Banques Populaires Caisses d’Epargne

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  Banques Populaires Caisses d’Epargne
Staat Frankreich
Sitz Paris
Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN FR0010871269
Gründung 31. Juli 2009
Website bpce.fr
Geschäftsdaten 2012
Bilanzsumme 1147 Mrd. EUR
Mitarbeiter 117.000
Leitung
Vorstand François Pérol (Vorsitzender)

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Die Banques Populaires Caisses d´Epargne (BPCE) ist eine der größten Bankengruppen in Frankreich, entstanden am 31. Juli 2009 aus der Fusion der Groupe Banque Populaire (Volksbank) und Groupe Caisse d’Epargne (Sparkasse).[1]

Die Bank ist eine von mehreren Großbanken, die vom Financial Stability Board (FSB) als „systemically important financial institution“ (systemisch bedeutsames Finanzinstitut) eingestuft wurden.[2] Sie unterliegt damit einer besonderen Überwachung und strengeren Anforderungen an die Ausstattung mit Eigenkapital.[3]

Kennzahlen[Bearbeiten]

Das neu geschaffene Institut hatte am 31. Dezember 2009 rund 37 Millionen Kunden (davon 7 Millionen Mitglieder), verfügte über rund 8.200 Filialen und beschäftigte etwa 127.000 Menschen. Das Eigenkapital betrug 37,6 Milliarden Euro und die Bilanzsumme 1029 Milliarden Euro. Die Gruppe besaß einen Marktanteil von 20 Prozent im Privatkundengeschäft in Frankreich.[4]

Unternehmensstruktur[Bearbeiten]

Die Bank BPCE begann ihre Geschäftstätigkeit am 31. Juli 2009 nach den außerordentlichen Hauptversammlungen der Groupe Caisse d’Epargne (Sparkasse) und Groupe Banque Populaire (Volksbank). Mit einem Wert von 16 Milliarden Euro ist BPCE das zentrale Organ der neuen Gruppe, die von den beiden Netzwerken für fünf Jahre kontrolliert wird. Die französische Regierung hält Vorzugsaktien, aber ohne Stimmrecht.

Groupe Caisse d’Epargne und Groupe Banque Populaire bleiben innerhalb der BPCE weiter bestehen und vertreiben die Produkte unter ihrer eigenen Marke. Die Rechtsform der BPCE ist die einer Aktiengesellschaft mit Vorstand und Aufsichtsrat. Letzterer hat 18 Mitglieder, darunter 7 aus der Groupe Caisse d’Epargne und 7 aus der Groupe Banque Populaire. Der Staat hat 4 Vertreter im Aufsichtsrat, während die Mitarbeiter 2 haben. Der Vorsitzende ist François Pérol.

Geschäftsbereiche[Bearbeiten]

BPCE ist in folgenden Bereichen tätig:

Kritik[Bearbeiten]

Im September 2010 wurde BPCE zusammen mit zehn anderen Banken vom Conseil de la Concurrence zu einer Geldbuße in Höhe von 381,1 Millionen Euro verurteilt. Die Banken hatten eine Verabredung getroffen, der zufolge sie von Januar 2002 bis Juli 2007 von ihren Kunden 4,3 Cent Scheckgebühren je Scheck verlangten, um Extragewinne zu erzielen. Dies betraf 80 % der in Frankreich verwendeten Schecks. Bis 2002 war der Scheckverkehr in Frankreich kostenfrei. Nach dem Einschreiten der Bankenaufsicht, die die Gewinne „unrechtmäßig“ nannte, wurde diese Praxis beendet. Die Banken dieses Kartells wurden außerdem für überzogene Gebühren mit zusammen 3,8 Millionen Euro bestraft. BPCE spielte nach Ansicht des Conseil de la Concurrence eine führende Rolle im Kartell, weswegen ihre Strafe 10 % höher ausfiel. Sie wurde um weitere 20 % erhöht, da BPCE bereits im Jahr 2000 wegen Wettbewerbsbehinderung zu einer Strafe verurteilt worden war.[5][6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. BPCE: Geschichte
  2. Policy Measures to Address Systemically Important Financial Institutions. In: Financial Stability Board (FSB) vom 4. November 2011 (PDF-Datei; 105 kB)
  3. Update of group of global systemically important banks (G-SIBs) (PDF; 43 kB) vom 1. November 2012
  4. BPCE: Kennzahlen
  5. Collusion in the banking sector. Pressemitteilung der Autorité de la concurrence vom 20. September 2010, abgerufen am 9. Februar 2011
  6. Frankreichs Banken sollen Millionen zahlen in: Handelsblatt vom 21. September 2010, abgerufen am 9. Februar 2011