Balthasar Linsinger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Aktion Allee der Gerechten - A Letter To The Stars in Wien (2011)
Transparent zu Balthasar Linsinger während der Aktion Allee der Gerechten
Tafel am Gedenkstein in St. Veit im Pongau

Balthasar Linsinger (* 1902 in St. Veit im Pongau; † 19. Oktober 1986 in Tamsweg) war ein österreichischer Priester.

Linsinger war Pfarrer in Großarl und bot der jüdischen Familie Bäumer aus der Stadt Salzburg an, bei Gefahr nach Großarl zu kommen. 1944, als eine Deportation bevorstand, tauchte die Familie in Großarl bei Linsinger unter. Linsinger gab die Familie als eine Familie aus, welche in Wien aufgrund des Bombenkrieges ihre Wohnung verloren habe. Da keine Denunziation geschah, überlebte die Familie die Zeit des Nationalsozialismus. Erstmals wurde die Geschichte von Balthasar Linsinger und seine Rettung der Familie Bäumer von Helene Maimann in ihrem TV-Film "Die Sterne verlöschen nicht" dokumentiert.[1]

Am 13. April 2011 wurde Linsinger in die Liste Gerechter unter den Völkern aufgenommen.[2][3] Die Ehrung erfolgte auf Betreiben der in Wien lebenden Journalistin Angelica Bäumer. Diese war eines der drei Kinder des jüdischen Malers Eduard Bäumer, die Linsinger zusammen mit seiner Frau und den drei Kinder im Alter von damals drei, neun und zwölf Jahren im Pfarrhof aufgenommen hatte.[4]

Linsinger wurde 1925 zum Priester geweiht. Stationen seines priesterlichen Lebens als Pfarrer waren Weißbach bei Lofer (1937-1943), Großarl (1943-1954) und ab 1954 bis zu seiner Pensionierung St. Michael im Lungau.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Balthasar Linsinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Filmbeschreibung, PDF, abgerufen am 27. Februar 2013.
  2. http://derstandard.at/1302516018221/Salzburg-Ein-Retter-vor-Teufeln-und-Daemonen
  3. http://salzburg.orf.at/stories/510080/
  4. Bericht in den Salzburger Nachrichten vom 12. April 2011, abgerufen am 14. April 2011
  5. Kurzbiografie in der Gemeindeinfo St. Veit, PDF, Seite 3 - abgerufen am 15. April 2011