Balassagyarmat
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Balassagyarmat | ||||
|
||||
| Basisdaten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Staat: | Ungarn | |||
| Region: | Észak-Magyarország (Nord-Ungarn) |
|||
| Komitat: | Nógrád | |||
| Koordinaten: | 48° 5′ N, 19° 18′ OKoordinaten: 48° 4′ 43″ N, 19° 17′ 39″ O | |||
| Fläche: | 29,03 km² | |||
| Einwohner: | 17.704 (2005) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 610 Einwohner je km² | |||
| Telefonvorwahl: | (+36) 35 | |||
| Postleitzahl: | 2660 | |||
| Struktur und Verwaltung | ||||
| Gemeindeart: | Stadt | |||
| Bürgermeister: | Medvácz Lajos | |||
| Postanschrift: | Rákóczi fejedelem útja 12. Balassagyarmat |
|||
| Webpräsenz: | ||||
Balassagyarmat [ˈbɒlɒʃːɒɟɒrmɒt] (slowakisch Balážske Ďarmoty[1]) ist eine Stadt in Nordungarn mit 17.704 Einwohnern (2005). Die Stadt ist ein Grenzübergang in die Slowakei, bzw. das Zentrum des Kleingebiets Balassagyarmat.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Balassagyarmat liegt an der linken Seite des Flusses Ipeľ/Ipoly im Nógráder Becken. Der Stadtteil, der auf dem rechten Ufer des Flusses liegt und einst zur Balassagyarmat gehörte, ist heute die slowakische Slovenské Ďarmoty (auf ungarisch, Tótgyarmat).
[Bearbeiten] Verkehr
Mit dem Zug erreicht man die Stadt mit den Linien 78 und 75 der MÁV (Ungarische Staatsbahn).
Mit dem Auto erreicht man die Stadt auf der Landstraße 22 (ungarische Seite) oder 527 (slowakische Seite).
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Frühmittelalter
Nach der Einsiedlung der Ungarn war die Gegend der heutigen Stadt das Siedlungsgebiet des Magyarenstammes Gyarmat.
Zuerst wurde die Stadt schriftlich 1244 erwähnt. Die Stadt selbst entwickelte sich von der Burg, der nach dem Tatarenangriff im Ungarischen Königreich errichtet wurde.
[Bearbeiten] 14-15. Jh.
In den 14-15. Jahrhundert waren die umliegenden Ländereien, bzw. der Burg die Eigentümer der Familie Balassa. Ab dem 15. Jh. widerspiegelt der Name der Stadt dieses Besitzverhältnis.
Die Ortschaft erhielt die Marktrecht (ung. Mezővárosi jog) 1437.
[Bearbeiten] Türkische Besatzung
Die Osmanen eroberten die Stadt 1552. Während der Kämpfe wurde die ganze Umgebung entvölkert. Die neuen Siedler kamen erst im 17. Jh. wieder. In dieser Zeit wurde die Stadtmauer errichtet, deren Trümmer heute in der Bástya Straße zu sehen sind.
[Bearbeiten] Neuzeit
1790 wurde die Stadt zur Hauptstadt der Komitat Nógrád ernannt. Das heute noch funktionierende Gefängnis wurde 1845 gebaut.
Seit dem Vertrag von Trianon ist Balassagyarmat eine Grenzenstadt, ursprünglich sollte sie auch zur Tschechoslowakei gehören, durch den anhaltenden Widerstand der Bevölkerung wurde dies aber verhindert.
1919 wurde der Stadt der Titel "Civitas Fortissima", das heißt die Tapferste Stadt gegeben, als die Bürger der Stadt die tschechischen Besatzungstruppen zum rechten Ufer der Ipoly verjagt haben.
1950 wurde der Titel der Komitatshauptstadt an Salgótarján abgegeben. Das Komitatsgericht befindet sich aber bis heute in Balassagyarmat.
[Bearbeiten] Partnerstädte
| Dej/Dés, Rumänien | |
| Heimenkirch, Deutschland | |
| Ostrołęka, Polen | |
| Lamezia Terme, Italien | |
| Slovenské Ďarmoty/Tótgyarmat, Slowakei |
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Palóc-Museum und das palóc-Haus (volkskundliche Sammlung)
- Csillagház, das "Stern-Haus" (klassizistische-lokalhistorische Sammlung)
- das ehemalige Rathaus (klassizistisch, nach den Plänen von Ferenc Kasselik, gebaut von 1832–1835)
- das ehemalige Wohnhaus von Kálmán Mikszáth
- römisch-katholische Kirche (barock, 1740–1746)
- evangelische Kirche (barock, 1785–1786)
- ehemaliges Balassa Hotel (klassizistisch, Sándor Petőfi war hier zweimal Gast.)
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- Károly Bérczy (1821–1867) Schriftsteller
- Josef Dobrovský (1753–1829) tschechischer Sprachwissentschaftler
- Károly Jobbágy (1921–1998) Dichter
- Iván Markó (1947–) Choreograph
- Márk Rózsavölgyi (1789–1848) Komponist
- Ernő Zórád (1911–2004) Graphiker, Zeichner und Maler

