Bannalec

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Bannalec (Banaleg)
Wappen von Bannalec
Bannalec (Frankreich)
Bannalec
Region Bretagne
Département Finistère
Arrondissement Quimper
Kanton Bannalec
Gemeindeverband Pays de Quimperlé.
Koordinaten 47° 56′ N, 3° 42′ W47.9325-3.6969444444444Koordinaten: 47° 56′ N, 3° 42′ W
Höhe 22–172 m
Fläche 77,51 km²
Einwohner 5.513 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 71 Einw./km²
Postleitzahl 29380
INSEE-Code
Website www.bannalec.fr

Die Kapelle Saint-Cado
.

Bannalec (bretonisch Banaleg) ist eine französische Kleinstadt mit 5513 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Finistère in der Region Bretagne. Sie gehört zum Kommunalverband Pays de Quimperlé.[1] Bannalec ist bezüglich der Einwohnerzahl und der Fläche des Gemeindegebiets die größte Gemeinde im Kanton Concarneau.[2]

Geografie[Bearbeiten]

Bannalec liegt im Südwesten der Bretagne, etwa 80 Kilometer südöstlich von Brest, etwa 30 Kilometer südöstlich von Quimper, dem Sitz der Unterpräfektur des Arrondissements, und 12,8 Kilometer nordöstlich von Concarneau, dem Hauptort des Kantons, auf einer mittleren Höhe von 97 Metern über dem Meeresspiegel. Die Mairie steht auf einer Höhe von 95 Metern. Nachbargemeinden von Bannalec sind Scaër im Norden, Saint-Thurien im Nordosten, Le Trévoux im Südosten und Pont-Aven im Südwesten. Das Gemeindegebiet hat eine Fläche von 7751 Hektar. Die Wasserläufe Isole, Bélon, Aven und deren Nebenfluss Ster Goz durchqueren das Gemeindegebiet.

Die Gemeinde ist einer Klimazone des Typs Cfb (nach Köppen und Geiger) zugeordnet: Warmgemäßigtes Regenklima (C), vollfeucht (f), wärmster Monat unter 22 °C, mindestens vier Monate über 10 °C (b). Es herrscht Seeklima mit gemäßigtem Sommer.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Innere der Kirche Notre-Dame du Folgoët

Bannalec liegt im Pays des Genêts, im ‚Land des Ginsters‘. Die Gemeinde besteht aus mehreren Weilern, deshalb gibt es insgesamt sechs Kapellen. Am 15. August wird jedes Jahr das Fest der alten Handwerkskünste gefeiert, der Schnitter, Drescher, Holzschuhmacher und Hufschmiede. Der ortsansässige Heimatverein, der Cercle celtique les Genêts d’or (‚keltischer Zirkel der goldenen Ginsterbüsche‘) lädt zu einem Folklorefest mit „bretonischer Nacht“ ein, mit Gesang, historischen Kostümen, Tanz und Musik mit bretonischen Instrumenten wie dem Binioù und der Bombarde.[1]

Auf dem Gemeindegebiet gibt es mehrere Zeugnisse menschlicher Aktivität aus der Jungsteinzeit, dazu gehört ein Dolmen, der 1973 in das Zusatzverzeichnis der denkmalgeschützten historischen Denkmale eingetragen wurde, und zwei Galeriegräber, die 1973 beziehungsweise 1975 als Monument historique klassifiziert wurden.

Die Kirche Notre-Dame du Folgoët steht im Ortskern. Sie wurde im 16. Jahrhundert auf den Fundamenten eines Gebäudes aus dem 11. Jahrhundert erbaut. Sie wurde 1921 in das Zusatzverzeichnis der historischen Denkmale eingetragen. Die Kirche de la Véronique steht im lieu-dit la Véronique. Sie wurde 1914 als Monument historique eingestuft. Ihr Kirchturm aus dem Jahr 1605 ist besonders interessant. Drei der Kirchenfenster stammen aus dem 16. Jahrhundert.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Das Bahnhofsgebäude ist geschlossen, der Bahnhof dient nur noch als Haltepunkt.

Die Gemeinde besitzt eine Abfahrt an der Europastraße 60 (Nantes-Brest) und einen Regionalbahnhof. Der Flughafen Lorient Bretagne Sud ist der nächstgelegene Flughafen und liegt 27,1 Kilometer südöstlich von Bannalec.

Lokale Produkte[Bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet gelten geschützte geographische Angaben (IGP) für Geflügel (Volailles de Bretagne), Buchweizenmehl (Farine de blé noir de Bretagne - Gwinizh du Breizh) und Cidre de Bretagne oder breton.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bannalec – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Bannalec. In: cocopaq.com. Communauté de Communes du Pays de Quimperlé, abgerufen am 5. März 2013 (französisch).
  2. a b c La ville de Bannalec. In: Annuaire-Mairie.fr. Abgerufen am 5. März 2013 (französisch).
  3. Eintrag Nr. 29004 in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)