Balderschwang
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Oberallgäu | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Hörnergruppe | |
| Höhe: | 1044 m ü. NN | |
| Fläche: | 41,56 km² | |
| Einwohner: | 231 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 6 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 87538 | |
| Vorwahl: | 08328 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OA | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 80 113 | |
| Gemeindegliederung: | 12 amtlich benannte Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Balderschwang 16 87538 Balderschwang |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Werner Fritz (parteilos) | |
Balderschwang ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hörnergruppe mit Sitz in Fischen im Allgäu. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist Balderschwang die kleinste Gemeinde in Bayern, ferner ist sie die Gemeinde mit dem am höchsten gelegenen Ortskern innerhalb Deutschlands (1044 m ü. NN).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Balderschwang liegt in den Allgäuer Alpen, unweit des Bregenzerwaldes, der für den Ort auch über Jahrhunderte mehr prägend war als das Allgäu, auf Grund des deutlich leichteren Zugangs. Die Grenze zu Österreich verläuft unmittelbar am Ortsrand. Im Osten erhebt sich das Riedberger Horn, die höchste Erhebung der westallgäuer Hörnergruppe.
[Bearbeiten] Klima
Mit durchschnittlich 2.450 Litern pro Quadratmeter im Jahr ist Balderschwang der Ort mit den meisten Niederschlägen in Deutschland. [1]
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ortsname Balderschwang geht auf einen Bauern namens Balder zurück, der im 14. Jahrhundert das Tal gerodet ("geschwendet") haben soll. Das Tal wurde erstmals 1684 ganzjährig durch einen klösterlichen Alpverwalter aus Weingarten bewohnt. Um 1800 gab es 16 Familien im Tal, die im Jahr rund 1.400 Tonnen Käse produzierten.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat hat neben dem Bürgermeister acht Mitglieder:
| CSU | parteilos | Gesamt | |
| Wahlergebnis 2008 | 6 | 2 | 8 Sitze |
| CSU | parteilos | Gesamt | |
| Wahlergebnis 2002 | 8 | - | 8 Sitze |
[Bearbeiten] Wappen
Beschreibung: In Silber über grünem Dreiberg eine dreilatzige rote Fahne mit goldenen Fransen und drei goldenen Ringen, der eine goldene heraldische Lilie aufgelegt ist.
Die Fahne erinnert an die Grafen von Montfort, zu denen das Gemeindegebiet von 1311 bis ins 16. Jahrhundert gehörte.[2]
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Naturdenkmäler
Etwa 1 km nordöstlich vom Ortskern steht in einer Alpfläche die Alte Eibe von Balderschwang. Das Alter dieser weiblichen Eibe wird auf 800 - 1.500 Jahre geschätzt. Die Altersgabe vor Ort mit bis zu 4.000 Jahre ist unrealistisch. Sie stockt in 1.150 m ü. NN auf kalkhaltigen Nagelfluhboden. Ihr Stamm ist in zwei Teile geteilt und sie trägt trotz ihres hohen Alters jedes Jahr reichlich Früchte. Bei einer geringen Höhe von etwa 7 m erreichen beide Stammteile, das fehlende Mittelstück mitgerechnet, in Brusthöhe einen für Eiben gewaltigen Umfang von über 8 m. In der Umgebung stehen noch weitere alte Eiben von geringeren Dimensionen.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
In der Vergangenheit war die Käseproduktion Haupteinnahmequelle Balderschwangs. Die Jahresproduktion ging jedoch von 1.400 Tonnen im 18. Jahrhundert bis auf 300 Tonnen Anfang des 21. Jahrhunderts zurück.
Heute lebt der Ort überwiegend vom Tourismus: 1.140 Gästebetten, 42.670 Gäste und 191.867 Übernachtungen (Stand: 2008).
[Bearbeiten] Verkehr
Bis zur Eröffnung der höchsten deutschen Passstraße über den Riedbergpass (1420 m, seit 1961) war Deutschland für die Balderschwanger mit dem Auto nur über Österreich zu erreichen.
[Bearbeiten] Medien
Der kirchliche Radiosender Radio Horeb, der im Raum München über UKW zu empfangen ist, hat seinen Sitz in Balderschwang. Der Leiter des Senders Dr. Richard Kocher ist zugleich der katholische Priester am Ort.
[Bearbeiten] Literatur
Thilo Ludewig: Balderschwang gestern und heute (erhältlich bei der Kurverwaltung)
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,765495,00.html
- ↑ Balderschwang: Wappengeschichte vom HdBG
[Bearbeiten] Weblinks
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