Banyuls-sur-Mer
| Banyuls-sur-Mer (Banyuls de la Marenda) | ||
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| Region | Languedoc-Roussillon | |
| Département | Pyrénées-Orientales | |
| Arrondissement | Céret | |
| Kanton | Côte Vermeille | |
| Gemeindeverband | Communauté de communes des Albères et de la Côte Vermeille | |
| Koordinaten | 42° 29′ N, 3° 8′ O42.4822222222223.12756Koordinaten: 42° 29′ N, 3° 8′ O | |
| Höhe | 0–965 m | |
| Fläche | 42,43 km² | |
| Einwohner | 4.670 (1. Jan. 2010) | |
| Bevölkerungsdichte | 110 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 66650 | |
| INSEE-Code | 66016 | |
| Website | banyuls-sur-mer.com | |
Banyuls-sur-Mer von der Mole aus |
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Banyuls-sur-Mer (auf Katalanisch Banyuls de la Marenda) ist eine französische Gemeinde mit 4670 Einwohnern (Stand 1. Januar 2010) im Département Pyrénées-Orientales in der Region Languedoc-Roussillon. Sie liegt in der historischen katalanischen Comarca Rosselló. Die Bewohner werden Banyulencs genannt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Banyuls-sur-Mers liegt an der Küste des Golfe du Lion. Die Ausläufer der Pyrenäen, die Monts Albères, fallen hier ins Meer ab und formen eine Steilküste. Es grenzt an die französischen Nachbargemeinden Cerbère, Port-Vendres, Argelès-sur-Mer und Collioure sowie an Colera, Rabós und Espolla in Spanien. Besonders bekannt ist der Ort für den nach ihm benannten Süßwein Banyuls, darüber hinaus beherbergt er das ozeanographische Institut Laboratoire de Banyuls-sur-Mer mit Museum und Aquarium.
Geschichte[Bearbeiten]
Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt datiert aus dem Jahr 981, damals Balneum oder Balneola genannt. Im Jahr 1074 ändert die Schreibform in Bannils de Maritimo, um die Stadt vom 20 km entfernten Banyuls-dels-Aspres unterscheiden zu können. Der Begriff Marenda, wird im Jahr 1197 (Banullis de Maredine) und im Jahr 1674 (Banyuls del Marende) erwähnt. Seit dem 19. Jahrhundert existiert die heutige katalanische Namensgebung Banyuls de la Marenda.
Der Name Banyuls bedeutet in der lokalen Sprache die Präsenz eines Weihers. Diesen gab es in der Tat bis zur Trockenlegung des Baches Vallauria im Jahr 1872. Der Namenszusatz de Maritimo, del Marende, sur mer etc. weisen in der jeweiligen Sprache auf die Lage an der Küste hin.
Während nahezu zwei Jahrhunderten spielte der Schmuggel von und nach Spanien eine große Rolle in Banyuls-sur-Mer. Je nach Bedürfnis der jeweiligen Epoche wurden Salz, Tabak, Silbermünzen, Zucker, Reis, Tuche und Leder geschmuggelt, und dies nahezu straffrei. Daneben lebte die Bevölkerung in der Hauptsache von Fischerei und Weinbau. Heutzutage ist der Tourismus von Bedeutung.
Persönlichkeiten[Bearbeiten]
- Der Bildhauer Aristide Maillol (1861–1944) wurde in Banyuls geboren und starb in seinem dortigen Haus, das seit 1994 als Musée Maillol Banyuls an den Künstler erinnert. Sein Grab befindet sich im Garten des Hauses.
- Die Widerstandskämpfer Hans und Lisa Fittko unterstützen 1940/41 von Banyuls aus die Flucht zahlreicher Verfolgter des NS-Regimes aus Vichy-Frankreich nach Spanien.
Weblinks[Bearbeiten]
Banyuls-sur-Mer | Cerbère | Collioure | Port-Vendres