Balance (Film)

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Filmdaten
Originaltitel: Balance
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1989
Länge (PAL-DVD): 7 Minuten
Originalsprache: keine
Altersfreigabe: FSK 6
Stab
Regie: Christoph Lauenstein
Wolfgang Lauenstein
Drehbuch: Christoph Lauenstein
Wolfgang Lauenstein
Produktion: Kunsthochschule Kassel,
Hochschule für Bildende Künste Hamburg
Kamera: Christoph Lauenstein
Wolfgang Lauenstein
Besetzung

keine

Balance ist ein deutscher Trickfilm von Christoph und Wolfgang Lauenstein aus dem Jahr 1989. Er gewann im Jahr 1990 den Academy Award (Oscar) als Bester animierter Kurzfilm.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der Film zeigt eine Gruppe von menschenähnlichen Gestalten, die sich auf einer frei schwebenden Plattform befinden. Bei Bewegungen müssen sie darauf achten, im Gleichgewicht zu bleiben, da die Platte sich sonst neigt und sie herunterstürzen.

Einer der Gestalten gelingt es nun, eine Truhe aus dem umgebenden Raum auf die Platte zu holen. Aus der Truhe erklingt Musik. Von diesem Moment an gibt es einen Einschnitt im Gruppenverhalten und das individuelle Verhalten der einzelnen Figuren kommt zum Vorschein. Jede der Figuren will die Kiste für sich haben, und so bilden sich Grüppchen, die sich bekämpfen. Eine Figur nach der anderen wird von der Platte gestoßen.

Am Ende bleibt eine einzige Figur in einer ausweglosen Situation gefangen, da die Kiste auf der einen Seite, die Figur jedoch auf der anderen Seite der Plattform steht und somit Kiste und Figur an ihre Positionen gefesselt sind.

[Bearbeiten] Kritik und Hintergrund

Der Film entstand an der Kunsthochschule Kassel. Er wurde als kleines Meisterwerk gelobt. Mit minimalem Aufwand erzeugt er eine unheimliche, surreale Atmosphäre. Dabei vermittelt er trotzdem eine universal verständliche Botschaft.

Der Film wird von der Bundeszentrale für politische Bildung empfohlen. Im Haus der Geschichte in Bonn läuft er in einer Endlosschleife am Schluss der Dauerausstellung. Man kann die Figuren, Kiste, Platte und den Oscar für diesen Film im Düsseldorfer Filmmuseum besichtigen.

Der Film ist eine Parabel: Das anfangs kooperative Gruppenverhalten wird durch eine äußere Einwirkung, hier in Form einer Musik spielenden Kiste, verändert. Das Verhalten der Gruppenmitglieder schlägt in destruktiven Egoismus um. Die Abhängigkeit der Menschen voneinander, das „Aufeinander-Angewiesen-Sein“, wird im Film durch das ständig nötige Ausbalancieren auf der Plattform besonders deutlich. Dies zeigt, dass der Mensch nur in einer zusammenarbeitenden Gruppe zum Erfolg kommen kann, deren Ziel es ist, diesen Erfolg zu teilen. Die Folgen des Egoismus werden im Film besonders stark sichtbar, da egoistisches Handeln für die handelnde Person selbst negative Auswirkungen mit sich bringt.

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Weblinks

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