Balduin Sulzer

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Balduin Sulzer, Taufname Josef, (* 15. März 1932 in Großraming, Oberösterreich) ist ein österreichischer Komponist und katholischer Priester.

Leben[Bearbeiten]

Im Alter von zehn Jahren kam er nach Linz, wo er das Gymnasium besuchte, als Ministrant sang er hier im Linzer Dom in der „Domschola“ mit (unter dem damals hier wirkenden Domkapellmeister Josef Kronsteiner). Nach der Matura schloss er sich 1949 der Ordensgemeinschaft der Zisterzienser in Stift Wilhering an und begann seine philosophisch-theologischen Studien in Linz und Rom sowie ein Studium des Lehrfaches Geschichte an der Universität Wien. Er machte eine musikalische Ausbildung am Brucknerkonservatorium (jetzt Anton Bruckner Privatuniversität) in Linz, an der päpstlichen Hochschule für Kirchenmusik in Rom und an der Wiener Musikhochschule, unter anderem bei Hans Gillesberger.

1955 wurde er zum Priester geweiht. Mehrere Jahre arbeitete er als Musikpädagoge an diversen Gymnasien, dann als Korrepetitor am Linzer Brucknerkonservatorium und als Domkapellmeister. Franz Welser-Möst studierte Komposition bei Sulzer, der Tenor Kurt Azesberger sowie die Sopranistin Anna Maria Pammer waren ebenfalls seine Schüler. Sulzer war Gründer und musikalischer Leiter des Linzer Musikgymnasiums, wo er von 1974 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1997 blieb.

Der Zisterzienser lebt im Stift Wilhering, wo er als Stiftskapellmeister tätig ist. Nach wie vor ist er äußerst aktiv als Komponist und Musikkritiker.

Vom 10. bis 13. März 2007 fanden Balduin-Sulzer-Tage an der Linzer Musikschule statt.

Franz Welser-Möst war ein Schüler von Balduin Sulzer.[1]

Werke[Bearbeiten]

Balduin Sulzer machte rund 330 Kompositionen, darunter zwei Opern, Kindermusicals, sieben Symphonien, eine Passion, zwölf Instrumentalkonzerte, Klavier- und Kammermusik sowie Lieder und Chormusik.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Norbert Trawöger: Balduin Sulzer. Medienkombination Buch und CD, Trauner Verlag, Linz 2010, ISBN 978-3-85499-692-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Norbert Trawöger, Balduin Sulzer, Trauner Verlag 2010