Baiersdorf
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Erlangen-Höchstadt | |
| Höhe: | 269 m ü. NN | |
| Fläche: | 11,79 km² | |
| Einwohner: | 7669 (31. Jan. 2008) | |
| Bevölkerungsdichte: | 650 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91083 | |
| Vorwahl: | 09133 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERH | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 72 115 | |
| Stadtgliederung: | 4 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Waaggasse 2 91083 Baiersdorf |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Andreas Galster (CSU) | |
Baiersdorf ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Die Stadt Baiersdorf liegt auf der zu großen Teilen hochwasserfreien Terrasse der 500 Meter entfernten Regnitz, acht Kilometer nördlich von Erlangen und acht Kilometer südlich von Forchheim, auf halbem Wege zwischen Nürnberg und Bamberg.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Ortsteile sind Baiersdorf, Hagenau, Igelsdorf und Wellerstadt. Der neue Stadtteil In der Hut ist fertiggestellt.
Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):
Forchheim, Poxdorf, Langensendelbach, Bubenreuth, Möhrendorf, Hausen
[Bearbeiten] Geschichte
Die Stadt Baiersdorf wurde 1062 erstmals urkundlich erwähnt und besitzt seit über 650 Jahren die Stadtrechte.
Baiersdorf hat einen großen Anteil am europäischen Meerrettich-Anbau; es gibt dort zwei weitbekannte Firmen, die Meerrettich-Produkte herstellen und vertreiben. Markgraf Johann der Alchemist (1401–1464) hat zum ersten Mal in Baiersdorf Meerrettich pflanzen lassen und damit den Anbau in Mittel- und Oberfranken begründet. Das Spezialunternehmen Schamel wurde 1846 in Baiersdorf gegründet und ist die älteste Meerrettichmarke der Welt.
Der Ortsteil Hagenau gehörte bis 1978 zur Nachbargemeinde Poxdorf. Die Siedlung entstand 1939. Zunächst wurde ein Luftwaffenlager eingerichtet, dann eine Barackensiedlung gebaut, in der französische Kriegsgefangene, nach 1945 dann Vertriebene aus dem Sudetenland einquartiert wurden. Ab 1946 wurde dann die Siedlung Hagenau gebaut. Vom 1. bis 3. September 2006 fand die 60-Jahr-Feier statt.
Am Abend des 21. Juli 2007 wurde Baiersdorf nach ungewöhnlich starken Regenfällen überschwemmt, rund 1000 Häuser standen unter Wasser, die Bundesautobahn 73 musste für den Verkehr gesperrt werden. Der gesamte Schaden wurde auf etwa 100 Millionen Euro[1] geschätzt.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Stadtrat
Der Stadtrat hat 21 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.
(Stand: Kommunalwahl am 3. März 2008)
[Bearbeiten] Wappen
Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne geviert von Silber und Schwarz; hinten auf grünem Boden stehend ein grün gekleideter Geleitsmann mit schwarzem Gürtel, Hut und schwarzen Stiefeln, der in ein goldenes Horn bläst und in der Linken einen goldenen Spieß hält.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Mit der Marktgemeinde Ulrichsberg in Oberösterreich besteht seit 1974 eine Städtepartnerschaft. Seit 2000 ist auch die Stadt Pacé in Frankreich Partnerstadt von Baiersdorf. Nach Pacé wurde auch der Park nahe der Point benannt. Die Partnerschaft mit der Gemeinde Brenna in Polen ist im Juli 2007 zur Tausendjahrfeier von Wellerstadt besiegelt worden.
[Bearbeiten] Gewerbe
Aufgrund der günstigen Lage an der Bundesautobahn 73 und der unmittelbaren Bahnanbindung verfügt Baiersdorf über eine optimale Verkehrsanbindung, die ein bedeutender Standortfaktor für Industrie und Handel ist.
Zwei Industriegebiete bilden das Rückgrat des Baiersdorfer Gewerbes: Der rund 15.000 Quadratmeter große Gewerbehof Heinlein im Süden der Stadt und der im Nord-Osten gelegene Gewerbepark. Seit 1846 produziert hier das traditionsreiche Unternehmen Schamel Meerrettich. Daneben haben sich moderne Handelsunternehmen unterschiedlichster Branchen angesiedelt. 1991 lässt sich die Brodos AG im Gewerbehof Heinlein nieder. Mit rund 200 Vollzeit-Beschäftigten ist der Mobiltelefongroßhandel und IT-Dienstleister größter Arbeitgeber am Ort. Deutschlandweit gehört Brodos zu den drei größten Distributoren von Telekommunikationsartikeln und ist mit einem Umsatz von über 260 Mio. Euro ein bedeutender Gewerbesteuerzahler der Stadt.
Eine ausgewogene Zahl an Einzelhandelsunternehmen und Gastronomiebetrieben sichert die Nahversorgung der Baiersdorfer Bevölkerung.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
- Meerrettich-Museum
[Bearbeiten] Denkmäler
- Jüdischer Friedhof
- Schloss Scharfeneck-Denkmal
- Der Hoyerbrunnen
- Das alte Rathaus mit Pranger (in dem sich jetzt das griechische Restaurant Irodion befindet)
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
Die Baiersdorfer Kirchweih am Johanniswochenende im Juni ist sehenswert; auch die Wellerstädter Kirchweih (Kerwa) am zweiten Augustwochenende hat eine lange Tradition.
Am Faschingssonntag ziehen die Fasalecken durch Baiersdorf. Dies ist ein alter Brauch des Winteraustreibens, der aber nichts mit Fasching/Fastnacht zu tun hat.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ http://www.sueddeutsche.de/bayern/artikel/122/124937/ 100-Millionen-Euro Schaden in einem Dorf
[Bearbeiten] Weblinks
- Judenfriedhof Baiersdorf
- Baiersdorf: Wappengeschichte vom HdBG
- Schweres Unwetter im Juli 2007 richtet in Baiersdorf erheblichen Schaden an
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