Balafon

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Balafon

Balafon, auch bala, balo, balangi ist ein Xylophon mit untergehängten Kalebassen als Resonatoren. In Westafrika wird es insbesondere von Manding-Sprechern gespielt.

Bekannt wurde das Instrument, weil es am Königshof in Sikasso im heutigen Mali gespielt wurde. Im 16. Jahrhundert blühten dort die Künste unter dem Mäzenatentum des Herrschers auf. So konnten sich die Hofmusikanten zu Virtuosen entwickeln und eine Tradition begründen, die weit über Afrika ausstrahlte. Zentren der Balafon-Musik sind heute Guinea und Mali. Dort wird die Griot-Spieltradition in erster Linie innerhalb der Kouyaté-Familie[1] weitergegeben.[2] In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die Spielweise insbesondere von Kélétigui Diabaté weiterentwickelt.

Aufbau[Bearbeiten]

Das Balafon besteht aus Holz-Klangstäben und Kalebassen – hohlen Kürbissen, die als Resonanzkörper dienen. In die Seiten der Kalebassen sind zwei oder drei fingerdicke Löcher gebohrt, über die Spinnweben oder Fledermausflügel geklebt werden (heute immer häufiger Zigarettenpapier). Diese Mirlitone werden durch die Resonanz in Schwingung versetzt und beginnen zu schnarren.

Die Klangstäbe und ihre Resonatoren werden von einem Rahmen aus gespaltenem Bambus und Ziegenhaut-Streifen zusammengehalten. Gewöhnlich ist das Balafon aufsteigend von den tiefen zu den hohen Tönen pentatonisch oder diatonisch gestimmt. Festgelegte Tonleitern, nach denen die Instrumente gestimmt werden, gibt es nicht.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A Family of Djelis. ballakopuyate.com
  2. Balafon master has his hands on a legacy. The Boston Globe, 6. Dezember 2009