Baikal-Helmkraut

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Baikal-Helmkraut
Baikal-Helmkraut (Scutellaria baicalensis)

Baikal-Helmkraut (Scutellaria baicalensis)

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Unterfamilie: Scutellarioideae
Gattung: Helmkräuter (Scutellaria)
Art: Baikal-Helmkraut
Wissenschaftlicher Name
Scutellaria baicalensis
Huds.

Das Baikal-Helmkraut (Scutellaria baicalensis) ist eine Pflanzenart in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Gegenständig am Stängel angeordnete Laubblätter
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Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Das Baikal-Helmkraut wächst aus audauernde krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von etwa 20 bis 40 Zentimetern. Sie bildet ein schlankes, fleischiges Rhizom. Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind länglich, eiförmig und gezähnt.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blütezeit liegt im Sommer. Die zwittrigen Blüten sind bei einer Höhe von 2 bis 3 Zentimetern zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Bei der Blütenkrone ist die Oberlippe violett und die Unterlippe blau gefärbt.

Vorkommen[Bearbeiten]

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Das Baikal-Helmkraut ist in Sibirien (beispielsweise am Baikalsee) beheimatet, seine weitere Verbreitung reicht bis nach China. Es wird in Europa kultiviert.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

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Das Baikal-Helmkraut enthält Scutellarin, Baicalin, Wogonosid, ätherische Öle, Gerbstoffe und Harze.

Nutzung[Bearbeiten]

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Volksmedizin[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert wurde es mit dem europäischen Baldrian verglichen. In der traditionellen chinesischen Medizin ist es unter dem Namen „Huang qin“ seit langem bekannt.

Pharmakologie[Bearbeiten]

Baikal-Helmkraut wirkt antiallergen, entzündungshemmend und antibakteriell.[1] Untersuchungen haben ergeben, dass Wogonin, ein Wirkstoff des Baikal-Helmkrauts, die „Selbstmordfunktion“ (Apoptose) in Krebszellen auslöst, gesunde Zellen aber völlig unbehelligt bleiben.[2] Forschungen der Medizinischen Universität Wien aus dem Jahr 2011 bestätigen dies.[3] Für den Inhaltsstoff Baicalin konnten im Tierversuch progesteronfördernde und antiabortive Wirkungen beschrieben werden. [4]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Andrew Chevallier: Das Grosse Lexikon der Heilpflanzen. Dorling Kindersley, Starnberg 2001, ISBN 3-8310-0167-7, S. 134.
  2. S. Kohlstädt: Pflanzeninhaltsstoff mit selektiver Wirkung auf Krebszellen. – Pressemitteilung des DKFZ vom 12. Dezember 2007
  3. Der Standard: Wie der Tumor in die Lymphe kommt - derstandard.at.
  4. A. T. Ma, X. H. Zhong, Z. M. Liu, W. Y. Shi, J. Du, X. H. Zhai, T. Zhang, L. G. Meng: Protective effects of baicalin against bromocriptine induced abortion in mice. In: The American journal of Chinese medicine. Band 37, Nummer 1, 2009, ISSN 0192-415X, S. 85–95, doi:10.1142/S0192415X09006709, PMID 19222114.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Baikal-Helmkraut (Scutellaria baicalensis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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