Baierbach

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Baierbach (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Baierbach
Baierbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Baierbach hervorgehoben
48.41666666666712.2418Koordinaten: 48° 25′ N, 12° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Landshut
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Altfraunhofen
Höhe: 418 m ü. NHN
Fläche: 16,76 km²
Einwohner: 776 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84171
Vorwahl: 08705
Kfz-Kennzeichen: LA, MAI, MAL, ROL, VIB
Gemeindeschlüssel: 09 2 74 118
Gemeindegliederung: 36 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausplatz 1
84169 Altfraunhofen
Webpräsenz: www.baierbach.de
Bürgermeisterin: Aloisia (Luise) Hausberger (CSU/Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Baierbach im Landkreis Landshut
Adlkofen Aham Altdorf Altfraunhofen Baierbach Bayerbach bei Ergoldsbach Bodenkirchen Bruckberg Buch a.Erlbach Eching Ergolding Ergoldsbach Essenbach Furth Geisenhausen Gerzen Hohenthann Kröning Kumhausen Neufahrn Neufraunhofen Niederaichbach Obersüßbach Pfeffenhausen Postau Rottenburg a.d.Laaber Schalkham Tiefenbach Velden Vilsbiburg Vilsheim Weihmichl Weng Wörth a.d.Isar Wurmsham Landshut Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Erding Landkreis Freising Landkreis Kelheim Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Regensburg Landkreis Rottal-Inn Landkreis Straubing-BogenKarte
Über dieses Bild
Die Pfarrkirche St. Andreas

Baierbach ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Landshut und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Altfraunhofen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Baierbach liegt im südlichen Landkreis Landshut zwischen der Großen und Kleinen Vils, etwa 15 km südlich von Landshut und 8 km nördlich von der B 388 in Velden.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Baierbach hat 36 amtlich benannte Ortsteile[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Zwischen 857 und 864 gab Bischof Anno von Freising dem adeligen Hrudoldus in Purgipach eine Kirche nebst Zugehörungen und drei Leibeigenen im Tausch gegen einen Hof mit drei Leibeigenen zu Schweinbach. Der Name Purgipach weist auf das Vorhandensein einer Burg hin.

Es handelte sich um Königsgut, denn der fränkische König gab zu diesem Tausch seine ausdrückliche Erlaubnis. Im 10. Jahrhundert gab Kaiser Otto I. den Besitz an das Kloster Niedermünster in Regensburg.

Im 14. Jahrhundert heißt der Ort Pewerbach, Pivrbach und Pevrbach, danach Pewrpach, Hofpeurpach, 1739 Beurbach und erst seit 1811 Baierbach.

Seit Anfang des 15. Jahrhunderts bauten hier die Freiherren von Fraunhofen ihre Reichsherrschaft auf. Neben Altfraunhofen, Oberheldenberg, Holzhausen und Neufraunhofen bildete Baierbach eine der fünf Obmannschaften dieses Territoriums. Die hiesigen Rechtsfragen waren immer strittig, da das Kurfürstentum Bayern die Reichsunmittelbarkeit der Freiherren von Fraunhofen nicht anerkannte.

Mit der Rheinbundakte kam das Gebiet 1806 zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem ersten Gemeindeedikt 1808 der Steuerdistrikt Baierbach im Patrimonialgericht Neufraunhofen und mit dem zweiten Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Baierbach im Landgericht Vilsbiburg. Im Steuerdistrikt waren nur fraunhofersche Gerichtsholden anwesend, deshalb wurde die Gemeinde mittelbar fraunhofisch. Das Herrschaftsgericht Fraunhofen bestand weiter bis zur Abschaffung der Patrimonialgerichtsbarkeit im Jahr 1848.

Einwohner[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 erst 607, 1987 dann 606 und im Jahr 2000 dann 736 Einwohner gezählt. Am 30. März 2011 waren es dann schon 816 Einwohner (davon 418 männlich, 398 weiblich, 660 katholisch, 34 evangelisch).

  • 2013: 774 Einwohner (Stand: 30. September 2013)[3]
Altersstruktur der Bevölkerung Baierbachs gemäß Zensus 2011
Alter Einwohner nach Alter[4]
jünger als 18 23,1 %
18 bis 29 10,5 %
30 bis 49 30,2 %
50 bis 64 21,3 %
älter als 65 14,9 %

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2008[5]
Wahlbeteiligung: 75,8 %
 %
70
60
50
40
30
20
10
0
62,3 %
37,7 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a Freie Bürgerliste
b CSU/Freie Wählergemeinschaft

Acht Monate nach Kriegsende fanden am 27. Januar 1946 die ersten Kommunalwahlen (Gemeinderatswahlen) in den kreisangehörigen Gemeinden Bayerns statt. In den Monaten April und Mai 1946 folgten dann noch die ersten Wahlen der Bürgermeister, Landräte sowie Kreistage. 2006 wurde das 60-jährige Jubiläum begangen.[6]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 298.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 42.000 Euro.

