Bahr Aouk

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Bahr Aouk
Einzugsgebiet des Schari mit der Bahr Aouk (mitte rechts)

Einzugsgebiet des Schari mit der Bahr Aouk (mitte rechts)

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Zentralafrikanische Republik, Tschad
Flusssystem Schari
Abfluss über Schari → Tschadsee
Quellgebiet Zentralafrikanische Republik an der Grenze zum SudanVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung Im Grenzbereich zwischen Tschad und Zentralafrikanische Republik in den Schari8.84518.876388888889Koordinaten: 8° 50′ 42″ N, 18° 52′ 35″ O
8° 50′ 42″ N, 18° 52′ 35″ O8.84518.876388888889
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Länge 650 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 103.577 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Linke Nebenflüsse Bahr Kameur; Teté; Gourdai
Gemeinden GolongossoVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt


Der Bahr Aouk (im Oberlauf auch Aoukalé genannt) ist ein Fluss in Zentralafrika. Er ist einer der größten Nebenflüsse in den Oberlauf des Schari, der der Hauptzufluss des Tschadsees ist. Das Wort Bahr bedeutet auf Arabisch Meer oder Massen von Wasser.

Geographie[Bearbeiten]

Der Bahr Aouk entspringt im Dreiländereck zwischen Sudan, der Zentralafrikanischen Republik und dem Tschad. Sein Wassereinzugsgebiet reicht vom Darfur, Quellgebiet des Tiwal, bis in das Bongo-Massiv, Quellgebiet des Yata. Er bildet die meiste Zeit seines Laufes die Grenze zwischen der Zentralafrikanischen Republik und dem Tschad. In seinem Oberlauf wird er als Aoukalé bezeichnet und ist mit dem Mare de Tizi über ein Sumpfgebiet verbunden. Erst nach dem Zusammenfluss mit dem Bahr Kameur heißt er auf allen Karten Aouk. Von der Quelle fließt er in südwestlicher Richtung der Stadt Sarh (Tschad) entgegen. Ungefähr sieben Kilometer nach dem Verlassen der Zentralafrikanischen Republik mündet er etwa fünfzehn Kilometer oberhalb der Stadt Moussafoyo (Tschad) in den Schari.

Der Aouk bildet durch sein schwaches Gefälle in seinem Unterlauf eine stark mäandrierende Auenlandschaft mit zahlreichen kleinen Seen. In diesem Gebiet kann es zu saisonalen weitreichenden Überschwemmungen kommen, die eine wichtige Quelle für das lokale Fischereigewerbe darstellen.[1] Es werden in den so entstandenen Sumpfgebieten jährlich bis zu 3.000 Tonnen Fisch gefangen.[2] Diese Feuchtgebiete sind in der tschadischen Region ein Teil des Ramsar-Gebiets des Plaines d'inondation des Bahr Aouk et Salamat, der eine besondere Bedeutung für Zugvögel der nördlichen Hemisphäre hat[3].

Sein wichtigster Nebenfluss ist der Bahr Kamuer. Zudem speisen ihn aus der Zentralafrikanischen Republik kommend der Teté und der Gourdai.

Hydrometrie[Bearbeiten]

Die Durchflussmenge des Fluss wird seit 22 Jahren (1952-1974) in Golongosso, einer kleinen Siedlung knapp oberhalb der Mündung in den Chari erfasst.[4] Die in Golongosso beobachtete mittlere jährliche Durchflussmenge betrug 74 m³/s gespeist durch eine Fläche von 96.000 km², das heißt, fast das gesamte Einzugsgebiet des Flusses.

Der Bahr Aouk fließt sehr unregelmäßig, wie die meisten Flüsse in der Region. In dem Beobachtungszeitraum von 22 Jahren wurde ein minimaler Durchfluss von 3 m³/s, und ein maximaler Durchfluss 340 m³/s beobachtet.

Die durchschnittliche monatliche Durchströmung des Flusses Bahr Aouk gemessen an der hydrologischen Station von Golongosso (in m³/s)
(Berechnet mit den Daten eines Zeitraums von 22 Jahren, 1952-74)

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Source book for the inland fishery resources of Africa Vol. 3.
  2. [1]
  3. The Annotated Ramsar List: Chad (englisch)
  4. GRDC - Der Bahr Aouk bei Golongosso

Literatur[Bearbeiten]