umformer oder elektronischer Umrichter in die für die Speisung der Oberleitung nötige Spannung und Stromart umgeformt wird. Bei Bahnen, die mit Gleichstrom fahren, wird dieses Verfahren grundsätzlich angewandt. Auch bei Bahnen, die mit Einphasenwechselstrom verminderter Frequenz fahren, wird dies durchgeführt und zwar in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Norwegen und Südschweden. In diesen Gebieten konnte auf den Aufbau eigener Bahnstromnetze verzichtet werden.

Das deutsche Bahnstromnetz hat eine Frequenz von 16,7 Hz und verfügt über 110-kV-Hochspannungsleitungen mit einer Gesamtlänge von etwa 7400 km und 15-kV-Oberleitungen.[1] Es hat aufgrund der starken Lastwechsel anfahrender und verzögernder Züge an verschiedenen Stellen und mehrerer Einspeisepunkte die Eigenschaften eines Smartgrids.[1] Sowohl eigene Kraftwerke als auch Anbindungen an andere Verbundsysteme[1] und das österreichische und schweizerische Bahnstromnetz sichern die Energieversorgung.

Als Kuriosum sei erwähnt, dass die mit Einphasenwechselstrom bei einer Frequenz von 25 Hz betriebene Mariazellerbahn über ein eigenes Bahnstromnetz zur Versorgung ihrer Anlagen verfügt. Als weitere Ausnahme gilt auch die etwas über 20 km lange Rübelandbahn mit dem für Deutschland ungewöhnlichen Stromsystem mit 25 kV/50 Hz.

Gebiete mit Bahnstromnetzen[Bearbeiten]

  • Deutschland (außer Mecklenburg-Vorpommern und Teilen Brandenburgs), Gesamtlänge 7959 km
  • Schweiz
  • Nordschweden
  • Südnorwegen, versorgt vom Wasserkraftwerk Hakavik, sonst wie in Schweden dezentrale Bahnstromversorgung
  • Österreich. Es existieren neben den von den ÖBB betriebenen 15 kV mit 16,7 Hz betrieben Bahnstromnetz mehrere Bahnstromnetze wie ein System mit 25 kV und 50 Hz auf der Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn und ein System mit 25 Hz auf der Mariazellerbahn.
  • USA (im Gebiet um Washington und New York zur Versorgung der dort mit Einphasenwechselstrom mit einer Frequenz von 25 Hertz betriebenen Bahnen)

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Sönke Gäthke: STROMVERTEILUNG – Smartes Netz von der Bahn, Deutschlandfunk – „Forschung aktuell“ vom 28. März 2014