Balthasar Woll

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Balthasar Woll, auch „Bobby“ genannt, (* 1. September 1922 in Wemmetsweiler (Saarland); † 18. März 1996 in Bielefeld-Sennestadt) war ein deutscher Richtschütze unter Michael Wittmann; später selbst Panzerkommandant und SS-Oberscharführer der Waffen-SS während des Zweiten Weltkrieges.

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Nach einer Lehre zum Elektriker meldete er sich am 15. August 1941 freiwillig zur Waffen-SS. Als MG-Schütze diente er in der 3. Kompanie des SS-Totenkopf-Infanterieregiment 1 der SS Totenkopf-Division, wurde im Kessel von Demjansk verwundet und kam ins Heimatlazarett. Als SS-Oberschütze erhielt er am 23. Juli 1942 das Eiserne Kreuz II. Klasse und drei Tage darauf am 26. Juli 1942 das Verwundetenabzeichen in Schwarz.

Nach seiner Genesung wurde er Panzerrichtschütze und kam Ende 1942 zur Tigerkompanie der 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler. Spätestens dann, seit den Kämpfen in der Kursker Offensive im Juli 1943, galt er als einer der besten Richtschützen im Tiger. Am 16. September 1943 erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse und am 9. November 1943 wurde er zum SS-Rottenführer befördert. Ab November 1943 war er dann mit Michael Wittmann gemeinsam erfolgreich. Während Fahrer, Ladeschütze und Funker öfter wechselten, bleibt der Kommandant nach Möglichkeit mit dem Richtschützen zusammen. Balthasar Woll hatte an den Erfolgen Michael Wittmanns beträchtlichen Anteil.

Am 16. Januar 1944 wird SS-Rottenführer Balthasar Woll als erster und einziger Panzerrichtschütze der Waffen-SS mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes[1] ausgezeichnet und am 1. Oktober 1944 noch zum SS-Oberscharführer befördert.

Woll war am 8. August 1944 (der Tag an dem Michael Wittmann fiel) nicht Mitglied von Wittmanns Panzerbesatzung, da er wegen einer Verwundung am 2. August im Lazarett war; er überlebte den Krieg mehrfach verwundet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, S.797