Balad (Israel)

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ברית לאומית דמוקרטית
التجمع الوطني الديمقراطي
Logo der Partei
Vorsitzender Jamal Zahalka
Gründungsdatum 1995
Gründer Azmi Bischara
Politische Ideologie Arabischer Nationalismus
Demokratischer Sozialismus
Abkürzung Balad
Internetpräsenz www.tajamoa.org

Balad (hebräisch: בל״ד, Akronym für ברית לאומית דמוקרטית Brit le'umit demokratit „Nationales demokratisches Bündnis“; arabisch ‏التجمع الوطني الديمقراطي‎ at-Tadschammuʿ al-watanī ad-dīmuqrātī, DMG at-Taǧammuʿ al-waṭanī ad-dīmuqrāṭī) ist eine arabische Partei in Israel. Sie wurde 1995 gegründet und setzt sich dafür ein, dass Israel sich nicht als „jüdischer Staat“ definiert, sondern als „Staat aller Staatsbürger“. Die Anfangsbuchstaben des hebräischen Namens der Partei B. L. D führten zu der Wortbildung Balad. Balad ist gleichzeitig das arabische Wort für Land.

1999 kandidierte der Parteivorsitzende Azmi Bishara als erster Araber bei den Premierminister-Wahlen, zog seine Kandidatur jedoch nach Verhandlungen mit Ehud Barak von der Arbeitspartei zurück.

Teilnahme an Knesset-Wahlen[Bearbeiten]

Bei den Wahlen zur 14. Knesset im Jahr 1996 trat die Partei gemeinsam mit Chadasch an und errang zwei Mandate, gegen Ende der Legislaturperiode verließen jedoch beide Abgeordnete die Partei und bildeten eine eigene Parlamentariergruppe. Bei den Wahlen zur 15. Knesset im Jahr 1999 errang Balad zwei Mandate, während der Legislaturperiode spaltete sich jedoch die Parlamentariergruppe. Bei den Knesset-Wahlen 2003 und 2006 errang Balad drei jeweils Mandate.

2009 entschied das israelische zentrale Wahlkomitee zunächst, Balad und die zur Vereinigten Arabischen Liste gehörende Ta'al-Partei von der Knesset-Wahl am 10. Februar auszuschließen, da beide zu Gewalt aufwiegeln, den Terrorismus unterstützen und den Staat Israel nicht anerkennen würden.[1] Das Oberste Gericht hob Ausschluss auf.[2] Auch 2009 und 2013 errang die Partei je drei Mandate.

Zu den bekannten Abgeordneten der Balad gehört Hanin Soabi.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Israel will arabische Parteien von Wahl ausschließen“, in: Spiegel online, 12. Januar 2009.
  2. „Oberster Gerichtshof hebt Verbot arabischer Parteien auf“, in: haGalil.com 24. Januar 2009