Balassagyarmat
| Balassagyarmat | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Ungarn | |||
| Region: | Észak-Magyarország (Nord-Ungarn) |
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| Komitat: | Nógrád | |||
| Kleingebiet bis 31.12.2012: | Balassagyarmat | |||
| Koordinaten: | 48° 5′ N, 19° 18′ O48.0786419.29403Koordinaten: 48° 4′ 43″ N, 19° 17′ 39″ O | |||
| Fläche: | 29,03 km² | |||
| Einwohner: | 16.396 (1. Jan. 2011) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 565 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+36) 35 | |||
| Postleitzahl: | 2660 | |||
| KSH kódja: | 13657 | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2012) | ||||
| Gemeindeart: | Stadt | |||
| Bürgermeister: | Lajos Medvácz | |||
| Postanschrift: | Rákóczi fejedelem útja 12. Balassagyarmat |
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| Webpräsenz: | ||||
| (Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal) | ||||
Balassagyarmat [ˈbɒlɒʃːɒɟɒrmɒt] (deutsch veraltet: Jahrmarkt, slowakisch Balážske Ďarmoty[1]) ist eine Stadt in Nordungarn mit 17.704 Einwohnern (2005). Die Stadt ist das Zentrum des Kleingebiets Balassagyarmat und eine Grenzstadt zur Slowakei.
Inhaltsverzeichnis |
Lage [Bearbeiten]
Balassagyarmat liegt an der linken Seite des Flusses Ipeľ/Ipoly im Nógráder Becken. Der Stadtteil, der auf dem rechten Ufer des Flusses liegt und einst zu Balassagyarmat gehörte, ist heute das slowakische Dorf Slovenské Ďarmoty ( ungarisch: Tótgyarmat).
Verkehr [Bearbeiten]
Mit dem Zug erreicht man die Stadt mit den Linien 78 und 75 der MÁV (Ungarische Staatsbahnen).
Mit dem Auto erreicht man die Stadt auf der Landstraße 22 (ungarische Seite) oder 527 (slowakische Seite).
Geschichte [Bearbeiten]
Frühmittelalter [Bearbeiten]
Nach der Landnahme der Ungarn war die Gegend der heutigen Stadt das Siedlungsgebiet des Magyarenstammes Gyarmat.
Erstmals wurde die Stadt 1244 schriftlich erwähnt. Der Ursprung der Stadt ist die Burg, die nach dem Tatarenangriff im Ungarischen Königreich errichtet wurde.
14. bis 15. Jahrhundert [Bearbeiten]
Im 14. bis 15. Jahrhundert waren die umliegenden Ländereien und die Burg das Eigentum der Familie Balassa. Ab dem 15. Jahrhundert widerspiegelt der Name der Stadt dieses Besitzverhältnis.
Die Ortschaft erhielt 1437 das Marktrecht (ung. Mezővárosi jog).
Türkische Besatzung [Bearbeiten]
Die Osmanen eroberten die Stadt 1552. Während der Kämpfe wurde die ganze Umgebung entvölkert. Neuen Siedler kamen erst im 17. Jh. wieder. In dieser Zeit wurde die Stadtmauer errichtet, deren Ruinen heute in der Bástya Straße zu sehen sind.
Neuzeit [Bearbeiten]
1790 wurde die Stadt Hauptstadt des Komitates Nógrád. Das Gefängnis wurde 1845 gebaut und wird noch heute verwendet.
Seit dem Vertrag von Trianon ist Balassagyarmat eine Grenzstadt, ursprünglich sollte sie auch zur Tschechoslowakei gehören. Durch den anhaltenden Widerstand der Bevölkerung wurde dies aber verhindert.
1919 wurde der Stadt der Titel "Civitas Fortissima", (Tapferste Stadt) gegeben, als die Bürger der Stadt die tschechischen Besatzungstruppen über den Fluss Ipoly jagten.
1950 wurde der Komitatssitz nach Salgótarján verlegt. Das Komitatsgericht befindet sich aber bis heute in Balassagyarmat.
Partnerstädte [Bearbeiten]
| Dej, Rumänien | |
| Heimenkirch, Deutschland | |
| Ostrołęka, Polen | |
| Lamezia Terme, Italien | |
| Slovenské Ďarmoty/Tótgyarmat, Slowakei |
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Palóc-Museum und das palóc-Haus (volkskundliche Sammlung)
- Csillagház, das "Stern-Haus" (klassizistische-lokalhistorische Sammlung)
- das ehemalige Rathaus (klassizistisch, nach den Plänen von Ferenc Kasselik, gebaut von 1832–1835)
- das ehemalige Wohnhaus von Kálmán Mikszáth
- römisch-katholische Kirche (barock, 1740–1746)
- evangelische Kirche (barock, 1785–1786)
- ehemaliges Balassa Hotel (klassizistisch, Sándor Petőfi war hier zweimal Gast.)
Söhne und Töchter der Stadt [Bearbeiten]
- Károly Bérczy (1821–1867), Schriftsteller
- Josef Dobrovský (1753–1829), tschechischer Sprachwissentschaftler
- Károly Jobbágy (1921–1998), Dichter
- Péter Kőszeghy (* 1971), Komponist und Musikpädagoge
- Iván Markó (* 1947), Choreograph
- Márk Rózsavölgyi (1789–1848), Komponist
- György Udvardy (* 1960), Bischof von Pécs
- Ernő Zórád (1911–2004), Graphiker, Zeichner und Maler