Baldassare Peruzzi

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Bildnis Peruzzis in den Viten von Giorgio Vasari
Die Musen tanzen mit Apollo

Baldassare Peruzzi (* 15. Januar 1481; † 6. Januar 1536 in Rom) war ein italienischer Architekt und Maler. Sein Werk hatte bedeutenden Einfluss auf die Wiederbelebung antiker Ordnungssysteme in der Architektur Italiens im 16. Jahrhundert.

Er erbaute in den Jahren 1509-1511 die Villa della Farnesina in Rom und malte dort einige Fresken. Im Jahre 1520 wurde er zum Baumeister des Petersdoms in Rom ernannt, im Jahre 1529 zum Baumeister des Doms in Siena. In den Jahren 1532-1536 baute er in Rom den Palazzo Massimo alle Colonne, der zu den wichtigsten Werken des Manierismus gezählt wird. 1535 übernahm Vannoccio Biringuccio die Nachfolge als Dombaumeister.

Besondere Bedeutung für die Architekturtheorie der Renaissance erlangte Peruzzi durch die zeichnerische Dokumentation von antiken römischen Bauwerken. Seine Zeichnungen wurden zur Grundlage der "Sieben Bücher zur Architektur" seines Mitarbeiters Sebastiano Serlio. Dieses Werk wurde zum meistgelesenen Architekturtraktat in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Peruzzi wurde im römischen Pantheon begraben.

[Bearbeiten] Literatur

  • Christoph Luitpold Frommel u.a. (Hrsg.): Baldassare Peruzzi 1481–1536, Venezia: Marsilio 2005, ISBN 88-317-8495-1

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Buch erstellen