Die Gemeinde Baierbach ist Mitglied in folgenden Zweckverbänden[3]:

  • Regionaler Planungsverband Landshut
  • Schulverband Altfraunhofen-Baierbach
  • Schulverband Geisenhausen
  • Zweckverband Wasserversorgung Isar-Vils

Baierbach gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Altfraunhofen. Weitere Mitglieder sind:

Die Verwaltungsgemeinschaft Altfraunhofen erbringt 301 verschiedene behördliche Leistungen.[7]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 8 Personen. Nach der Kommunalwahl 2014 (zum Vergleich: Kommunalwahl 2008) sind darunter sieben (sieben) Männer und eine (eine) Frauen.[5][8]

Die Kommunalwahl 2008 führte zu folgender Sitzverteilung:

  • Freie Bürgerliste: 5 Sitze und
  • CSU/Freie Wählergemeinschaft: 3 Sitze.

Bei der Kommunalwahl 2008 waren bei der Gemeinderatswahl 607 Bürger stimmberechtigt. 460 davon haben als Wähler teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 75,8 Prozent entspricht. 454 gültige und 6 ungültige Stimmzettel wurden abgegeben.[5] Die nächsten Kommunalwahlen finden 2020 statt.

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Aloisia (Luise) Hausberger (CSU/Freie Wählergemeinschaft). Bei den Kommunalwahlen 2008 löste sie Siegfried Steckenbiller (Freie Bürgerliste)[9][8] nach einem Kuriosum ab, als im ersten Wahlgang der damals einzige Bewerber scheiterte.[10] Bei den Kommunalwahlen 2014 wurde Sie in ihrem Amt bestätigt.[11]

Ehemalige Bürgermeister
Amtszeit Bürgermeister
bis 2008 Siegfried Steckenbiller
seit 2008 Luise Hausberger

Wappen[Bearbeiten]

Das seit 1983 geführte Wappen zeigt unter blauem Schildhaupt, darin ein silbernes Andreaskreuz, in Silber über blauem Dreiberg vorne ein schwarzes, hinten ein davon abgewandtes rotes Widderhorn.

Das Andreaskreuz im Schildhaupt weist auf das Andreaspatrozinium der Pfarrkirche hin. Der untere Teil des Wappens mit den zwei Widderhörnern über dem Dreiberg erinnert als (falsch) redendes Bild an die Familie Wi(e)derspacher, die im 17. Jahrhundert das Präsentationsrecht für den Benefiziaten der Frauenkirche in Baierbach hatte. Das Benefizium wurde später auf die Pfarrkirche St. Andreas übertragen.

Die Nebenkirche Unsere Liebe Frau

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Pfarrkirche St. Andreas. Die spätgotische Kirche entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sie wurde 1888 vergrößert.
  • Nebenkirche Unsere Liebe Frau. Der Backsteinbau aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts hat ein Netzrippengewölbe. Im Hochaltar befinden sich Schnitzfiguren von Christian Jorhan dem Älteren um 1760.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Baierbach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 40 und im Bereich Handel und Verkehr 10 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 220. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 5 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 973 ha, davon waren 838 ha Ackerfläche.

Per 30. März 2011 ist die Gemeinde schuldenfrei.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeindestraßen sind 28,74 km lang.

Vereine[Bearbeiten]

  • Altschützengesellschaft Baierbach
  • CSU-Ortsverband Baierbach
  • Freiwillige Feuerwehr Baierbach
  • Grenzlandschützen Steinbach[12]
  • Jungschützen Baierbach
  • Krieger- und Soldatenkameradschaft Baierbach
  • Obst- und Gartenbauverein Baierbach
  • TSV Baierbach 1968 e.V.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Beölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bayerische Landesbibliothek: Suchergebnis Baierbach. Online auf bayerische-landesbibliothek-online.de. Abgerufen am 29. Mai 2014.
  3. a b Bayerischer Behördenwegweiser - Gemeinde Baierbach: Mitgliedschaften in Zweckverbänden und Einwohnerzahl. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 30. Mai 2014.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Personen nach Alter (5 Altersklassen) für Baierbach (Kreis: Landshut, Landkreis) –in %–. Online auf ergebnisse.zensus2011.de. Abgerufen am 27. April 2014.
  5. a b c Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Wahl der Gemeinderäte in den kreisangehörigen Gemeinden in Bayern 2008 nach Gemeinden - Ergebnisse für einzelne Gemeinden, Landkreise, Regierungsbezirke und Bayern. Online auf wahlen.bayern.de. Abgerufen am 29. Mai 2014.
  6. INFORMATION (An alle Haushaltungen!); Hrsg. Gemeinde Adlkofen, Nr. XX/04 - 2006
  7. Bayerischer Behördenwegweiser - Verwaltungsgemeinschaft Altfraunhofen: Verwaltungsgemeinschaft Altfraunhofen - Landkreis Landshut. Online auf verwaltungsservice.bayern.de. Abgerufen am 30. Mai 2014.
  8. a b Gemeinde Baierbach: Amtliche Endergebnisse der Gemeinderatswahl 2014. JPG. Online auf vg-altfraunhofen.de. Abgerufen am 29. Mai 2014.
  9. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Erste Bürgermeister/Oberbürgermeister in den kreisangehörigen Gemeinden zum Stand 1. Mai 2008. Online auf wahlen.bayern.de. Abgerufen am 29. Mai 2014.
  10. idowa: Noch kein Ergebnis in Baierbach, 2. März 2008. Online auf idowa.de. Abgerufen am 29. Mai 2014.
  11. Gemeinde Baierbach: BGM-Wahl 2014 Baierbach komplett - Vorl. Endergebnis. JPG. Online auf vg-altfraunkofen.de. Abgerufen am 29. Mai 2014.
  12. Grenzlandschützen Steinbach

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Baierbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien