Balbronn

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Balbronn
Wappen von Balbronn
Balbronn (Frankreich)
Balbronn
Region Elsass
Département Bas-Rhin
Arrondissement Molsheim
Kanton Wasselonne
Koordinaten 48° 35′ N, 7° 26′ O48.5838888888897.4369444444444224Koordinaten: 48° 35′ N, 7° 26′ O
Höhe 209–450 m
Fläche 10,18 km²
Einwohner 633 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 62 Einw./km²
Postleitzahl 67310
INSEE-Code
Website http://www.balbronn.fr/

Evangelische Dorfkirche Balbronn

Balbronn (deutsch Ballbronn, elsässisch Bàlvere) ist eine Gemeinde mit 633 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Arrondissement Molsheim und im Kanton Wasselonne im Département Bas-Rhin in der Region Elsass in Frankreich. Die Gemeinde ist Mitglied des Gemeindeverbands Communauté de communes des Coteaux de la Mossig.

Geografie[Bearbeiten]

Der Weinort befindet sich am Rande des Naturparks der Nordvogesen etwa 25 km westlich von Straßburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich kaiserlicher Besitz ging das Dorf später an die Herren von Lichtenberg über. Die wohlhabende Gemeinde wurde frühzeitig durch zwei Burgen befestigt. Nach der Einführung der Reformation im Jahr 1545 durch die Herren von Lichtenberg wurde die romanische Dorfkirche eine reformierte Kirche, stand aber nach einer Verfügung Ludwigs XIV. seit dem Jahr 1687 auch den Katholiken zur Verfügung. Das Simultaneum wurde mit dem Bau einer katholischen Kirche 1905 beendet.

Bevölkerungsentwicklung
(Quelle: INSEE[1])
1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2008
594 600 587 563 581 602 657 640

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die evangelische Dorfkirche entstand an der Stelle eines alten keltischen Heiligtums; das Kirchenschiff stammt aus dem 11., der Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert. Im Jahr 1747 erhielt die Kirche eine von Johann Andreas Silbermann erbaute Orgel. Hier wird auch ein Nachbau der Balbronner Hand ausgestellt, einer eisernen Armprothese aus dem 16. Jahrhundert.[2]
  • Die katholische Kirche Sainte-Catherine wurde 1905 im neugotischen Stil errichtet.
  • Die Synagoge wurde im Jahr 1895 erbaut und diente einer jüdischen Gemeinde, die seit dem 17. Jahrhundert in Balbronn nachweisbar ist. Seit 1945 wird das Gebäude nicht mehr als Synagoge genutzt. 1999 wurde sie als Monument historique registriert.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Louis Albert Kiefer (1873–1913), Pastor, Verfasser der Chronik Geschichte der Gemeinde Balbronn, Strassburg 1894

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Balbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Balbronn auf der Site des INSEE
  2. Kirche von Balbronn auf itinerairesprotestants.fr
  3. Monuments historiques