Baildonhütte

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Die Baildonhütte im 19. Jahrhundert
Direktionsgebäude

Die Baildonhütte ist ein 1801 erbautes Eisenwerk in der oberschlesischen Stadt Katowice. Es steht seit 2001 in der Insolvenz.

Geschichte[Bearbeiten]

John Baildon baute 1801[1] als hüttentechnischer Zivilingenieur die nach ihm benannte Baildonhütte (Puddlingswerk) mit vier Puddelhochöfen am Dorf Domb nördlich des Dorfes Kattowitz. Damit wurde die Herstellung von Schweißeisen und Stahl erheblich modernisiert.

Das Dorf Kattowitz hatte im Jahr 1845 rund 1326 Einwohner. In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist das Dorf erstaunlich gewachsen. Im Jahr 1865 wurden der Ortschaft die Stadtrechte verliehen. Das Dorf Dąb mit der Baildonhütte ist im Jahr 1924 mit der Stadtgemeinde Kattowitz verbunden worden. 1939 zählte die Stadtgemeinde 134.000 Einwohner.

Nach dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde Ostoberschlesien der militärischen Verwaltung unterstellt. Auf der Grundlage der Verordnung Hitlers vom 8. Oktober 1939 über den Anschluss der westlichen Gebiete Polens an das Reich wurde am 26. Oktober die Militäradministration abgeschafft und der eroberte Teil Ostoberschlesiens wurde - als Kattowitzer Verwaltungskreis - in die schlesische Provinz eingegliedert.

Im Jahr 1943 war die Baildonhütte ein Hüttenwerk der Vereinigten Oberschlesischen Hüttenwerke AG (kurz Oberhütten). Im Laufe der Jahre 1943–1944 hat der Einsatz von Kriegsgefangenen und ausländischen Zwangsarbeitern einen Massencharakter angenommen.

Das oberschlesische Revier konnte im Januar 1945 weitgehend unzerstört von der Roten Armee erobert werden.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Baildonhütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Festschrift zum 25 jährigen Stiftungsfeste des Kath. Gesellenvereins zu Katowice-Załęże, 1935 (Digitalisat)