Bantu Holomisa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bantubonke Harrington „Bantu“ Holomisa (* 25. Juli 1955 in Mqanduli, Transkei) ist ein südafrikanischer Politiker. Er ist Vorsitzender der Partei United Democratic Movement (UDM).

Leben[Bearbeiten]

1976 wurde Holomisa Mitglied der Transkei Defence Force. Nach seinem Aufstieg zum Kommandeur 1987 führte er einen Militärputsch gegen die damalige Regierung der Transkei unter Präsident Kaizer Matanzima und die Premierministerin Stella Sigcau durch, bei dem die de facto machthabenden südafrikanischen Truppen nicht eingriffen. Fortan war er Präsident des formal unabhängigen Homelands Transkei. 1989 hob er das Verbot des African National Congress (ANC) und des Pan-Africanist Congress (PAC) auf. Ein offenbar vom südafrikanischen Geheimdienst initiierter Putschversuch gegen Holomisa scheiterte 1990;[1] die Putschisten wurden ohne Gerichtsverfahren erschossen. Im April 1994 wurde die Transkei in die südafrikanische Provinz Ostkap eingegliedert, so dass Holomisa sein Amt verlor. Im selben Jahr wurde er Mitglied des Exekutivkomitees des African National Congress und Südafrikas stellvertretender Minister für Umwelt und Tourismus. Nachdem er 1996 vor der Wahrheits- und Versöhnungskommission zur Aufarbeitung der Verbrechen während der Apartheid ausgesagt hatte, wurde er aus dem ANC ausgeschlossen und verlor sein Ministeramt. Er gründete 1997 mit dem weißen Ex-Minister Roelf Meyer das United Democratic Movement, übernahm dessen Vorsitz und wurde 1999 Abgeordneter des UDM im südafrikanischen Parlament.[2] Seit 2009 stellt das UDM außer Holomisa nur noch drei weitere Abgeordnete im Parlament.

Bis zu seiner Amtsübernahme als Präsident der Transkei war Holomisa auch als hochrangiger Sportfunktionär tätig.[2] Er ist verheiratet und hat drei Kinder.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Informationen von der ANC-Website (englisch), abgerufen am 16. November 2010
  2. a b c Informationen auf whoswhosa.co.za (englisch), abgerufen am 16. November 2010